„l“ – Versionsunterschied
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<p>Phö. 12 𐤋 lamd, Lamed</p><p>Ara. 12 ל Lamed</p><p>Gri. 11 Λ, λ [https://de.wikipedia.org/wiki/Lambda Lambda] (λάμβδα)</p><p>Etr.</p><p>Lat. 12 [https://de.wikipedia.org/wiki/L L, l]</p><p>Rune 21. ᛚ [https://de.wikipedia.org/wiki/Laguz laguz] „Wasser, See“ oder laukaz „Lauch“ l</p><p>Dt. 12 [https://de.wikipedia.org/wiki/L L, l]</p> | |||
*Ursprung | |||
**[https://de.wikipedia.org/wiki/Lamed Lamed] ist ein Konsonant, der sich vermutlich von der Darstellung eines Hirtenstabes oder Zepters herleitet. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe [https://de.wikipedia.org/wiki/Lambda Lambda]. Lateinische Entsprechung: [https://de.wikipedia.org/wiki/L L]. | |||
**Die Etrusker übernahmen von den Griechen noch die archaische Form mit Ansatz und verwendeten sie weiter. Diese Form wurde auch von den Römern übernommen. Nachdem die Schreibrichtung des Lateinischen wechselte, wurde das L nach rechts orientiert, ansonsten aber ohne Änderungen beibehalten. | |||
**„… ein laut der mit l und den nasalen m und n zusammen die gruppe der flüssigen (semivocales) bildet. es ist die jüngere modification des r-lautes, weshalb wir sehen, dasz ihm in den urverwandten sprachen theils, und zwar in der europäischen gruppe derselben, ein l, theils, in den asiatischen gliedern, die hier den ältern laut bewahrten, vielfach ein r entspricht…“ – Grimmsches Wörterbuch<sup>[1]</sup> | |||
***Heute wird bezweifelt, dass das r statt l in den östlichen (bei Grimm: „asiatischen“) [https://de.wikipedia.org/wiki/Indoeurop%C3%A4ische_Sprachfamilie indogermanischen Sprachen] den älteren Lautstand widerspiegelt und sich somit im Indogermanischen das l aus r entwickelt habe. Laut Hans Krahe (''Indogermanische Sprachwissenschaft.'' 6. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1985, S. 87) ist vielmehr umgekehrt das indogermanische l im Altindischen zu r geworden. | |||
**'''Laguz''' (ᛚ) ist die einundzwanzigste [https://de.wikipedia.org/wiki/Rune Rune] des älteren [https://de.wikipedia.org/wiki/Futhark Futhark] und die fünfzehnte Rune des [https://de.wikipedia.org/wiki/Runen#Das_j%C3%BCngere_Futhark:_Die_altnordische_Runenreihe altnordischen Runenalphabets]<sup>[1]</sup> mit dem Lautwert l. Der rekonstruierte [https://de.wikipedia.org/wiki/Urgermanisch urgermanische] Name bedeutet „Wasser“ oder „See“.<sup>[2]</sup> Er erscheint in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Runengedicht Runengedichten] als [https://de.wikipedia.org/wiki/Altnordisch altnordisch] ''lǫgr'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Altenglisch altenglisch] ''lagu'' bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gotische_Sprache gotisch] ''laaz''.<sup>[3]</sup> | |||
***'''*Laguz''' or '''*Laukaz''' is the reconstructed [https://en.wikipedia.org/wiki/Proto-Germanic Proto-Germanic] name of the ''l''-[https://en.wikipedia.org/wiki/Rune rune] ᛚ, ''*laguz'' meaning "[https://en.wikipedia.org/wiki/Water water]" or "[https://en.wikipedia.org/wiki/Lake lake]" and ''*laukaz'' meaning "[https://en.wikipedia.org/wiki/Leek leek]". In the [https://en.wikipedia.org/wiki/Old_English_language Anglo-Saxon] [https://en.wikipedia.org/wiki/Rune_poem rune poem], it is called ''lagu'' "[https://en.wikipedia.org/wiki/Ocean ocean]". In the [https://en.wikipedia.org/wiki/Younger_Futhark Younger Futhark], the rune is called ''lögr'' "[https://en.wikipedia.org/wiki/Waterfall waterfall]" in Icelandic and ''logr'' "water" in Norse. | |||
***The corresponding [https://en.wikipedia.org/wiki/Gothic_alphabet Gothic letter] is 𐌻 ''l'', named ''lagus''. The rune is identical in shape to the letter ''l'' in the [https://en.wikipedia.org/wiki/Raetic_alphabet Raetic alphabet]. | |||
*Verwendung | |||
**L ist ein tönender Gleite- oder Fließlaut (eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Liquida Liquida]), ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonorant Sonorant] und als solcher so nahe mit den [https://de.wikipedia.org/wiki/Vokal Vokalen] verwandt, dass er sogar wie ein Vokal [https://de.wikipedia.org/wiki/Silbe silbenbildend] auftreten kann, beispielsweise in dem deutschen Wort ''Handel'' (sprich handl). Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Bairisch Bairischen] wird es auch so geschrieben: z. B. ''Seidl''. Man kann je nach Stellung der Zunge Folgendes unterscheiden: | |||
***Das '''dentale''' oder '''alveolare l''' ist im Deutschen und den meisten Sprachen die gewöhnlichste Art des l. Wie das entsprechende r wird es einfach durch Anlegung der Zungenspitze an das hintere [https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnfleisch Zahnfleisch] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Zahn Oberzähne] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnfach Zahnfächern]) gebildet. Man kann zwischen einem hellen und einem dunklen '''l''' unterscheiden. Ein helles '''l''' entsteht durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Palatalisierung Palatalisierung], während ein dunkles '''l''' durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Velarisierung Velarisierung] gebildet werden kann. | |||
***Das '''dorsale''' oder '''mouillierte l''' wird durch Annäherung des Zungenrückens an den harten [https://de.wikipedia.org/wiki/Gaumen Gaumen] mit gleichzeitiger Herabbiegung der Zungenspitze gebildet, ihm tönt ein j nach. Dieses l findet sich im [https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Sprache Spanischen] als ll (beispielsweise in ''Melilla'' oder in ''Llano''), im [https://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Sprache Italienischen] als gl, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Portugiesische_Sprache Portugiesischen] als lh. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Slawische_Sprachen Slawischen] entspricht dieser Laut der weichen Variante des Lautes '''l'''. | |||
**Allen Arten des „l“ ist gemeinsam, dass die Zungenspitze den Mund nach vorne zu in der Mitte absperrt, genau wie bei der Bildung von „d“ und „t“, während die Luft seitwärts an den beiden [https://de.wikipedia.org/wiki/Wange Wangen] entlang vorbeistreicht. | |||
**In Spanish, ⟨ll⟩ represents [ʎ], [j], [ʝ], [ɟʝ], or [ʃ], depending on dialect. | |||
**The ancient [https://en.wikipedia.org/wiki/Alexandrine_grammarians grammarians] and dramatists give evidence to the pronunciation as [https://en.wikipedia.org/wiki/Help:IPA/Greek [laːbdaː]] (λάβδα) in Classical Greek times. | |||
**siehe Verwendung [https://de.wikipedia.org/wiki/Lambda Lambda] | |||
== l, L == | == l, L == | ||
<div class="zenoCOAdRight"><ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-1853 [1853]]</ref>'''L''', der zwölfte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher der zweyte unter den Zungenbuchstaben ist, und entstehet, wenn unter der Ausstoßung des Hauches der vordere Theil der Zunge an die obere Reihe Zähne geleget wird. Er ist zugleich der erste unter den so genannten flüssigen Buchstaben, welche von andern Halblaute genannt werden. Daß er als ein solcher, wenn er am Ende einer Sylbe einfach stehet, und folglich einen gedehnten Selbstlaut vor sich hat, oft noch ein h annimmt, ist schon bey diesem Buchstaben bemerket worden. S. H 2.</div><p class="zenoPLm4n0">L und [[r]], zwey sehr nahe verwandte Buchstaben, werden in allen Sprachen sehr häufig mit einander verwechselt; eine Anmerkung, welche bey der Ableitung der Wörter nicht aus den Augen gesetzet werden darf. So sagen die Franzosen für ''Ulmus, Orme,'' die Italiäner, Franzosen und Deutsche für ''Peregrinus, Pelegrino, Pelerin,'' Pilgrim, die mittlern Lateiner für Herberge, ''Alberga,'' die Deutschen für ''Prunum,'' Pflaume, die Schweizer für Kirche, Kilche u.s.f. Ja selbst im Hochdeutschen werden von einigen Balbier und Barbier, Brocken und Blocksberg, Schrittschuhe und Schlittschuhe, Masern und Maseln u.s.f. fast ohne Unterschied gebraucht. S. auch die Endsylben -el und -er, welche sehr häufig für einander gesetzt werden. Es gibt Personen, ja ganze Völkerschaften, welchen das r auszusprechen unmöglich ist, und diese pflegen alsdann gern ein l an dessen Statt hören zu lassen. S. Lallen.</p><p class="zenoPLm4n0">Da dieser Buchstab seiner Natur nach sehr leicht auszusprechen ist, so schleicht er sich besonders im Niedersächsischen sehr häufig in manche Wörter ein, ohne daß man einen andern Grund angeben kann, als etwa die Annehmlichkeit der Aussprache. Man sagt daselbst Sadeltied, und zusammen gezogen Saeltied für Sadetied, Saatzeit, Sieldöre, für Sieddöre, Seitenthüre, Schadeltied, Schaeltied, für Schadetied, Leichzeit u.s.f.</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1853.</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Permalink:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/nid/20000285099 http://www.zeno.org/nid/20000285099]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Lizenz:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Faksimiles:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-1853 1853]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Kategorien:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</div></div></div> | <div class="zenoCOAdRight"> <ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-1853 [1853]]</ref> '''L''', der zwölfte Buchstab des Deutschen Alphabetes, welcher der zweyte unter den Zungenbuchstaben ist, und entstehet, wenn unter der Ausstoßung des Hauches der vordere Theil der Zunge an die obere Reihe Zähne geleget wird. Er ist zugleich der erste unter den so genannten flüssigen Buchstaben, welche von andern Halblaute genannt werden. Daß er als ein solcher, wenn er am Ende einer Sylbe einfach stehet, und folglich einen gedehnten Selbstlaut vor sich hat, oft noch ein h annimmt, ist schon bey diesem Buchstaben bemerket worden. S. H 2.</div> | ||
<p class="zenoPLm4n0">L und [[r]], zwey sehr nahe verwandte Buchstaben, werden in allen Sprachen sehr häufig mit einander verwechselt; eine Anmerkung, welche bey der Ableitung der Wörter nicht aus den Augen gesetzet werden darf. So sagen die Franzosen für ''Ulmus, Orme,'' die Italiäner, Franzosen und Deutsche für ''Peregrinus, Pelegrino, Pelerin,'' Pilgrim, die mittlern Lateiner für Herberge, ''Alberga,'' die Deutschen für ''Prunum,'' Pflaume, die Schweizer für Kirche, Kilche u.s.f. Ja selbst im Hochdeutschen werden von einigen Balbier und Barbier, Brocken und Blocksberg, Schrittschuhe und Schlittschuhe, Masern und Maseln u.s.f. fast ohne Unterschied gebraucht. S. auch die Endsylben -el und -er, welche sehr häufig für einander gesetzt werden. Es gibt Personen, ja ganze Völkerschaften, welchen das r auszusprechen unmöglich ist, und diese pflegen alsdann gern ein l an dessen Statt hören zu lassen. S. Lallen.</p> | |||
<p class="zenoPLm4n0">Da dieser Buchstab seiner Natur nach sehr leicht auszusprechen ist, so schleicht er sich besonders im Niedersächsischen sehr häufig in manche Wörter ein, ohne daß man einen andern Grund angeben kann, als etwa die Annehmlichkeit der Aussprache. Man sagt daselbst Sadeltied, und zusammen gezogen Saeltied für Sadetied, Saatzeit, Sieldöre, für Sieddöre, Seitenthüre, Schadeltied, Schaeltied, für Schadetied, Leichzeit u.s.f.</p></div> | |||
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Aktuelle Version vom 30. Dezember 2023, 18:15 Uhr
l
Phö. 12 𐤋 lamd, Lamed
Ara. 12 ל Lamed
Gri. 11 Λ, λ Lambda (λάμβδα)
Etr.
Lat. 12 L, l
Rune 21. ᛚ laguz „Wasser, See“ oder laukaz „Lauch“ l
Dt. 12 L, l
- Ursprung
- Lamed ist ein Konsonant, der sich vermutlich von der Darstellung eines Hirtenstabes oder Zepters herleitet. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Lambda. Lateinische Entsprechung: L.
- Die Etrusker übernahmen von den Griechen noch die archaische Form mit Ansatz und verwendeten sie weiter. Diese Form wurde auch von den Römern übernommen. Nachdem die Schreibrichtung des Lateinischen wechselte, wurde das L nach rechts orientiert, ansonsten aber ohne Änderungen beibehalten.
- „… ein laut der mit l und den nasalen m und n zusammen die gruppe der flüssigen (semivocales) bildet. es ist die jüngere modification des r-lautes, weshalb wir sehen, dasz ihm in den urverwandten sprachen theils, und zwar in der europäischen gruppe derselben, ein l, theils, in den asiatischen gliedern, die hier den ältern laut bewahrten, vielfach ein r entspricht…“ – Grimmsches Wörterbuch[1]
- Heute wird bezweifelt, dass das r statt l in den östlichen (bei Grimm: „asiatischen“) indogermanischen Sprachen den älteren Lautstand widerspiegelt und sich somit im Indogermanischen das l aus r entwickelt habe. Laut Hans Krahe (Indogermanische Sprachwissenschaft. 6. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1985, S. 87) ist vielmehr umgekehrt das indogermanische l im Altindischen zu r geworden.
- Laguz (ᛚ) ist die einundzwanzigste Rune des älteren Futhark und die fünfzehnte Rune des altnordischen Runenalphabets[1] mit dem Lautwert l. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Wasser“ oder „See“.[2] Er erscheint in den Runengedichten als altnordisch lǫgr, altenglisch lagu bzw. gotisch laaz.[3]
- *Laguz or *Laukaz is the reconstructed Proto-Germanic name of the l-rune ᛚ, *laguz meaning "water" or "lake" and *laukaz meaning "leek". In the Anglo-Saxon rune poem, it is called lagu "ocean". In the Younger Futhark, the rune is called lögr "waterfall" in Icelandic and logr "water" in Norse.
- The corresponding Gothic letter is 𐌻 l, named lagus. The rune is identical in shape to the letter l in the Raetic alphabet.
- Verwendung
- L ist ein tönender Gleite- oder Fließlaut (eine Liquida), ein Sonorant und als solcher so nahe mit den Vokalen verwandt, dass er sogar wie ein Vokal silbenbildend auftreten kann, beispielsweise in dem deutschen Wort Handel (sprich handl). Im Bairischen wird es auch so geschrieben: z. B. Seidl. Man kann je nach Stellung der Zunge Folgendes unterscheiden:
- Das dentale oder alveolare l ist im Deutschen und den meisten Sprachen die gewöhnlichste Art des l. Wie das entsprechende r wird es einfach durch Anlegung der Zungenspitze an das hintere Zahnfleisch der Oberzähne (Zahnfächern) gebildet. Man kann zwischen einem hellen und einem dunklen l unterscheiden. Ein helles l entsteht durch Palatalisierung, während ein dunkles l durch Velarisierung gebildet werden kann.
- Das dorsale oder mouillierte l wird durch Annäherung des Zungenrückens an den harten Gaumen mit gleichzeitiger Herabbiegung der Zungenspitze gebildet, ihm tönt ein j nach. Dieses l findet sich im Spanischen als ll (beispielsweise in Melilla oder in Llano), im Italienischen als gl, im Portugiesischen als lh. Im Slawischen entspricht dieser Laut der weichen Variante des Lautes l.
- Allen Arten des „l“ ist gemeinsam, dass die Zungenspitze den Mund nach vorne zu in der Mitte absperrt, genau wie bei der Bildung von „d“ und „t“, während die Luft seitwärts an den beiden Wangen entlang vorbeistreicht.
- In Spanish, ⟨ll⟩ represents [ʎ], [j], [ʝ], [ɟʝ], or [ʃ], depending on dialect.
- The ancient grammarians and dramatists give evidence to the pronunciation as [laːbdaː] (λάβδα) in Classical Greek times.
- siehe Verwendung Lambda
- L ist ein tönender Gleite- oder Fließlaut (eine Liquida), ein Sonorant und als solcher so nahe mit den Vokalen verwandt, dass er sogar wie ein Vokal silbenbildend auftreten kann, beispielsweise in dem deutschen Wort Handel (sprich handl). Im Bairischen wird es auch so geschrieben: z. B. Seidl. Man kann je nach Stellung der Zunge Folgendes unterscheiden:
l, L
L und r, zwey sehr nahe verwandte Buchstaben, werden in allen Sprachen sehr häufig mit einander verwechselt; eine Anmerkung, welche bey der Ableitung der Wörter nicht aus den Augen gesetzet werden darf. So sagen die Franzosen für Ulmus, Orme, die Italiäner, Franzosen und Deutsche für Peregrinus, Pelegrino, Pelerin, Pilgrim, die mittlern Lateiner für Herberge, Alberga, die Deutschen für Prunum, Pflaume, die Schweizer für Kirche, Kilche u.s.f. Ja selbst im Hochdeutschen werden von einigen Balbier und Barbier, Brocken und Blocksberg, Schrittschuhe und Schlittschuhe, Masern und Maseln u.s.f. fast ohne Unterschied gebraucht. S. auch die Endsylben -el und -er, welche sehr häufig für einander gesetzt werden. Es gibt Personen, ja ganze Völkerschaften, welchen das r auszusprechen unmöglich ist, und diese pflegen alsdann gern ein l an dessen Statt hören zu lassen. S. Lallen.
Da dieser Buchstab seiner Natur nach sehr leicht auszusprechen ist, so schleicht er sich besonders im Niedersächsischen sehr häufig in manche Wörter ein, ohne daß man einen andern Grund angeben kann, als etwa die Annehmlichkeit der Aussprache. Man sagt daselbst Sadeltied, und zusammen gezogen Saeltied für Sadetied, Saatzeit, Sieldöre, für Sieddöre, Seitenthüre, Schadeltied, Schaeltied, für Schadetied, Leichzeit u.s.f.