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„Genuß“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" >[[genuß]] | genieß | ''<span class="etymwb-mentioned">Genüß, Genuß&nbsp;</span>''<span class="etymwb-mentioned">tritt an die Stelle des älteren </span>''<span class="etymwb-mentioned">Genieß; ‘Nutzung, Vorteil’, ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’;</span>''</p><p style="text-align: justify;" >''&nbsp;''‘was Freude, Wohlbehagen, tiefe Befriedigung bereitet’, enger (nur im Sing., den Vorgang bezeichnend) ‘Nahrungsaufnahme’.</p><p>Der vom Tw.&nbsp;''genießen ''abgeleitet Begriff&nbsp;<abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genuʒ</span>'' (13. Jh.?, Hs. aber 15. Jh., vgl. außerdem <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genüt</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">genütte</span>'' ‘Nutzung, Vorteil’, <abbr title="spätmittelniederländisch">spätmnl.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ghenot</span>'' ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’), tritt seit Anfang des 17. Jhs. an die Stelle des älteren Deverbativums <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genieʒ</span>'', <abbr title="neuhochdeutsch">nhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">Genieß</span>'' (dieses ist im 18. Jh. noch lebendig, daneben um 1700 ''<span class="etymwb-mentioned">Genüß</span>'', wohl durch Vermischung beider Lautungen), zunächst in dessen Bedeutung ‘Nutznießung, Nutzen, Gewinn’, die die Wendung ''<span class="etymwb-mentioned">in den Genuß einer Sache kommen</span>'' ‘Gelegenheit bekommen, über eine Sache zum eigenen Vorteil, Nutzen zu verfügen’ bis heute bewahrt. Der moderne Gebrauch setzt im 18. Jh. ein. ;</p><p>¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">*newd- "ergreifen, erfreuen, erfangen"</em>;</p>
<p style="text-align: justify;" >Nf. [[Genieß]] | ''<span class="etymwb-mentioned">Genüß, Genuß&nbsp;</span>''<span class="etymwb-mentioned">tritt an die Stelle des älteren </span>''<span class="etymwb-mentioned">Genieß; ‘Nutzung, Vorteil’, ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’;</span>''</p><p style="text-align: justify;" >''&nbsp;''‘was Freude, Wohlbehagen, tiefe Befriedigung bereitet’, enger (nur im Sing., den Vorgang bezeichnend) ‘Nahrungsaufnahme’.</p><p>Der vom Tw.&nbsp;''genießen ''abgeleitet Begriff&nbsp;<abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genuʒ</span>'' (13. Jh.?, Hs. aber 15. Jh., vgl. außerdem <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genüt</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">genütte</span>'' ‘Nutzung, Vorteil’, <abbr title="spätmittelniederländisch">spätmnl.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ghenot</span>'' ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’), tritt seit Anfang des 17. Jhs. an die Stelle des älteren Deverbativums <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">genieʒ</span>'', <abbr title="neuhochdeutsch">nhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">Genieß</span>'' (dieses ist im 18. Jh. noch lebendig, daneben um 1700 ''<span class="etymwb-mentioned">Genüß</span>'', wohl durch Vermischung beider Lautungen), zunächst in dessen Bedeutung ‘Nutznießung, Nutzen, Gewinn’, die die Wendung ''<span class="etymwb-mentioned">in den Genuß einer Sache kommen</span>'' ‘Gelegenheit bekommen, über eine Sache zum eigenen Vorteil, Nutzen zu verfügen’ bis heute bewahrt. Der moderne Gebrauch setzt im 18. Jh. ein. ;</p><p>¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">*newd- "ergreifen, erfreuen, erfangen"</em>;</p>

Aktuelle Version vom 22. Dezember 2023, 16:48 Uhr

Nf. Genieß | Genüß, Genuß tritt an die Stelle des älteren Genieß; ‘Nutzung, Vorteil’, ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’;

 ‘was Freude, Wohlbehagen, tiefe Befriedigung bereitet’, enger (nur im Sing., den Vorgang bezeichnend) ‘Nahrungsaufnahme’.

Der vom Tw. genießen abgeleitet Begriff mhd. genuʒ (13. Jh.?, Hs. aber 15. Jh., vgl. außerdem mnd. genüt, genütte ‘Nutzung, Vorteil’, spätmnl. ghenot ‘Ertrag, Vorteil, Gewinn’), tritt seit Anfang des 17. Jhs. an die Stelle des älteren Deverbativums mhd. genieʒ, nhd. Genieß (dieses ist im 18. Jh. noch lebendig, daneben um 1700 Genüß, wohl durch Vermischung beider Lautungen), zunächst in dessen Bedeutung ‘Nutznießung, Nutzen, Gewinn’, die die Wendung in den Genuß einer Sache kommen ‘Gelegenheit bekommen, über eine Sache zum eigenen Vorteil, Nutzen zu verfügen’ bis heute bewahrt. Der moderne Gebrauch setzt im 18. Jh. ein. ;

¦√¦ uig. *newd- "ergreifen, erfreuen, erfangen";