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„Konzeptualismus“ – Versionsunterschied

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= <span class="mw-page-title-main">Konzeptualismus</span><ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Konzeptualismus; Diese Seite wurde zuletzt am 25. Februar 2021 um 19:29 Uhr bearbeitet.</ref> =
{{Dieser Artikel|erklärt einen Begriff aus der Philosophiegeschichte, für die Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts siehe [[Konzeptkunst]].}}
Der '''Konzeptualismus''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Latein lat.] ''conceptus'': Allgemeinbegriff) ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntniskritik erkenntniskritische] Position innerhalb der mittelalterlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie]. Von [[Petrus Abaelardus|Abälard]] vorbereitet und von [[William von Ockham]] und seiner Schule vertreten, suchte sie einen Mittelweg im [[Universalienstreit]]. Dem [[starker Nominalismus|Nominalismus]] gesteht der Konzeptualismus zu, dass [https://de.wikipedia.org/wiki/Universalienproblem#Begriff_der_Universalien Universalien] Namen für Gemeinsames sind; dem (platonischen) [https://de.wikipedia.org/wiki/Universalienproblem#Starker_Realismus Begriffsrealismus] aber folgt er, wenn er betont, dass diese Namen nicht willkürlich sind. Für Ockham sind die Allgemeinbegriffe natürliche Zeichen, wie etwa das Weinen ein Zeichen für Trauer ist. Zwar sind sie nicht in der Sache selbst verwirklicht, für die sie stehen, aber sie sind ihnen in bestimmter Hinsicht ähnlich.<div id="bodyContent" class="vector-body"><div class="mw-body-content"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" dir="ltr" lang="de">
== <span id="Siehe_auch">Siehe auch</span> ==


*[[Universalienproblem]]
Der '''Konzeptualismus''' ([[Latein|lat.]] ''conceptus'': Allgemeinbegriff) ist eine [[Erkenntniskritik|erkenntniskritische]] Position innerhalb der mittelalterlichen [[Philosophie]]. Von [[Petrus Abaelardus|Abälard]] vorbereitet und von [[William von Ockham]] und seiner Schule vertreten, suchte sie einen Mittelweg im [[Universalienproblem| Universalienstreit]]. Dem [[Universalienproblem#Starker Nominalismus|Nominalismus]] gesteht der Konzeptualismus zu, dass [[Universalienproblem#Begriff der Universalien| Universalien]] Namen für Gemeinsames sind; dem (platonischen) [[Universalienproblem#Starker Realismus|Begriffsrealismus]] aber folgt er, wenn er betont, dass diese Namen nicht willkürlich sind. Für Ockham sind die Allgemeinbegriffe natürliche Zeichen, wie etwa das Weinen ein Zeichen für Trauer ist. Zwar sind sie nicht in der Sache selbst verwirklicht, für die sie stehen, aber sie sind ihnen in bestimmter Hinsicht ähnlich.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Abstraktion Abstraktion]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Nonkonzeptualismus Nonkonzeptualismus]


== <span id="Weblinks">Weblinks</span> ==
== Siehe auch ==
* [[Universalienproblem]]
* [[Abstraktion]]
* [[Nonkonzeptualismus]]


*[https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Eisler_(Philosoph) Rudolf Eisler]: Stichwort [https://www.textlog.de/3807.html Konzeptualismus], in: Wörterbuch der philosophischen Begriffe 1904
== Weblinks ==
* [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]]: Stichwort [https://www.textlog.de/3807.html Konzeptualismus], in: Wörterbuch der philosophischen Begriffe 1904


== <span id="Literatur">Literatur</span> ==
== Literatur ==
* Siegfried Blaschke/Peter Schroeder/Reiner Wimmer, Stichwort „Konzeptualismus“, in: [[Jürgen Mittelstraß]] (Hg.), ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie'', Stuttgart 1995, Bd. 2, S. 466 f.
* [[Wolfgang Hübener (Philosophiehistoriker)|Wolfgang Hübener]], Stichwort „Konzeptualismus“, in: ''HWPh: Historisches Wörterbuch der Philosophie'', hrsg. v. Joachim Ritter, Basel 1992, Bd. 4, S. 1086–1090
* [[Wolfgang Stegmüller]], Das Universalienproblem einst und jetzt, in: ders., Glauben, Wissen und Erkennen, Darmstadt 1965, S. 48–118


*Siegfried Blaschke/Peter Schroeder/Reiner Wimmer, Stichwort „Konzeptualismus“, in: [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Mittelstra%C3%9F Jürgen Mittelstraß] (Hg.), ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie'', Stuttgart 1995, Bd. 2, S. 466 f.
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_H%C3%BCbener_(Philosophiehistoriker) Wolfgang Hübener], Stichwort „Konzeptualismus“, in: ''HWPh: Historisches Wörterbuch der Philosophie'', hrsg. v. Joachim Ritter, Basel 1992, Bd. 4, S. 1086–1090
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Stegm%C3%BCller Wolfgang Stegmüller], Das Universalienproblem einst und jetzt, in: ders., Glauben, Wissen und Erkennen, Darmstadt 1965, S. 48–118
[[Kategorie:Scholastik]]
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[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Erkenntnißtheorie Erkenntnistheorie]
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*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Scholastik Scholastik]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Christentumsgeschichte_(Mittelalter) Christentumsgeschichte (Mittelalter)]
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Version vom 1. Juli 2026, 10:43 Uhr

[ konzeptual + -ismus ]

Der Konzeptualismus (lat. conceptus: Allgemeinbegriff) ist eine erkenntniskritische Position innerhalb der mittelalterlichen Philosophie. Von Abälard vorbereitet und von William von Ockham und seiner Schule vertreten, suchte sie einen Mittelweg im Universalienstreit. Dem Nominalismus gesteht der Konzeptualismus zu, dass Universalien Namen für Gemeinsames sind; dem (platonischen) Begriffsrealismus aber folgt er, wenn er betont, dass diese Namen nicht willkürlich sind. Für Ockham sind die Allgemeinbegriffe natürliche Zeichen, wie etwa das Weinen ein Zeichen für Trauer ist. Zwar sind sie nicht in der Sache selbst verwirklicht, für die sie stehen, aber sie sind ihnen in bestimmter Hinsicht ähnlich.

Siehe auch

Literatur

  • Siegfried Blaschke/Peter Schroeder/Reiner Wimmer, Stichwort „Konzeptualismus“, in: Jürgen Mittelstraß (Hg.), Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, Stuttgart 1995, Bd. 2, S. 466 f.
  • Wolfgang Hübener, Stichwort „Konzeptualismus“, in: HWPh: Historisches Wörterbuch der Philosophie, hrsg. v. Joachim Ritter, Basel 1992, Bd. 4, S. 1086–1090
  • Wolfgang Stegmüller, Das Universalienproblem einst und jetzt, in: ders., Glauben, Wissen und Erkennen, Darmstadt 1965, S. 48–118