Zum Inhalt springen

„mórion“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
K Klaus verschob die Seite μόριον nach mórion
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
mórion μόριον
mórion μόριον Teil, Seelenteil, Vermögensteil


perhaps from μόρος (''[[móros]]'', “fate, destiny”) +‎ -ῐον (''[[-ĭon]]'', ''diminutive'').
perhaps from μόρος (''[[móros]]'', “fate, destiny”) +‎ -ῐον (''[[-ĭon]]'', ''diminutive'').
Zeile 23: Zeile 23:
## fraction  
## fraction  
## denominator of a fraction
## denominator of a fraction
Das griechische Wort '''μόριον''' (mórion) ist das neutrale Diminutiv (die Verkleinerungsform) von altgriechisch ''móros'' (μόρος), was „Teil“, „Anteil“ oder „Schicksal/Zuteilung“ bedeutet. [1, 2]
Etymologische Wurzeln
* '''Ursprung:''' Es geht etymologisch auf die indogermanische Wurzel '''*(s)mer-''' („teilen“, „zuteilen“ oder auch „gedenken“, „sich sorgen“) zurück. [1]
* '''Verwandtschaften:''' Aus derselben indogermanischen Sprachfamilie stammen beispielsweise auch altgriechisch ''méros'' (μέρος = „Teil“) sowie das deutsche Wort '''Möhre''' (ursprünglich wegen des Wurzelwerks so benannt) und das englische ''more'' („mehr“). [1]
Historische Bedeutung und Entwicklung
Im Altgriechischen wurde das Wort '''μόριον''' sehr vielseitig verwendet. Die Hauptbedeutungen umfassen: [1]
* '''Teilchen oder Element:''' Ein kleines Stück oder Bruchstück eines Ganzen. [1]
* '''Körperteil oder Organ:''' Häufig im Plural (''tà mória'') für menschliche oder tierische Körperteile verwendet.[1]
* '''Genitalien:''' Speziell in der antiken Anatomie und Medizin (oft in der Phrase ''tò ἀνδρῷον μόριον'') ein Euphemismus für die männlichen oder weiblichen Geschlechtsteile. [1, 2]
* '''Grammatik/Sprachwissenschaft:''' Im antiken Griechisch bezog sich der Begriff zudem auf kleine sprachliche Bausteine, wie z.B. Affixe, Suffixe oder Partikeln. [1, 2]
In der modernen griechischen Sprache hat sich die Bedeutung zu '''μόριο''' gewandelt und bezeichnet heute unter anderem kleine „Partikel“ oder in der Biologie/Physik das „Molekül“

Aktuelle Version vom 30. Juni 2026, 06:38 Uhr

mórion μόριον Teil, Seelenteil, Vermögensteil

perhaps from μόρος (móros, “fate, destiny”) +‎ -ῐον (-ĭon, diminutive).

Pronunciation

  • IPA(key): /mó.ri.on/ → /ˈmo.ri.on/ → /ˈmo.ri.on/

Noun

μόρῐον • (mórĭon) n (genitive μορῐ́ου); second declension

  1. piece, portion
  2. constituent part, member
    1. member or part of the body
    2. (chiefly in the plural) genitals
    3. member of a council
  3. (grammar)
    1. part of speech
    2. particle
    3. prefix or suffix
  4. (arithmetic)
    1. fraction with 1 for numerator
    2. fraction
    3. denominator of a fraction

Das griechische Wort μόριον (mórion) ist das neutrale Diminutiv (die Verkleinerungsform) von altgriechisch móros (μόρος), was „Teil“, „Anteil“ oder „Schicksal/Zuteilung“ bedeutet. [1, 2]

Etymologische Wurzeln

  • Ursprung: Es geht etymologisch auf die indogermanische Wurzel *(s)mer- („teilen“, „zuteilen“ oder auch „gedenken“, „sich sorgen“) zurück. [1]
  • Verwandtschaften: Aus derselben indogermanischen Sprachfamilie stammen beispielsweise auch altgriechisch méros (μέρος = „Teil“) sowie das deutsche Wort Möhre (ursprünglich wegen des Wurzelwerks so benannt) und das englische more („mehr“). [1]

Historische Bedeutung und Entwicklung

Im Altgriechischen wurde das Wort μόριον sehr vielseitig verwendet. Die Hauptbedeutungen umfassen: [1]

  • Teilchen oder Element: Ein kleines Stück oder Bruchstück eines Ganzen. [1]
  • Körperteil oder Organ: Häufig im Plural (tà mória) für menschliche oder tierische Körperteile verwendet.[1]
  • Genitalien: Speziell in der antiken Anatomie und Medizin (oft in der Phrase tò ἀνδρῷον μόριον) ein Euphemismus für die männlichen oder weiblichen Geschlechtsteile. [1, 2]
  • Grammatik/Sprachwissenschaft: Im antiken Griechisch bezog sich der Begriff zudem auf kleine sprachliche Bausteine, wie z.B. Affixe, Suffixe oder Partikeln. [1, 2]

In der modernen griechischen Sprache hat sich die Bedeutung zu μόριο gewandelt und bezeichnet heute unter anderem kleine „Partikel“ oder in der Biologie/Physik das „Molekül“