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„heißen“ – Versionsunterschied

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<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[heiß]] + [[-en]]</span> <span class="etymwb-gramgrp">Vb. Die Grundbedeutung des <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="germanisch">germ.</abbr> Verbs scheint ‘jmdn. heißen, befehlen, (her)rufen, einladen’, auch ‘versprechen’ und ‘mit Namen rufen’ zu sein.</span></span>
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[Heiß]], eigtl. [[heiʒ]] + [[-en]]</span> <span class="etymwb-gramgrp">Vb. Die Grundbedeutung des <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="germanisch">germ.</abbr> Verbs scheint ‘jmdn. heißen, befehlen, (her)rufen, einladen’, auch ‘versprechen’ und ‘mit Namen rufen’ zu sein.</span></span>


‘genannt werden, den Namen haben, nennen, gebieten, einen bestimmten Sinn haben, bedeuten’.  
‘genannt werden, den Namen haben, nennen, gebieten, einen bestimmten Sinn haben, bedeuten’.  
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Das ehemals reduplizierende Verb  
Das ehemals reduplizierende Verb  


* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">heiʒan</span> ‘(be)nennen, rufen, befehlen, auffordern’ (8. Jh.),  
* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">[[heiʒan]]</span> ‘(be)nennen, rufen, befehlen, auffordern’ (8. Jh.),  
* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">heiʒen</span>,  
* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">heiʒen</span>,  
* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch">asächs.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">hētan</span>,  
* <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="altsächsisch">asächs.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">hētan</span>,  

Aktuelle Version vom 8. Januar 2024, 13:30 Uhr

Heiß, eigtl. heiʒ + -en Vb. Die Grundbedeutung des germ. Verbs scheint ‘jmdn. heißen, befehlen, (her)rufen, einladen’, auch ‘versprechen’ und ‘mit Namen rufen’ zu sein.

‘genannt werden, den Namen haben, nennen, gebieten, einen bestimmten Sinn haben, bedeuten’.

Das ehemals reduplizierende Verb

  • ahd. heiʒan ‘(be)nennen, rufen, befehlen, auffordern’ (8. Jh.),
  • mhd. heiʒen,
  • asächs. hētan,
  • mnd. mnl. hēten,
  • nl. heten,
  • aengl. hātan ‘befehlen, heißen, verheißen, nennen’,
  • anord. heita ‘nennen, rufen, heißen, versprechen’,
  • swed. heta ‘heißen’,
  • got. haitan ‘nennen, rufen’, (Pass.) ‘genannt werden’

gehört wohl zu einer d-Erweiterung der Wurzel uig. *kēi-, *ki- ‘in Bewegung setzen, in Bewegung sein’,

  • die unerweitert vorliegt in griech. kíein (κίειν) ‘in Bewegung setzen, (weg)gehen’,
    • (mit n-Infix) kī́nysthai (κίνυσθαι) ‘sich bewegen, bewegt, erschüttert werden, gehen’
    • und kīné͞in (κινεῖν) ‘in Bewegung setzen, bewegen, erschüttern, veranlassen’,
  • lat. ciēre ‘rege machen, wecken, erregen, anregen’
    • (mit citus ‘schnell’, citāre ‘in Bewegung setzen, vorladen, herbei-, an-, aufrufen’)
  • sowie in aind. cyávatē ‘bewegt sich, entfernt sich’
  • und griech. sé͞uesthai (σεύεσθαι) ‘in Bewegung setzen, antreiben, (ver)jagen, verfolgen’.

Die Grundbedeutung des germ. Verbs scheint ‘jmdn. heißen, befehlen, (her)rufen, einladen’, auch ‘versprechen’ und ‘mit Namen rufen’ zu sein.