▷ ▷n. 23 Hier tauchen nun die beiden wichtigen Begrifte »movere« und »vivere« beieinander auf. Bewegung und Leben gehören zusammen (3f.). Der bewegende Geist des Menschen wird zum Gleichnis für Gott; dessen Lebendig- machen auf die Kunsttätigkeit, die Invention des Knaben angewandt. Das Zugleich von pulsio und attractio, Stoss und Anziehung in der Bewegung ist eine in der späteren Entwicklung der Mechanik hochwichtig gewordene Beob- achtung des Cusanus. - »Supra naturam« (7f.): die Bewegung des Kreisels ist gekennzeichnet dadurch, daß ihm von außen etwas mitgeteilt wird, was er zuvor nicht hatte. Dies entspricht der Cusanischen Seins- und Erkenntnisordnung, in der immer das Höhere dem Niederen das mitteilt, was es ist (»mitteilt« im doppelten Sinn).