„Memoria (Trinität)“ – Versionsunterschied
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von lat. ''memoria'' | von lat. ''memoria'' | ||
==== In der Trinitätsanalogie ==== | |||
Die augustinische Linie lautet ungefähr: | |||
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!Trinität | |||
!Seele | |||
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|Vater / erste Hypostase | |||
|'''memoria''' | |||
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|Sohn / Verbum | |||
|'''intelligentia / intellectus''' | |||
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|Spiritus Sanctus / amor | |||
|'''voluntas / amor''' | |||
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Warum entspricht '''memoria''' der ersten Hypostase? | |||
Weil sie als '''Grund''' gedacht wird, aus dem das Erkennen hervorgeht. | |||
Die Seele besitzt sich selbst in der '''memoria'''. Aus diesem Sich-Haben entsteht das aktuelle Sich-Erkennen im '''intellectus'''. Und aus erkanntem Sein geht das Lieben / Wollen der '''voluntas''' hervor. | |||
Also:<blockquote>'''memoria''' = innerer Grundbesitz der Seele | |||
'''intellectus''' = Entfaltung dieses Besitzes ins Erkennen | |||
'''voluntas''' = Hinwendung / Liebe zu dem Erkannten</blockquote> | |||
Version vom 28. Juni 2026, 15:38 Uhr
Gedächtnisgrund; Grundvermögen des Bewahrens, Sich-Habens, Bei-sich-Seins
von lat. memoria
In der Trinitätsanalogie
Die augustinische Linie lautet ungefähr:
| Trinität | Seele |
|---|---|
| Vater / erste Hypostase | memoria |
| Sohn / Verbum | intelligentia / intellectus |
| Spiritus Sanctus / amor | voluntas / amor |
Warum entspricht memoria der ersten Hypostase?
Weil sie als Grund gedacht wird, aus dem das Erkennen hervorgeht.
Die Seele besitzt sich selbst in der memoria. Aus diesem Sich-Haben entsteht das aktuelle Sich-Erkennen im intellectus. Und aus erkanntem Sein geht das Lieben / Wollen der voluntas hervor.
Also:
memoria = innerer Grundbesitz der Seele
intellectus = Entfaltung dieses Besitzes ins Erkennen
voluntas = Hinwendung / Liebe zu dem Erkannten