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„Minimaler Vokalismus“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 14:55 Uhr

[ minimaler Vokalismus ]

Bedeutungen:

[1] Linguistik: in der Theorie von Roman Jakobson der Teil des Konsonantismus, der im Spracherwerb zuerst gelernt wird, bei Aphasie als letzter verloren geht und in allen Sprachen der Welt vorhanden ist; er besteht in zwei Formen: entweder als linearer Vokalismus (in drei Öffnungsgraden: [a] – [e] – [i]) oder als Grunddreieck ([a] – [i] – [u])

Gegenwörter:

[1] minimaler Konsonantismus

Oberbegriffe:

[1] Vokalismus

Beispiele:

[1] „Jeder dieser beiden Prozesse führt zu einem System von drei Vokalen, und das ist zugleich der minimale Vokalismus, welchen die lebendigen Sprachen der Welt aufweisen.“[1]
[1] „Zunächst werden die in allen Sprachen zu findenden Oppositionen erworben (minimaler Konsonantismus/Vokalismus), später werden die sprachspezifischen Oppositionen erlernt.“[2]
[1] „Als erstes werden jenen Konsonanten und Vokale erworben, die allen lebendigen Sprachen der Welt gemeinsam sind (minimaler Konsonantismus, minimaler Vokalismus).“[3]
[1] „Zuerst werden die in allen Sprachen vorhandenen lautlichen Oppositionen erworben (minimaler Vokalismus und Konsonantismus) und dann die sprachspezifischen Oppositionen.“[4]
[1] „Jeder dieser beiden Prozesse führt zu einem System von drei Vokalen, das zugleich den minimalen Vokalismus darstellt.“[5]