„an sich sein“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „'''An-sich'''<ref>Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 47-48. Permalink: <nowiki>http://www.zeno.org/nid/20001780077</nowiki> Lizenz: Gemeinfrei</ref> = dem eigenen Sein nach, unabhängig vom erkennenden Bewußtsein und dessen Formen, in metaphysischer Wirklichkeit und Wahrheit. Gegensatz: Erscheinung, Für-uns-sein, Objectivation. Das »An-sich« der Dinge = der jeder Erscheinung zugrunde liegende, »t…“ |
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'''An-sich'''<ref>Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. | '''An-sich-sein'''<ref>Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 48. Permalink: <nowiki>http://www.zeno.org/nid/20001780085</nowiki> Lizenz: Gemeinfrei</ref> = das Sein in seiner Unmittelbarkeit, Ursprünglichkeit, Absolutheit, Begrifflichkeit, Wesenhaftigkeit im Gegensatze zum beziehungsweisen Sein. Schon bei den ''Pythagoreern'' kommt der Begriff des ''kath' hauto, auto to hen''vor (ARISTOTELES, Met. I, 5). Dann bei PLATO, der das wahre Sein der Ideen (s. d.) als ''auto kath' hauto, ontôs on''bestimmt (Phaedo 78 D, Parm. 129 A, K 9 B, D, 130 B etc.). Nach ARISTOTELES ist das im Begriff erfaßte Sein der Dinge (''to ti ên einai''), ihr Wesen, das ''kath' hauto,'' und dieses ''physei proteron'', das in Wirklichkeit Primäre, während es im erkennenden Bewußtsein (''pros hêmas'') das Spätere ist (Eth. Nic. I 3, 1096b 20). Die ''Stoiker'' unterscheiden ''kath' hauta – pros ti''. Die ''Scholastiker'' halten an der Aristotelischen Begriffsbestimmung des An-sich-seins fest. Sie wird erneuert von HEGEL, der unter »An-sich« die in sich betrachtete, unentfaltete Wesenheit im Unterschiede von der »Beziehung auf anderes« versteht, das »''Sein'' der Qualitat als solches« (Encykl. § 91). An-sich ist der Begriff (s. d.) in seiner »Unmittelbarkeit« (l.c. § 83). Die Eichel z.B. ist das An sich des Eichbaumes. »An-sich« – »Für-sich« – »An und-für-sich« bedeuten die drei Stadien des dialektischen Processes (s. d.). | ||
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Version vom 23. Juli 2026, 09:30 Uhr
An-sich-sein[1] = das Sein in seiner Unmittelbarkeit, Ursprünglichkeit, Absolutheit, Begrifflichkeit, Wesenhaftigkeit im Gegensatze zum beziehungsweisen Sein. Schon bei den Pythagoreern kommt der Begriff des kath' hauto, auto to henvor (ARISTOTELES, Met. I, 5). Dann bei PLATO, der das wahre Sein der Ideen (s. d.) als auto kath' hauto, ontôs onbestimmt (Phaedo 78 D, Parm. 129 A, K 9 B, D, 130 B etc.). Nach ARISTOTELES ist das im Begriff erfaßte Sein der Dinge (to ti ên einai), ihr Wesen, das kath' hauto, und dieses physei proteron, das in Wirklichkeit Primäre, während es im erkennenden Bewußtsein (pros hêmas) das Spätere ist (Eth. Nic. I 3, 1096b 20). Die Stoiker unterscheiden kath' hauta – pros ti. Die Scholastiker halten an der Aristotelischen Begriffsbestimmung des An-sich-seins fest. Sie wird erneuert von HEGEL, der unter »An-sich« die in sich betrachtete, unentfaltete Wesenheit im Unterschiede von der »Beziehung auf anderes« versteht, das »Sein der Qualitat als solches« (Encykl. § 91). An-sich ist der Begriff (s. d.) in seiner »Unmittelbarkeit« (l.c. § 83). Die Eichel z.B. ist das An sich des Eichbaumes. »An-sich« – »Für-sich« – »An und-für-sich« bedeuten die drei Stadien des dialektischen Processes (s. d.).
- ↑ Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 48. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001780085 Lizenz: Gemeinfrei