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„Kumpan“ – Versionsunterschied

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<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[kump]] + [[-an]]</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Gefährte, Kamerad’, auch in Zusammensetzungen wie <span class="etymwb-mentioned">Trink-</span>,<span class="etymwb-mentioned">Saufkumpan</span>, wodurch ''<span class="etymwb-mentioned">Kumpan</span>'' wahrscheinlich einen pejorativen Sinn (in Richtung auf ‘Mittäter, Spießgeselle’) erhält.</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">kompān</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">kumpān</span>'' ‘Geselle, Genosse, Beisitzer einer städtischen Behörde’ geht zurück auf <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="spätlateinisch">spätlat.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">compānio</span>'' ‘Brot-, Speise-, Tischgenosse, Kamerad’ (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Kompagnon Kompagnon]).</p><p>Durch Vermittlung von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altfranzösisch">afrz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''compain''&nbsp;</span>findet der Ausdruck Eingang in die klassische <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> Dichtung, wird aber gegen Ende des 16. Jhs. selten. Am Ende des 18. Jhs. wird er in der Annahme, es handele sich um ein verschollenes <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="deutsch">dt.</abbr> Wort, von den Sprachreinigern bewußt und mit offensichtlichem Erfolg wiederbelebt.</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[Kump]] + [[-an]]</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Gefährte, Kamerad’, auch in Zusammensetzungen wie <span class="etymwb-mentioned">Trink-</span>,<span class="etymwb-mentioned">Saufkumpan</span>, wodurch ''<span class="etymwb-mentioned">Kumpan</span>'' wahrscheinlich einen pejorativen Sinn (in Richtung auf ‘Mittäter, Spießgeselle’) erhält.</p><p><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">kompān</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">kumpān</span>'' ‘Geselle, Genosse, Beisitzer einer städtischen Behörde’ geht zurück auf <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="spätlateinisch">spätlat.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">compānio</span>'' ‘Brot-, Speise-, Tischgenosse, Kamerad’ (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Kompagnon Kompagnon]).</p><p>Durch Vermittlung von <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altfranzösisch">afrz.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''compain''&nbsp;</span>findet der Ausdruck Eingang in die klassische <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> Dichtung, wird aber gegen Ende des 16. Jhs. selten. Am Ende des 18. Jhs. wird er in der Annahme, es handele sich um ein verschollenes <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="deutsch">dt.</abbr> Wort, von den Sprachreinigern bewußt und mit offensichtlichem Erfolg wiederbelebt.</p>

Aktuelle Version vom 20. Dezember 2023, 15:22 Uhr

Kump + -an m. ‘Gefährte, Kamerad’, auch in Zusammensetzungen wie Trink-,Saufkumpan, wodurch Kumpan wahrscheinlich einen pejorativen Sinn (in Richtung auf ‘Mittäter, Spießgeselle’) erhält.

Mhd. kompān, kumpān ‘Geselle, Genosse, Beisitzer einer städtischen Behörde’ geht zurück auf spätlat. compānio ‘Brot-, Speise-, Tischgenosse, Kamerad’ (s. Kompagnon).

Durch Vermittlung von afrz. compain findet der Ausdruck Eingang in die klassische mhd. Dichtung, wird aber gegen Ende des 16. Jhs. selten. Am Ende des 18. Jhs. wird er in der Annahme, es handele sich um ein verschollenes dt. Wort, von den Sprachreinigern bewußt und mit offensichtlichem Erfolg wiederbelebt.