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„Euphorbos“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 1. August 2026, 04:07 Uhr

Menelaos und Hektor kämpfen über dem Körper des Euphorbos. Euphorbos-Teller

Euphorbos (altgriechisch Εὔφορβος Eúphorbos, latinisiert Euphorbus) ist in der griechischen Mythologie der Sohn von Panthoos und der Phrontis.

Euphorbos kämpfte als tapferer Held im Trojanischen Krieg auf der Seite der Verteidiger. Seine Brüder sind Polydamas und Hyperenor. Er verwundete den von Apollon betäubten Patroklos, bevor dieser von Hektor getötet wurde. Im Kampf um Patroklos’ Leichnam fiel Euphorbos dann selbst durch die Hand des Menelaos[1]. In einigen Sagen tötet Euphorbos – und nicht Aeneas, Kyknos oder Hektor – den Protesilaos, der als Erster der Griechen trojanischen Boden betrat.

Auszug aus Homers Ilias (XVII) 17. Gesang (Tod des Euphorbos):[2]

„Um die Leiche des Patroklos zankten sich derweil mit den Waffen Euphorbos, der Trojaner, und Menelaos, der Atride. ‚Du sollst es mir büßen‘, rief jener, ‚dass du mir den Bruder Hyperenor erschlagen und sein Weib zur Witwe gemacht!‘ Und damit rannte er mit der Lanze gegen den Schild des Atriden an, aber die Eisenspitze bog sich. Nun erhob auch Menelaos die Lanze und bohrte sie dem Feinde mitten in den Schlund, dass die Spitze zum Genick herausdrang und sein zierlich gelocktes, mit Gold und Silber durchringeltes Haar vom Blute troff. So sank er in den Staub, unter dem Klirren seiner Waffen, deren ihn sofort Menelaos beraubte; und er hätte die Rüstung fortgetragen, wenn ihn nicht Apollon darum beneidet hätte. Dieser aber spornte den Hektor, in Gestalt des Mentes, des Fürsten der Kikonen, an, von den unsterblichen Rossen des Peliden, die Automedon entführte, als einer unerreichbaren Beute, abzulassen und sich wieder der Leiche des Euphorbos zuzuwenden. Er kehrte um, und plötzlich ward er des Fürsten Menelaos gewahr, wie er sich die herrliche Wehr des Euphorbos, über den blutenden Leichnam hingebückt, zueignete. Dieser vernahm den schmetternden Weheruf des trojanischen Helden und musste sich errötend gestehen, dass er dem mit seinen Troerscharen heranstürmenden Hektor nicht standhalten könne. So wich denn Menelaos, Leichnam und Rüstung zurücklassend, doch nur unwillig, schaute sich, zurückeilend, von Zeit zu Zeit um, stand still und suchte den großen Ajax in der Schlacht.“

Menelaos trug später den Schild des Euphorbos als Weihegeschenk zum Tempel der Hera nach Argos. Ebendort, so eine spätere Legende, habe Pythagoras von Samos, ein Anhänger der Seelenwanderungslehre, sich selbst beim Anblick des Schildes als Reinkarnation des Euphorbos erkannt.[3]

Reincarnation

Several sources from the 4th Century BCE onwards relate a tradition in which Euphorbus was the subject of reincarnation. These accounts often includes a story of someone who claimed that they used to be Euphorbus travelling to a temple and identifying an offering within as the shield that Euphorbus had used at Troy. Several versions also assert that the 6th century BCE philosopher Pythagoras claimed to be a reincarnation of Euphorbus.

The Roman author and grammarian Aulus Gellius states that it was well known that Pythagoras claimed to have been a reincarnation of Euphorbus and adds that Dicaearchus and Clearchus give further details of the chain of reincarnations claimed by Pythagoras.[4] The Greek sophist Philostratus also includes the story of Pythagoras' claim in his Life of Apollonius of Tyana.[5]

The poet Ovid includes both the details of verification via shield and the later reincarnation as Pythagoras in his epic poem Metamorphoses.[6] The 3rd century CE biographer Diogenes Laërtius reports this story in his Lives and Opinions of Eminent Philosophers, giving as a source the Greek philosopher Heraclides of Pontus. In this account Pythagoras claimed that Euphorbus was one reincarnation in a string of previous lives which began with the Argonaut Aethalides. Aethalides' father, Hermes, offered to grant him any wish except for immortality, and Aethalides therefore chose to be able to remember, even in death, everything that had happened to him. In this variant of the story after Aethalides had lived as Euphorbus he became Hermotimus, who, wishing to prove that he had previously been Euphorbus, travelled to the Temple of Apollo at Didyma, and pointed out the shield of Euphorbus which had been dedicated there by Menelaus.[7]

Although Heraclides is the earliest surviving source for the Pythagorean tradition, Walter Burkert suggests that the fact that the story is also known to Dicaearchus suggests that the tradition predates Heraclides, but nonetheless credits Heraclides with combining different independent traditions of euphorbian reincarnations.[8]


Literatur

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Homer, Ilias 16–17
  2. ↑ Gustav Schwab: Tod des Patroklos im Projekt Gutenberg-DE
  3. ↑ Bartel Leendert van der Waerden: Die Pythagoräer. Zürich/München 1979, ISBN 3-7608-3650-X, S. 55 f.
  4. ↑ Gellius. Attic Nights, 4.11.14
  5. ↑ Life of Apollonius of Tyana, 8.7.iv, online at Livius.org.
  6. ↑ Ovid. Metamorphoses, 15, 160–164.
  7. ↑ Diogenes Laërtius. Lives and Opinions of Eminent Philosophers, VIII, 4, online at Project Gutenberg
  8. ↑ Walter Burkert: Lore and Science in Ancient Pythagoreanism. Harvard University Press, 1972, S. 138–141.