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„Kontingenzwinkel“ – Versionsunterschied

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zwischen dem Kreisbogen und seiner Tangente; vgl. [[Inzidenzwinkel]]
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Kontingenzwinkel<ref>Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 441. Permalink: <nowiki>http://www.zeno.org/nid/20006926045</nowiki> Lizenz: Gemeinfrei</ref> einer Kurve in einem Punkte P der Kurve nennt man den unendlich kleinen Winkel, den die in P an die Kurve gezogene Tangente mit der Tangente in einem von P unendlich wenig entfernten Punkte P' der Kurve bildet. Der Bruch, dessen Zähler der K. und dessen Nenner die unendlich kleine Entfernung der Punkte P und P' ist, besitzt einen endlichen Wert und ist gleich dem Krümmungsmaß (s. d.) der Kurve in dem Punkte P. Das Wort K. stammt von Jordanus, der aber darunter den Winkel verstand, den eine Kurve mit ihrer Tangente in deren Berührungspunkt bildet. Daß dieser Winkelkleiner sei als jeder noch so kleine spitze Winkel, hat schon Euklid bewiesen; im 16. und 17. Jahrh. erhob sich dann unter den Mathematikern ein heftiger Streit, ob er ein wirklicher Winkel sei oder nicht, bis endlich der moderne Begriff K. diesen andern verdrängte.
s. [[Gespräch:Über Kreisquadratur des Cusanus#Erklärung Kontingenzwinkel|Erklärung Kontingenzwinkel]]

Aktuelle Version vom 8. Mai 2026, 17:33 Uhr

zwischen dem Kreisbogen und seiner Tangente; vgl. Inzidenzwinkel

Kontingenzwinkel[1] einer Kurve in einem Punkte P der Kurve nennt man den unendlich kleinen Winkel, den die in P an die Kurve gezogene Tangente mit der Tangente in einem von P unendlich wenig entfernten Punkte P' der Kurve bildet. Der Bruch, dessen Zähler der K. und dessen Nenner die unendlich kleine Entfernung der Punkte P und P' ist, besitzt einen endlichen Wert und ist gleich dem Krümmungsmaß (s. d.) der Kurve in dem Punkte P. Das Wort K. stammt von Jordanus, der aber darunter den Winkel verstand, den eine Kurve mit ihrer Tangente in deren Berührungspunkt bildet. Daß dieser Winkelkleiner sei als jeder noch so kleine spitze Winkel, hat schon Euklid bewiesen; im 16. und 17. Jahrh. erhob sich dann unter den Mathematikern ein heftiger Streit, ob er ein wirklicher Winkel sei oder nicht, bis endlich der moderne Begriff K. diesen andern verdrängte.

s. Erklärung Kontingenzwinkel

  1. ↑ Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 441. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006926045 Lizenz: Gemeinfrei