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<p>Voraus gehen Wessfall-Fügungen wie mhd. ''in'' ''zornes'' ''wīs'', ''in'' ''regenes'' ''wīs''. In älterer Sprache wird überwiegend die kurze, e-lose Form verwendet.</p> | <p>Voraus gehen Wessfall-Fügungen wie mhd. ''in'' ''zornes'' ''wīs'', ''in'' ''regenes'' ''wīs''. In älterer Sprache wird überwiegend die kurze, e-lose Form verwendet.</p> | ||
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== - | == -weise<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1464. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000528951; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1464 1464]; Kategorien: [http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</ref> == | ||
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* das vorige Wort, | |||
** so fern es in Zusammensetzungen gebraucht wird, | |||
* Adverbia zu bilden, | |||
** eine Art und Weise zu bezeichnen, | |||
*** welche durch das vorhergehende Wort näher bestimmt wird. | |||
**** Scherzweise, als im Scherze; | |||
**** haufenweise, in Haufen; | |||
**** wechselsweise, auf eine abwechselnde Weise; | |||
**** stufenweise, | |||
**** bittweise, in Gestalt einer Bitte; | |||
**** kreuzweise, in Gestalt eines Kreuzes; | |||
**** den Wein nur faßweise verkaufen, in Fässern; | |||
**** paarweise gehen, in Paaren, | |||
**** u.s.f. | |||
** Die härtere Oberdeutsche Mundart, | |||
*** welche das mildernde [[-e]] scheuet, verheißet es auch hier, | |||
*** und spricht | |||
**** scherzweis, herdenweis | |||
**** u.s.f. | |||
* Das Substantivum | |||
** kann in diesen Zusammensetzungen nur Adverbia bilden, | |||
*** daher es ganz wider die Analogie ist, | |||
*** wenn einige solche Wörter als Adjectiva gebrauchen wollen; | |||
**** ein eimerweiser Verkauf, für ein Verkauf nach Eimern. | |||
** Was | |||
*** wahre Zusammensetzungen sind, | |||
*** oder getheilt geschrieben werden muß, | |||
**** muß aus der Sprachlehre erlernet werden. | |||
*** So kann z.B. thörichter Weise nicht thörichterweise geschrieben werden, | |||
**** weil das bestimmende Wort seine völligen Biegungszeichen hat, | |||
***** daher auch Weise noch seine ganze substantivische Gestalt unverletzt behalten muß. | |||
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Version vom 26. Dezember 2023, 16:21 Uhr
-weise | Weise | ahd. wīsa, mhd. wīs(e), eigentlich "Aussehen, Erscheinungsform", zu wissen.
als Wortbildungsendung, ergiebig seit dem 16. Jh.; anfangs noch in getrennter Schreibung; vgl. legation weiß, erzweis (16. Jh.), dutzet weise, gesprächweiß (17. Jh.).
in jeweils der dem Bestimmungswort genannten Eigenschaft, Eigenheit, Vorgehensweise, Vorgabe ..., der Beschaffenheit, dem Merkmal, oder derem Wissen nach so zu sein, tun, haben, werden (ndt.)
Voraus gehen Wessfall-Fügungen wie mhd. in zornes wīs, in regenes wīs. In älterer Sprache wird überwiegend die kurze, e-lose Form verwendet.
-weise[1]
[2]-weise,
- das vorige Wort,
- so fern es in Zusammensetzungen gebraucht wird,
- Adverbia zu bilden,
- eine Art und Weise zu bezeichnen,
- welche durch das vorhergehende Wort näher bestimmt wird.
- Scherzweise, als im Scherze;
- haufenweise, in Haufen;
- wechselsweise, auf eine abwechselnde Weise;
- stufenweise,
- bittweise, in Gestalt einer Bitte;
- kreuzweise, in Gestalt eines Kreuzes;
- den Wein nur faßweise verkaufen, in Fässern;
- paarweise gehen, in Paaren,
- u.s.f.
- welche durch das vorhergehende Wort näher bestimmt wird.
- Die härtere Oberdeutsche Mundart,
- welche das mildernde -e scheuet, verheißet es auch hier,
- und spricht
- scherzweis, herdenweis
- u.s.f.
- eine Art und Weise zu bezeichnen,
- Das Substantivum
- kann in diesen Zusammensetzungen nur Adverbia bilden,
- daher es ganz wider die Analogie ist,
- wenn einige solche Wörter als Adjectiva gebrauchen wollen;
- ein eimerweiser Verkauf, für ein Verkauf nach Eimern.
- Was
- wahre Zusammensetzungen sind,
- oder getheilt geschrieben werden muß,
- muß aus der Sprachlehre erlernet werden.
- So kann z.B. thörichter Weise nicht thörichterweise geschrieben werden,
- weil das bestimmende Wort seine völligen Biegungszeichen hat,
- daher auch Weise noch seine ganze substantivische Gestalt unverletzt behalten muß.
- weil das bestimmende Wort seine völligen Biegungszeichen hat,
- kann in diesen Zusammensetzungen nur Adverbia bilden,
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1464. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000528951; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1464; Kategorien: Lexikalischer Artikel
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