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„Komödie“ – Versionsunterschied

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<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[komöd]] + [[-ie]] |</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Femininum">f.</abbr></span> </span>‘Lustspiel, Theater, in dem Lustspiele aufgeführt werden, erheiterndes Ereignis’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="frühneuhochdeutsch">frühnhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">comedy</span>'' (15. Jh.), entlehnt aus gleichbed. <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="lateinisch">lat.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">cōmoedia</span>'', <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">grie.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">kōmōdía</span>''.</p><p>Das <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">grie.</abbr> Hauptwort ist wohl Ableitung von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">grie.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">kōmōdós</span>''&nbsp;‘komischer Schauspieler’, auch ‘Lustspieldichter’, eigentlich ‘wer am Dionysosfest Spottlieder vorträgt’, einer Zusammensetzung aus&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">grie.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">kṓmos</span>''&nbsp;‘Gelage, Umzug, Festgesang’ und ''<span class="etymwb-mentioned">ōdós</span>''&nbsp;‘Sänger’, denn die griechische ''Komödie'' geht aus den ausgelassenen Umzügen und Gesängen zu Ehren des Weingottes [https://de.wikipedia.org/wiki/Dionysos Dionysos] hervor.</p><p>Im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="deutsch">Deutsch</abbr>werden zunächst (15. Jh.) diese klassischen, dann (16. Jh.) auch die deutschen Lustspiele ''<span class="etymwb-mentioned">Komödien</span>'' genannt; im 17./18. Jh. versteht man (unter Einfluß von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="französisch">frz.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">comédie</span>'') vielfach jedes Theaterstück sowie das Theater überhaupt darunter.</p><p>Übertragener Gebrauch ist seit dem 17. Jh. bezeugt.</p>

Aktuelle Version vom 19. Dezember 2023, 10:31 Uhr

komöd + -ie | f. ‘Lustspiel, Theater, in dem Lustspiele aufgeführt werden, erheiterndes Ereignis’, frühnhd. comedy (15. Jh.), entlehnt aus gleichbed. lat. cōmoedia, grie. kōmōdía.

Das grie. Hauptwort ist wohl Ableitung von grie. kōmōdós ‘komischer Schauspieler’, auch ‘Lustspieldichter’, eigentlich ‘wer am Dionysosfest Spottlieder vorträgt’, einer Zusammensetzung aus grie. kṓmos ‘Gelage, Umzug, Festgesang’ und ōdós ‘Sänger’, denn die griechische Komödie geht aus den ausgelassenen Umzügen und Gesängen zu Ehren des Weingottes Dionysos hervor.

Im Deutschwerden zunächst (15. Jh.) diese klassischen, dann (16. Jh.) auch die deutschen Lustspiele Komödien genannt; im 17./18. Jh. versteht man (unter Einfluß von frz. comédie) vielfach jedes Theaterstück sowie das Theater überhaupt darunter.

Übertragener Gebrauch ist seit dem 17. Jh. bezeugt.