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„Bedarf“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ bedarf; ¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/terp- *terp-]</em>"befriedigen, zufriedenstellen"<em class="Latinx mention" lang="ine-pro">; </em>uig<abbr title="indoeuropäisch">.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''terp''-</span>, <span class="etymwb-mentioned">*''trep''-</span> ‘sich sättigen, genießen’; Wortfamilie zu derb, darf, dürftig, bedürfen, darben;<br></p><p style="text-align: justify;" ><span style="font-size: 12pt;" >¦∅¦ Dinge, Mittel, derer man bedarf; ‘Erfordernis, Nachfrage’; ‘Notdurf, Mangel’; gesteigert ⇒ Bedürfniß, Bedürfnisse;</span></p><p>¦⊕¦Bedarf ist nicht bedingt bewußt und so könnte trotz Bedarf keine Anfrage erfolgen oder Nachfrage bestehen; Mangel ist kein brauchbares Ersatzwort für Bedarf, da es von der Wortwurzel her Bedarf aufgrund (körperlicher) Behinderung ist;</p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ ¦↵¦&nbsp;<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Erfordernis, Nachfrage’, das die gleiche Ablautstufe wie der Singular des präterital gebildeten Präsens von ''<span class="etymwb-mentioned">bedürfen</span>'' aufweist, wird im 16. Jh. aus <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">bedarf</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">bederf</span>'' ‘Notdurf, Mangel’ ins <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="hochdeutsch">Hd.</abbr> übernommen. Anfangs nur in der Kanzleisprache üblich, setzt sich <span class="etymwb-mentioned">Bedarf</span> im 18. Jh. als Ausdruck der Handelssprache im Sinne von ‘Dinge, derer man bedarf’ allgemein gegenüber der alten Bedeutung ‘Mangel’ durch.;</p>
<p style="text-align: justify;" >¦∑¦ [[bedarf]]; ¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/terp- *terp-]</em>"befriedigen, zufriedenstellen"<em class="Latinx mention" lang="ine-pro">; </em>uig<abbr title="indoeuropäisch">.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">*''terp''-</span>, <span class="etymwb-mentioned">*''trep''-</span> ‘sich sättigen, genießen’; Wortfamilie zu derb, darf, dürftig, bedürfen, darben;<br></p><p style="text-align: justify;" ><span style="font-size: 12pt;" >¦∅¦ Dinge, Mittel, derer man bedarf; ‘Erfordernis, Nachfrage’; ‘Notdurf, Mangel’; gesteigert ⇒ Bedürfniß, Bedürfnisse;</span></p><p>¦⊕¦Bedarf ist nicht bedingt bewußt und so könnte trotz Bedarf keine Anfrage erfolgen oder Nachfrage bestehen; Mangel ist kein brauchbares Ersatzwort für Bedarf, da es von der Wortwurzel her Bedarf aufgrund (körperlicher) Behinderung ist;</p><p style="text-align: justify;" >¦⊗¦ ¦↵¦&nbsp;<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Erfordernis, Nachfrage’, das die gleiche Ablautstufe wie der Singular des präterital gebildeten Präsens von ''<span class="etymwb-mentioned">bedürfen</span>'' aufweist, wird im 16. Jh. aus <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">bedarf</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">bederf</span>'' ‘Notdurf, Mangel’ ins <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="hochdeutsch">Hd.</abbr> übernommen. Anfangs nur in der Kanzleisprache üblich, setzt sich <span class="etymwb-mentioned">Bedarf</span> im 18. Jh. als Ausdruck der Handelssprache im Sinne von ‘Dinge, derer man bedarf’ allgemein gegenüber der alten Bedeutung ‘Mangel’ durch.;</p>

Aktuelle Version vom 21. Dezember 2023, 16:55 Uhr

¦∑¦ bedarf; ¦√¦ uig. *terp-"befriedigen, zufriedenstellen"; uig. *terp-, *trep- ‘sich sättigen, genießen’; Wortfamilie zu derb, darf, dürftig, bedürfen, darben;

¦∅¦ Dinge, Mittel, derer man bedarf; ‘Erfordernis, Nachfrage’; ‘Notdurf, Mangel’; gesteigert ⇒ Bedürfniß, Bedürfnisse;

¦⊕¦Bedarf ist nicht bedingt bewußt und so könnte trotz Bedarf keine Anfrage erfolgen oder Nachfrage bestehen; Mangel ist kein brauchbares Ersatzwort für Bedarf, da es von der Wortwurzel her Bedarf aufgrund (körperlicher) Behinderung ist;

¦⊗¦ ¦↵¦ m. ‘Erfordernis, Nachfrage’, das die gleiche Ablautstufe wie der Singular des präterital gebildeten Präsens von bedürfen aufweist, wird im 16. Jh. aus mnd. bedarf, bederf ‘Notdurf, Mangel’ ins Hd. übernommen. Anfangs nur in der Kanzleisprache üblich, setzt sich Bedarf im 18. Jh. als Ausdruck der Handelssprache im Sinne von ‘Dinge, derer man bedarf’ allgemein gegenüber der alten Bedeutung ‘Mangel’ durch.;