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„Name“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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,im Auftrag, auf Anordnung von … "Im Namen von …";  
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* ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’  
* ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’
** ahd. ''[[wikt:namo#Old_High_German|namo]]'' (8. Jh.; Wesfall ''namen''),  
** ahd. ''[[wikt:namo#Old_High_German|namo]]'' (8. Jh.; Wesfall ''namen''),
** mhd. ''[[wikt:name#Middle_High_German|name]]'', ''nam'',
** mhd. ''[[wikt:name#Middle_High_German|name]]'', ''nam'',
** asächs. ''namo'',  
** asächs. ''namo'',
** mnd. mnl. ''nāme'',  
** mnd. mnl. ''nāme'',
** nl. ''naam'',  
** nl. ''naam'',
** afries. aengl. ''nama'',  
** afries. aengl. ''nama'',
** engl. ''name'', (ursprünglich gleichgeschlechtlich)  
** engl. ''name'', (ursprünglich gleichgeschlechtlich)
** got. ''namō'',  
** got. ''namō'',
** ger. *''naman''-,  
** ger. *''naman''-,
* (und mit veränderter Stammbildung)  
* (und mit veränderter Stammbildung)
** anord. ''nafn'' (aus *''namn''-),  
** anord. ''nafn'' (aus *''namn''-),
** swed. ''namn''.  
** swed. ''namn''.
* Außergerm. vergleichbar sind  
* Außergerm. vergleichbar sind
** aind. ''nā́ma'',  
** aind. ''nā́ma'',
** lat. ''nōmen'',  
** lat. ''nōmen'',
** griech. ''ónoma'' (ὄνομα),  
** griech. ''ónoma'' (ὄνομα),
** aslaw. ''imę'',  
** aslaw. ''imę'',
** russ. ''ímja''(имя),  
** russ. ''ímja''(имя),
** air. ''ainmm''.
** air. ''ainmm''.
Als Ansatz läßt sich erschließen uig. *[[en(o)men-|''en''(''o'')''men''-]], *[[nomen-|''nomen''-]] ‘Name’,  
Als Ansatz läßt sich erschließen uig. *[[en(o)men-|''en''(''o'')''men''-]], *[[nomen-|''nomen''-]] ‘Name’,  


* das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt;  
* das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt;
* s. auch ''[[nennen]]''.;
* s. auch ''[[nennen]]''.;
¦√¦ uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁nómn̥|anómn̥]]'' "Name"; uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁nómn̥|enómn̥]]'' *''en''(''o'')''men''-, *''nomen''- ‘Name’;
¦√¦ uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁nómn̥|anómn̥]]'' "Name"; uig. ''[[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/h₁nómn̥|enómn̥]]'' *''en''(''o'')''men''-, *''nomen''- ‘Name’;


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Namen haben keinen eigenen dinglichen, gegenständlichen Inhalt oder Bestand, haben keine Gestalt im Dasein, Namen sind dem Dasein "angehängt", nimmt man das Dasein weg, bleibt nichts zurück, und somit ist ein Name nur wie ein angehängtes Schildchen, ein Namensschildchen für ein Dasein und als Träger einer begrifflichen Bedeutung ist der nichtdingliche, nichtgegenständliche Inhalt eines Wortes dessen Bedeutungsinhalt.  
Namen haben keinen eigenen dinglichen, gegenständlichen Inhalt oder Bestand, haben keine Gestalt im Dasein, Namen sind dem Dasein "angehängt", nimmt man das Dasein weg, bleibt nichts zurück, und somit ist ein Name nur wie ein angehängtes Schildchen, ein Namensschildchen für ein Dasein und als Träger einer begrifflichen Bedeutung ist der nichtdingliche, nichtgegenständliche Inhalt eines Wortes dessen Bedeutungsinhalt.  


Auch wenn ein Name kein eignes Dasein im Dasein hat, damit weder eine Wirkung im Dasein erfahren, erleiden oder erwirken kann, so übt über den Namen dessen Wortbedeutung  Einfluß auf die Einstellung und das Dasein eines Menschen entsprechend dem aus, welchen Bedeutungsinhalt der jeweilige Mensch einem Namen, selbst gegeben hat und da jeder Name ein Wort ist, trifft dies auf jedes Wort zu! (21. Jh. ndt.);
Auch wenn ein Name kein eignes Dasein im Dasein hat, damit weder eine Wirkung im Dasein erfahren, erleiden oder erwirken kann, so übt über den Namen dessen Wortbedeutung  Einfluß auf die Einstellung und das Dasein eines Menschen entsprechend dem aus, welchen Bedeutungsinhalt der jeweilige Mensch einem Namen, selbst gegeben hat und da jeder Name ein Wort ist, trifft dies auf jedes Wort zu! (21. Jh. ndt.);
 
Name[https://de.wikipedia.org/wiki/Name https://de.wikipedia.org/wiki/Name]
 
14. November 2023 um 12:54 Uhr<p>Ein '''Name''' ist, nach einer aktuellen wissenschaftlichen Definition, ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Wort verbaler] Zugriffsindex auf eine Informationsmenge über ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Individuum Individuum].<sup id="cite_ref-Das_Wesen_des_Namens_1-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-Das_Wesen_des_Namens-1 [1]]</sup> Namen sind somit einer Person, einem Gegenstand, einer organisatorischen Einheit (z.&nbsp;B. einem Betrieb) oder einem Begriff zugeordnete Informationen, die der [https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsfeststellung Identifizierung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Individualisierung Individualisierung] dienen sollen (Funktion der Namenklarheit).</p><p>Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Namen beschäftigt sich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Namenforschung Onomastik]. Sie unterteilt sich in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Namenkunde Namenkunde], die Geschichte, Gebrauch und [https://de.wikipedia.org/wiki/Etymologie Etymologie] der Namen klärt, und die Theoretische Namenforschung, die sich mit der Natur von Namen an sich beschäftigt. Die Namentheorie beschäftigt sich demnach mit der Hauptbedeutung, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Denotation Denotation], der Namen, während sich die Namenkunde über die Denotation hinaus, mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Konnotation Konnotation] der Namen beschäftigt. Siehe auch Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Theoretische_Namenforschung Theoretische Namenforschung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) Begriff].</p>
== <span id="Etymologie">Etymologie</span> ==
<p>Das [https://de.wikipedia.org/wiki/Urgermanische_Sprache gemeingermanische] Wort [https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelhochdeutsche_Sprache mhd.] ''name'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Althochdeutsche_Sprache ahd.] ''namo'' beruht auf dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Ursprache indogermanischen] ''[e]nō̌mn̥-''.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-2 [2]]</sup></p>
== <span id="Einführung">Einführung</span> ==
=== <span id="Name_und_Allgemeinbegriff">Name und Allgemeinbegriff</span> ===
<p>Die moderne Logik beziehungsweise theoretische Namenforschung sieht im ''Namen'' (''[https://de.wikipedia.org/wiki/Nomen Nomen]'' im [https://de.wikipedia.org/wiki/Logik logischen] Sinne, also wesentlich enger gefasst als im [https://de.wikipedia.org/wiki/Grammatik grammatischen] Sinne) einen Spezialfall der ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Bezeichnung Bezeichnung]''. Man unterscheidet drei grundlegende Typen der Nomina:</p>
*Bezeichnet ein Name einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie)#Individualbegriff_und_Allgemeinbegriff Allgemeinbegriff] als eine definierte Klasse von Objekten, so nennt man ihn ''Appellativum'' oder ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Gattungsname Gattungsname]''
*Ein ''Name'' im engeren Sinne, der ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Eigenname Eigenname]'', fachlich ''Proprium'', bezeichnet eine Klasse aus nur einem Objekt, einen ''Individualbegriff''
*Andere Nomina bezeichnen eine offene Klassen, den ''Substanzbegriff'', der singulär, aber hinsichtlich der Anzahl der Objekte offen ist. In diesem Fall spricht man von einem ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stoffname Stoffnamen]'' oder ''Kontinuativum''.
 
== <span id="Gottesnamen">Gottesnamen</span> ==
=== <span id="Im_Judentum">Im Judentum</span> ===
<p>Namen sind im Judentum mehr als Begriffe, das gilt auch für die Gottesnamen. Seine „Gattungsbezeichnung“ ist ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Elohim Elohim]'', sein „Eigename“ ist ''[https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH JHWH]'' – auch Tetragramm genannt –, der mit ''Jahwe'' oder seltener und später mit ''Jehova'' vokalisiert wurde. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Hebr%C3%A4ische_Schrift hebräische Schrift] ist ursprünglich eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Konsonantenschrift Konsonantenschrift] ohne Vokale, erst die [https://de.wikipedia.org/wiki/Masoretischer_Text Masoreten] im Mittelalter fügten [https://de.wikipedia.org/wiki/Nikud Vokale] hinzu. So ist ''JHWH'' eigentlich nicht übersetzbar, weil es kein Name, kein Gedanke, keine Substanz oder Existenz ist. Die zentrale Bedeutung wird allgemein mit ''Ich bin'' oder ''Ich bin da'' wiedergegeben und weist auf die Unaussprechlichkeit, Unerklärlichkeit und Unergründlichkeit Gottes hin. JHWH wurde erstmals in [https://de.wikipedia.org/wiki/Genesis_(Bibel) Genesis] 4,26 gebraucht, [https://de.wikipedia.org/wiki/Mose Mose] beim [https://de.wikipedia.org/wiki/Brennender_Dornbusch brennenden Dornbusch] in der Wüste offenbart ([https://de.wikipedia.org/wiki/Exodus_(Bibel) Exodus] 3,14) und kommt 6.823-mal in der hebräischen Bibel vor. Aus Scheu und Ehrfurcht vor JHWH, seiner Größe und Heiligkeit wurde JHWH von den Juden nach der [https://de.wikipedia.org/wiki/Babylonisches_Exil babylonischen Gefangenschaft] nicht mehr ausgesprochen, stattdessen wurden ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Adonay adonay]'' (mein Herr) und heute ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Ha-Schem ha-schem]'' (der Name), ''ha-makom'' (der Ort) oder ''adoschem''(Wortkombination von Herr und Name) gebraucht.<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-3 [3]]</sup><sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-4 [4]]</sup><sup id="cite_ref-5" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-5 [5]]</sup></p>
=== <span id="Im_Islam">Im Islam</span> ===
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottes_sch%C3%B6ne_Namen Gottes schöne Namen]''</div>
== <span id="Personennamen_(Anthroponyme)">Personennamen (Anthroponyme)</span> ==
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Anthroponymie Anthroponymie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Vorname Vorname]&nbsp;und [https://de.wikipedia.org/wiki/Familienname Familienname]''</div><p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Personenname Personennamen] umfassen die Bezeichnungen für Einzelwesen (Vornamen und Familiennamen). [https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbezeichnung Volksbezeichnungen] und Stammesnamen sind keine [https://de.wikipedia.org/wiki/Eigenname Eigennamen], sondern [https://de.wikipedia.org/wiki/Gattungsname Gattungsnamen].</p><p>Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert ein zweigliedriges Namensystem mit einem Individualnamen (Vorname, Rufname, Nebenname) und Familiennamen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Beiname Beiname], [https://de.wikipedia.org/wiki/Nachname Nachname], [https://de.wikipedia.org/wiki/Zuname Zuname]) entwickelt. In anderen Ländern gibt es verschiedene Namensysteme. So verwendet man beispielsweise in Russland ein dreigliedriges Namensystem mit einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Vatersname Vatersnamen]. Solche mehrgliedrigen Namensysteme sind seit der Antike bekannt. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mischer_Name römischen Namen] bestanden aus bis zu drei Elementen und gliederten sich in Vorname ([https://de.wikipedia.org/wiki/Praenomen Praenomen]), Sippenname ([https://de.wikipedia.org/wiki/Gentilname Nomen Gentile]) und Beiname ([https://de.wikipedia.org/wiki/Cognomen Cognomen]). Letzterer hatte große Bedeutung, weil die antiken Römer nur sehr wenige Vornamen zur Auswahl hatten und Sippennamen ein Privileg der Oberschicht waren.<sup id="cite_ref-dtv-Atlas_Namenkunde_6-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-dtv-Atlas_Namenkunde-6 [6]]</sup> Die verschiedenen Namensysteme und die dazu geltenden gesetzlichen Regelungen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Namensrecht Namensrecht]) sind aufgelistet in:</p>
*Erich Mergenthaler und Heinz Reichard: ''Standesamt und Ausländer.'' 30. Auflage, Frankfurt am Main 2006.
*Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Europäische Personennamensysteme. Ein Handbuch von Abasisch bis Zentralladinisch''. Hamburg 2007.
<p>Ein auffälliges Merkmal, das speziell bei Familiennamen im deutschen Sprachraum zu beobachten ist, besteht darin, dass es eine Tendenz zur Variation ([https://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikationsgesetz Diversifikation]) ein und desselben Namens gibt. So existieren als sog. „adjektivische Übernamen“<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-7 [7]]</sup> neben „Lang“ auch die Formen „Lange“, „Langer“ und „Langen“, ein Phänomen, das bei vielen Namen auftritt.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-8 [8]]</sup> Bei Vornamen wiederum ist festzustellen, dass viele von ihnen Benennungsmoden unterliegen, die dafür sorgen, dass ein bestimmter Name häufiger wird, einen Höhepunkt der Beliebtheit erreicht und dann wieder an Häufigkeit verliert.<sup id="cite_ref-9" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-9 [9]]</sup></p>
=== <span id="Künstlernamen/Pseudonyme">Künstlernamen/Pseudonyme</span> ===
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudonym Pseudonym]''</div><p>In der Kunst spielen Namen eine wichtige Rolle. Mit dem Eigen- oder [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlername Künstlernamen] sich einen „Namen“ zu erarbeiten, ist eine der größten Motivationen der meisten Künstler. Mit der Bekanntheit des eigenen „Namens“ steigt häufig auch der Handelswert seiner angebotenen Kunst.</p><p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Dal%C3%AD Salvador Dalí] ging gegen Ende seiner Karriere spielerisch mit seinem Namen um. So signierte er weiße Blätter und verkaufte diese. Den Käufern stand es frei, ein Bild zu malen, das den Namen Dalí trug.</p>
=== <span id="Kunstnamen">Kunstnamen</span> ===
<p>In literarischen und filmischen Werken tragen die handelnden Personen und die Orte, an denen die Handlung stattfindet, zuweilen fiktive [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprechender_Name sprechende Namen]. Hierdurch sollen sie bereits durch ihre äußere Benennung ihrem inneren Wesen nach charakterisiert werden.</p><p>Das Stilmittel der sprechenden Namen ist bereits seit der Antike bekannt und findet sich ebenso in den mündlichen Überlieferungen von Mythen und Sagen in den verschiedensten Kulturkreisen.</p><p>In der klassischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Allegorie allegorischen] Literatur bedürfen die Namen meist keiner Interpretation seitens des Lesers. So trifft der Pilger in [https://de.wikipedia.org/wiki/John_Bunyan John Bunyans] ''The Pilgrim’s Progress'' unter anderem den Riesen „Verzweiflung“, der Herr der „Burg des Zweifels“ ist. Ästhetisch reizvollere [https://de.wikipedia.org/wiki/Code Codierungen] erfolgen insbesondere durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortspiel Wortspiele], Buchstabendreher, [https://de.wikipedia.org/wiki/Onomatopoesie Lautmalerei] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Akronym Akronyme].</p>
== <span id="Geographische_Namen_(Geographika)">Geographische Namen (Geographika)</span> ==
<p>Geographische Namen im eigentlichen Sinne sind immer Individualnamen. Geographische Klassennamen werden nicht zu den Geographika ([https://de.wikipedia.org/wiki/Singular Sg.]: ''Geographikum'') gezählt.</p>
=== <span id="Großobjektnamen_(Makrotoponyme)">Großobjektnamen (Makrotoponyme)</span> ===
 
*''Gemeindeverbandsnamen''
*''Himmelskörper-'' und ''Himmelssphärennamen (Kosmonyme)''
*''Örtlichkeitsnamen'' (''[https://de.wikipedia.org/wiki/Toponym Toponyme], Ortsnamen'' im weiteren Sinne)
**''Gebirgs-'' und ''Bergnamen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Oronym Oronyme])''
**''[https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4ssername Gewässernamen] (Hydronyme):'' Meeres-, See-, Fluss-, Bach-, Kanal-, Sumpfnamen
**''Insel-'' und ''Halbinsel''namen
**''Raumnamen (Choronyme):'' Erdteile-, Meeres-, Zonen-, Regions-, Wüsten-, Landschaftsnamen, Talnamen
**''Siedlungsnamen'' (''Oikonyme, [https://de.wikipedia.org/wiki/Ortsnamen Ortsnamen]'' im eigentlichen Sinne): Stadt-, Dorf-, Burg, Stadtteil-, Ortsteilnamen, Wüstungsnamen
**''Wald-'' und ''Forstnamen'', ''Reviernamen''
<p>Viele dieser Namen können aber auch zu den Mikrotyponymen gerechnet werden, wenn sie kleinere Objekte ansprechen.</p>
==== <span id="Himmelskörper-_und_Sphärennamen_(Kosmonyme)">Himmelskörper- und Sphärennamen (Kosmonyme)</span> ====
<p>Die Einteilung der Himmelskörper- und Sphärennamen erfolgt nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Planet Planeten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Satellit_(Astronomie) Monden], [https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinplanet Kleinplaneten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Stern Sternen] ''([https://de.wikipedia.org/wiki/Astronym Astronyme])'' und [https://de.wikipedia.org/wiki/Sternbild Sternbildern]. Dabei wurden zunächst für jene Himmelskörper unseres Sternsystems Namen vergeben, die von der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erde Erde] aus sichtbar waren. Sie wurden durchweg nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Gott Göttern] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Mythos Mythen] benannt, wobei in der Antike jedes Volk seine eigenen Götternamen vergab. Heutzutage haben sich die Götternamen der Römer als Fachterminologie durchgesetzt. Die dazugehörigen Monde erhielten ebenfalls Bezeichnungen aus den Mythen. Diese wurden passend zu den Götternamen des Planeten, den sie umkreisten, vergeben.</p><p>Ab 1801 begannen sich die astronomischen Forschungen auszuweiten und die ersten Planetoiden wurden gesichtet. Diese erhielten zu Beginn die Namen der Göttinnen. Mit zunehmender Fülle der Kleinplaneten mussten jedoch irdische Frauennamen genutzt werden. Auch die Sternbilder haben in der Mehrzahl einen mythischen Hintergrund.</p><p>Anders hingegen verfuhr man bei Sternen. Bevor Koordinaten zu ihrer Unterscheidung genutzt wurden, erhielten sie meist arabische Namen nach ihren Entdeckern. Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Araber Araber] waren im 8. und 9. Jahrhundert führend in der Astronomie. Sternensysteme oder auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Nebel_(Astronomie) Nebel] besitzen hingegen selten Eigennamen.</p>
==== <span id="Raumnamen_(Choronyme)">Raumnamen (Choronyme)</span> ====
<p>Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Polenz Peter von Polenz] unterteilen sich die Raumnamen in naturräumliche und politische Gebilde. Erstere umfassen Landschaften und Gebiete, letztere fest umgrenzte Räume (Bezirks- und Ländernamen). Bereits in frühester Zeit wurden Stammesbezeichnungen als Raumnamen verwendet. Erhaltene Beispiele sind etwa [https://de.wikipedia.org/wiki/Niedersachsen Niedersachsen] (nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk) Sachsen]), [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern Bayern] (nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwaren Baiern]), [https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringen Thüringen] (nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Th%C3%BCringer Thüringern]), [https://de.wikipedia.org/wiki/Hessen Hessen] (vermutlich nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Chatten Chatten]), [https://de.wikipedia.org/wiki/Westfalen Westfalen] (nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk)#Westfalen Westfalen]) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Holstein Holstein] (nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Holsten_(Volksstamm) Holsten]).</p>
==== <span id="Gewässernamen_(Hydronyme)">Gewässernamen (Hydronyme)</span> ====
<p>Die Gewässernamen sind die ältesten Zeugnisse unserer Sprache. Da insbesondere an den größten Flüssen die ersten Besiedlungen zu finden waren, wurden hier die ersten Gewässernamen vergeben. Daraus resultiert die Beobachtung, dass je größer ein Fluss, umso älter sein Name ist. Es wird zwischen stehenden und fließenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4sser Gewässern] unterschieden, wobei insbesondere die fließenden Gewässer im Mittelpunkt des Interesses der Forschung stehen.</p><p>In der Gewässernamenforschung haben [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Krahe Hans Krahe] und dessen Schüler W. P. Schmidt die bis heute stark umstrittene Theorie der ''Alteuropäischen Hydronymie'' geprägt. Sie besagt, dass es Gewässernamen gibt, die außerhalb ihrer [https://de.wikipedia.org/wiki/Einzelsprache Einzelsprache] in ganz [https://de.wikipedia.org/wiki/Europa Europa] Entsprechungen besitzen, wodurch die Existenz einer voreinzelsprachlichen, indogermanischen Sprache belegt werden soll. Ein Beispiel hierfür ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Is%C3%A8re Isère] in Süd[https://de.wikipedia.org/wiki/Frankreich frankreich] – [https://de.wikipedia.org/wiki/Jizera Iser]/Jizera in [https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien Tschechien] – [https://de.wikipedia.org/wiki/Isar Isar] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland Deutschland] – [https://de.wikipedia.org/wiki/IJssel IJssel] in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederlande Niederlanden].</p>
==== <span id="Ortsnamen_(Toponyme)">Ortsnamen (Toponyme)</span> ====
<p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ortsname Ortsnamenforschung] beschäftigt sich im Besonderen mit den Strukturen, der Entstehung, dem Wandel und dem Verlust von Siedlungsbenennungen. Sie geht dabei [https://de.wikipedia.org/wiki/Diachronie diachronisch] vor, indem sie von der heutigen Ortsnamenform ausgehend Belege sammelt und mit Hilfe derer versucht, den ursprünglichen Namen zu rekonstruieren. Anhand dieser Grundform kann die Etymologie des Namens bestimmt werden. Unterschieden wird dabei nach Bildungsweise der Orte und sprachlicher Zugehörigkeit.</p>
=== <span id="Kleinobjektnamen_(Mikrotoponyme)">Kleinobjektnamen (Mikrotoponyme)</span> ===
 
*Kleinräumige Örtlichkeitsnamen
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Flurname Flurnamen]: Gewann- und Parzellenamen, Ackerbau- und Viehwirtschafts-, Weidewirtschaftsnamen
*''Wegenamen (Hodonyme)'': [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenname Straßen]-, Gassennamen, Platznamen
*Haus-, Hof und Gebäudenamen
*Bergbaunamen: Zechen- und Schachtnamen
*und viele andere
 
==== <span id="Flurnamen">Flurnamen</span> ====
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Flurname Flurnamen] sind sprachliche Zeichen, die der Orientierung im Raum, zur Identifizierung sowie Individualisierung von Objekten kleinerer landschaftlicher Einheiten dienen.<sup id="cite_ref-Die_Flurnamen_10-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-Die_Flurnamen-10 [10]]</sup> Dazu gehören: Äcker, Wiesen, Spezialkulturen (Reben, Hanfgärten), Hecken, Wälder, Berge, Täler, Alpen, Felsen, Bäche, Flüsse, Seen, Quellen, Brunnen, Wege, Gassen, Grenzen und Gewerbeanlagen (Köhlereien, Mühlen, Stampfwerke).<sup id="cite_ref-Flurnamen_11-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-Flurnamen-11 [11]]</sup> Flurnamen bezeichnen demnach die unbesiedelten Teile einer Landschaft. Aufgrund ihrer geringen kommunikativen Reichweite werden sie auch als Mikrotoponyme bezeichnet. In der Forschung ist umstritten, ob Objekte innerhalb von Siedlungen den Flurnamen zuzurechnen sind oder nicht. In Bezug auf Bildungsweise und sprachliche Zugehörigkeit sind sie den Ortsnamen vergleichbar.</p>
==== <span id="Straßennamen_(Hodonyme)"><span id="Hodonym"></span>Straßennamen (Hodonyme)</span> ====
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenname Straßennamen] (griechisch <span class="Grek" lang="grc-Grek">ὁδός</span> <span class="Latn" lang="grc-Latn">hodós</span> ‚Straße‘) dienen der Orientierung in einer Stadt. Sie werden unterteilt in längliche Gebilde ''(Prodonyme)'' und Plätze ''(Agoronyme)''. Sie sind im Mittelalter entstanden. Seitdem werden sie oft zu politischen Zwecken genutzt, wobei man sich heute zunehmend um zeitlose Namen bemüht. Hierzu gibt es für die Kommunen Arbeitshilfen, vor allem, um Doppelbenennungen oder gleichklingende Namen zu vermeiden. Im Zuge dieser neuen Benennungssituation sind zunehmend hodonymische Felder entstanden. Das bedeutet, dass zusammenhängende Gebiete nach einheitlichen Gesichtspunkten benannt werden, bspw. nach Komponisten, Blumen oder Planeten.</p><p>Daneben gibt es auch Hodonyme, die zu den Makrotoponymen gezählt werden können, etwa ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Via_Appia Via Appia]'' für die römische Fernverkehrsstraße oder ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Brenner_Autobahn Brenner Autobahn]'', sowie für Eisenbahnstrecken wie ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Transsibirische_Eisenbahn Transsibirische Eisenbahn]''.</p>
==== <span id="Haus-_und_Hofnamen">Haus- und Hofnamen</span> ====
<p>Bevor im 18. Jahrhundert nach französischem Vorbild Hausnummern eingeführt wurden, waren die ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Hausname Haus- und Hofnamen]'' ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal in den Städten. Sie teilten die Städte in Viertel und trennten sie von den Vorstädten und Dörfern. Vor allem die öffentlichen Bauten erhielten Titel, sowie Kaufhäuser und Mietshäuser mit entsprechendem Standard. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Verwendung von Haus- und Hofnamen stark zurück und ist nur noch in sehr ländlichen, wenig dicht besiedelten Gebieten üblich.</p>
== <span id="Ereignisnamen">Ereignisnamen</span> ==
<p>– immer Individualnamen –</p>
*Politische Ereignisnamen: Volksbewegungen, Revolutionsnamen, Kriegsnamen, Konfliktnamen
*Feier- und Festtagsnamen
*Epochennamen
*Naturereignisnamen
 
== <span id="Institutionsnamen_(Ergonym)">Institutionsnamen (Ergonym)</span> ==
<p>– immer Individualnamen –</p>
*Verwaltungsbereichsnamen: Staats-, Landes-, Provinz-, Bezirks-, Kreisnamen
*Arbeits- und Bildungsstättennamen
*Erholungsstättennamen
*Gedenk- und Kulturstättennamen
 
=== <span id="Bildungsstättennamen">Bildungsstättennamen</span> ===
<p>Bildungsstätten sind Prestigeobjekte, weswegen sie sich besonders zur Namenvergabe eignen. Meist sind die Namen aus einer Nominalgruppenstruktur gebildet, deren Kern ein appellativisches Nomen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Schule Schule], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochschule Hochschule], [https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t Universität] (→ „[https://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4tsnamen Universitätsnamen]“), [https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_(Organisation) Institut]) bildet. Durch Komposition werden diese mit Attribution oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Asyndeton asyndetischen] Nachstellungen verbunden.<sup id="cite_ref-Namen_von_Bildungseinrichtungen_12-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-Namen_von_Bildungseinrichtungen-12 [12]]</sup></p><p>Die Namen der Bildungseinrichtungen beziehen sich meist auf den Gründer/[https://de.wikipedia.org/wiki/Stifter Stifter], den (finanziellen) Förderer oder auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Schirmherr Patrone], das heißt Personen, die keine direkte Beziehung zu der Bildungseinrichtung haben, aber trotzdem ein besonderes Prestige besitzen.<sup id="cite_ref-Namen_von_Bildungseinrichtungen_12-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-Namen_von_Bildungseinrichtungen-12 [12]]</sup> Ziel dieser Namengebung ist, die betreffende Persönlichkeit zu ehren, an sie zu erinnern oder ihre Vorbildfunktion zu betonen.</p><p>Demgegenüber gibt es Namen, die nur einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Intensional intensionalen] Gehalt besitzen. Sie teilen lediglich sachliche Informationen mit, um entweder die Institution, die fachliche Spezifikation oder die Trägerschaft zu kennzeichnen. Dabei soll absichtlich auf (selbst)bewertende Informationen verzichtet werden.</p><p>In Deutschland muss der potentielle Prestigegehalt in sinnvollem Verhältnis zur Wichtigkeit der Institution stehen. Dementsprechend tragen Bildungseinrichtungen mit hohem Prestige keine Patronatsnamen, dagegen beispielsweise Grund- und Hauptschulen meist Namen mit regionaler Bedeutung.</p>
== <span id="Produktnamen_(Ergonyme)">Produktnamen (Ergonyme)</span> ==
 
*Verkehrsmittelnamen (können sowohl Individualnamen, z. B. eines Schiffes oder einer Lokomotive sein, als auch Gattungsnamen, z. B. einer ICE-Linie)
*Warenzeichennamen (immer Gattungsnamen)
*Warennamen (Ökonyme) (immer Gattungsnamen)
*Mediennamen (können Individualnamen sein, z. B. Name eines Films, auch wenn es streng genommen mehrere Kopien gibt und zahlreiche Aufführungen, oder Gattungsnamen, z. B. Name einer Fernsehserie)
*Bücher- und Zeitschriftennamen (immer Gattungsnamen)
*Produktionsverfahrensnamen, Technologienamen (immer Gattungsnamen)
 
=== <span id="Warennamen_(Ökonyme)">Warennamen (Ökonyme)</span> ===
<p>– immer Gattungsnamen, erst die Seriennummer ist der Individualname – Zu den Warennamen gehören Artikelnamen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Marke_(Recht) Markennamen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Firma Firmennamen]. Sie müssen bestimmte Informationen an den Käufer übermitteln, sei es über den Hersteller, den Herstellungsort, den Stoff des Produkts, die Eigenschaften des Produkts, den Verwendungszweck oder die Wirkungsweise.</p><p>Sie sind insofern eine besondere Gruppe, als dass die Namen zu Gattungsbegriffen werden können. Als Beispiel sei hier das Taschentuch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Tempo_(Marke) Tempo] genannt, das ursprünglich die herstellende Firma betitelte und nun im alltäglichen Sprachgebrauch das Papiertaschentuch betitelt.</p><p>Die Warennamen sind markenrechtlich geschützt. Die gesetzlichen Bestimmungen dazu, sind nachzulesen in:</p>
*Volker Ilzhöfer: ''Patent-, Marken- und Urheberrecht''. 5. Auflage, München 2002.
 
=== <span id="Mediennamen">Mediennamen</span> ===
<p>Die Namen für die verschiedenen Medien sind durch gesetzliche Regeln definiert und geschützt. Mit der Firma wird ein bestimmtes Unternehmen namentlich gekennzeichnet und somit individualisiert.</p><p>Sie sind die Namen, die am stärksten Modeerscheinungen unterworfen sind. Die Marketinganforderungen an einen Mediennamen sind:</p>
*Er muss sich von denen der Wettbewerber unterscheiden.
*Er muss einen Neuigkeitseffekt auslösen.
*Er muss den neuen Wert kommunizieren.
*Er muss unverwechselbar attraktiv sein.
*Er muss schutzfähig ([https://de.wikipedia.org/wiki/Kennzeichenrecht Kennzeichenrecht]) sein.
<p>Entsprechende gesetzliche Bestimmungen finden sich bei:</p>
*Volker Ilzhöfer: ''Patent-, Marken- und Urheberrecht''. 5. Auflage, München 2002.
 
== <span id="Namen_für_Handlungen">Namen für Handlungen</span> ==
 
*Tanz- und Spielnamen
 
== <span id="Namen_für_Gedankliches">Namen für Gedankliches</span> ==
 
*Literarische Namen
*Planungen
 
== <span id="Musikalische_Namen">Musikalische Namen</span> ==
 
*Instrumentennamen (gehören i. d. R. zu den Warennamen, es gibt aber auch berühmte Musikinstrumente mit Individualnamen)
*Kompositionsnamen (grundsätzlich Individualnamen)
 
== <span id="Sonstige_Namen">Sonstige Namen</span> ==
 
*Tier- und Pflanzennamen (Gattungsnamen, daneben Individualnamen einzelner Tier- und Pflanzenindividuen)
*Meteorologische Namen
*Gegenstände (Chrematonyme)
 
=== <span id="Tier-_und_Pflanzennamen">Tier- und Pflanzennamen</span> ===
<p>Tiere, zu denen Menschen eine besondere Beziehung aufbauen, erhalten sehr oft Namen, die menschlichen Namen entsprechen. In [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen Märchen], aber auch in Erzählungen der Neuzeit, haben Tiere oft Namen.</p><p>Dagegen ist die schon seit der Antike nachweisbare von [https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9 Carl von Linné] in unserer heutigen Form eingeführte [https://de.wikipedia.org/wiki/Nomenklatur_(Biologie) Nomenklatur] nicht im engeren Sinn „Name“, sondern bezieht sich meist auf Eigenschaften, die in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Gattungsname Gattungsnamen]eingearbeitet werden. Diese Eigenschaften können sowohl Organe, Aussehen als auch Fundorte beschreiben. Des Weiteren werden auch teilweise Personen gewürdigt, die die Art als erste beschrieben haben bzw. geehrt werden sollen. Deutsche Tier- und [https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibweise_deutscher_Pflanzennamen Pflanzennamen] werden nach ähnlichen Gesichtspunkten gebildet, beruhen jedoch nicht grundsätzlich auf Binominalität.</p><p>Eine weitere Form der Tier- und Pflanzennamen sind Benennungen von Zuchtformen, also von willentlich erzeugten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzung_(Genetik) Kreuzungen] bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Hybride Hybriden] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Tierzucht Tieren] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenzucht Pflanzen]. Die Namensgebung erfolgt meist durch die Züchter, die ihre Erzeugnisse oft nach sich selbst oder dem Zuchtort benennen. Allerdings werden vor allem Zuchtpflanzen häufig nach berühmten Persönlichkeiten (z.&nbsp;B. Herrschern) benannt.</p>
=== <span id="Meteorologische_Namen">Meteorologische Namen</span> ===
<p>Die meteorologischen Namen wurden von [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Clement_Lindley_Wragge&action=edit&redlink=1 Clement Lindley Wragge] geprägt. Er vergab als erster weibliche Vornamen für [https://de.wikipedia.org/wiki/Tropischer_Wirbelsturm tropische Wirbelwinde] und männliche für außertropische [https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefdruckgebiet Tiefdruckwirbel] mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturm Sturm]- und [https://de.wikipedia.org/wiki/Orkan Orkanfeldern]. Bekanntermaßen verwendete er mit Vorliebe die Namen ihm missfälliger Politiker.</p><p>Aber erst in den 1950er Jahren setzte sich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Benennung Benennung] für meteorologische Erscheinungen durch. Dies resultierte daraus, dass für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdflugzeug Jagdflugzeuge] des amerikanischen Militärs eine Umschreibung der Phänomene zu lange dauerte. Zuerst wurden dabei die Unterteilungen von Clement L. Wragge nach männlichen und weiblichen Vornamen beibehalten. Als aber wiederholte Beschwerden an die Öffentlichkeit kamen, beschloss man 1979, beide Geschlechter gleichmäßig mit den Namen der Wirbelstürme zu belasten. Dazu wurde 1979 eine offizielle Liste der IHC herausgegeben.<sup id="cite_ref-13" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Name#cite_note-13 [13]]</sup> Diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Namen_tropischer_Wirbelst%C3%BCrme Namensliste] ist bis heute Grundlage für die Bezeichnungen tropischer Wirbelstürme. In Deutschland werden seit den 1950er Jahren Hoch- und Tiefdruckgebiete benannt. Diese Liste wurde ursprünglich von [https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Scherhag Richard Scherhag] geschrieben, heute werden die Namen im Rahmen der Aktion Wetterpate von der Technischen Universität in Berlin versteigert. Diese Namen werden inzwischen bei Starkwindereignissen von den Medien auch außerhalb Deutschlands verwendet. Eine Benennung von Tiefdruckgebieten erfolgt auch beim norwegischen Wetterdienst.</p>
=== <span id="Gegenstände_(Chrematonyme)">Gegenstände (Chrematonyme)</span> ===
<p>Auch Gegenstände hatten oder haben Eigennamen; dies ist in verschiedenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Kultur Kulturen] [https://de.wikipedia.org/wiki/Brauch üblich]. So führten etwa bei den Germanen einzelne [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert Schwerter] (z.&nbsp;B. [https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_der_Drachent%C3%B6ter Siegfrieds] Schwert „[https://de.wikipedia.org/wiki/Balmung Balmung]“) oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Helm Helme] Namen, heute noch [https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwagen Autos](z.&nbsp;B. die „[https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenentransport#Geschichte Grüne Minna]“), [https://de.wikipedia.org/wiki/Schiff Schiffe], [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahn Eisenbahnzüge], [https://de.wikipedia.org/wiki/Puppe Puppen] oder Spieltiere.</p>
== <span id="Verschleierung_von_Namen">Verschleierung von Namen</span> ==
<p>In vielen Fällen und aus unterschiedlichen Motiven heraus werden die echten Namen unkenntlich gemacht. Dies kann dazu dienen, eine Person anonym zu lassen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Kryptonym Kryptonym], [https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudonym Pseudonym]) – wie im Falle von „Peter Panter“ für „Kurt Tucholsky“ – oder auch eine erwünschte Wirkung, z.&nbsp;B. in der Werbung, zu erzielen, indem eine einprägsame Bezeichnung gebildet wird (z.&nbsp;B. „Haribo“ für „Hans Riegel, Bonn“). Kryptonyme werden auch genutzt, um [https://de.wikipedia.org/wiki/Handeln Aktionen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Projekt Projekte] mit einem „verdeckten“, doch einprägsamen Wort zu benennen.</p>
== <span id="Zitate">Zitate</span> ==
 
*„Der Name ist nicht alles, aber ohne guten Namen ist alles nichts.“ – (Karl-Heinz W. Smola, Trend- und Zukunftsforscher)
*„Ein guter Name ist mehr wert als Reichtum.“ – ([https://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_de_Cervantes Miguel de Cervantes], spanischer Schriftsteller)
*„[https://de.wikipedia.org/wiki/Nomen_est_omen Nomen est omen].“ – (lateinisches Sprichwort; „der Name ist ein Zeichen“)
*„Name ist Schall und Rauch.“ – (Goethe, Faust I, Szene Marthens Garten)
*„Mein Name ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Hase Hase], ich weiß von nichts.“ – ([https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_von_Hase Victor von Hase], Jurist)
 
== <span id="Siehe_auch">Siehe auch</span> ==
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Adelstitel Adelstitel]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Namensangabe Falsche Namensangabe]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Namensstatistik Namensstatistik]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Namenszusatz Namenszusatz]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Patronym Patronym]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Sprechender_Name Sprechender Name]
 
== <span id="Literatur">Literatur</span> ==
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Bach Adolf Bach]: ''Deutsche Namenkunde''. Mehrbändiges Werk, Heidelberg 1953.
*Dieter Berger: ''Geographische Namen in Deutschland. Herkunft und Bedeutung der Namen von Ländern, Städten, Bergen und Gewässern''. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 1993.
*Peter Jordan, Hubert Bergmann, Catherine Cheetham und Isolde Hausner (Hrsg.): ''Geographical Names as a Part of Cultural Heritage.'' Wien 2009 (= Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie, Band 18). [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783900830670 ISBN 978-3-900830-67-0]
*Dietz Bering: ''Grundlegung kulturwissenschaftlicher Studien über Straßennamen: Der Projektentwurf von 1989''. In: Jürgen Eichhoff und Wilfried Seibicke (Hrsg.): ''Name und Gesellschaft: soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung.'' Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2001, S. 270–281
*Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Namenarten und ihre Erforschung. Ein Lehrbuch für das Studium der Onomastik''. Hamburg 2004
*Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Namenforschung morgen. Ideen, Perspektiven, Visionen''. Hamburg 2005
*Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Europäische Personennamensysteme. Ein Handbuch von Abasisch bis Zentralladinisch.'' Hamburg 2007
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Frans_Hendrik_Breukelman Frans Hendrik Breukelman]: "''Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel''", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9789043517058 ISBN 978-90-435-1705-8] (nur niederländisch, deutsch: ''Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel'')
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Eichler_(Linguist) Ernst Eichler]: ''Namenforschung. Ein internationales Handbuch zur Onomastik.'' mehrbändiges Werk, München und New York
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Geuenich Dieter Geuenich] und Ingo Runde (Hrsg.): ''Name und Gesellschaft im Frühmittelalter. Personennamen als Indikatoren für sprachliche, ethnische, soziale und kulturelle Gruppenzugehörigkeiten ihrer Träger''. (= Deutsche Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage, Band 2), Hildesheim, Zürich und New York 2006
*Karl Gutschmidt: ''Bemerkungen zum Gegenstand und zu den Aufgaben der poetischen (literarischen) Onomastik''. In: ''Germanistische Linguistik. Berichte aus dem Forschungsinstitut für Deutsche Sprache, Marburg, Lahn.''Band 98–100, 1989, S. 425–430.
*Hartwig Kalverkämper: ''Eigennamen in der Fachkommunikation: Onomastik der Moderne – eine moderne Onomastik?''. Hamburg 2006
*Gerhard Koß: ''Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik''. 3. Auflage. Niemeyer, Tübingen 2002
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Krahe Hans Krahe]: ''Vom Illyrischen zum Alteuropäischen.'' In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Indogermanische_Forschungen Indogermanische Forschungen]''. Band 69, 1964, S. 201–212.
*Hans Krahe: ''Die Struktur der alteuropäischen Hydronymie''. Mainz und Wiesbaden 1963.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Kunze Konrad Kunze]: ''dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im gesamten deutschen Sprachgebiet''. 5., durchgesehene und korrigierte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3423032669 ISBN 3-423-03266-9].
*Hartwig Lödige: ''Ketchup, Jeans und Haribo. Die letzten Rätsel unserer Sprache''. München 2001.
*Andreas Lötscher: ''Von Ajax bis Xerox. Ein Lexikon von Produktnamen''. Zürich 1992
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kornelis_Heiko_Miskotte Kornelis Heiko Miskotte]: ''Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments.'' Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3927718661 ISBN 3-927718-66-1]. Zu den Gottesnamen und JHWH siehe Seiten 127–301)
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_von_Polenz Peter von Polenz]: ''Landschafts- und Bezirksnamen im frühmittelalterlichen Deutschland. Untersuchungen zur sprachlichen Raumerschließung''. Mehrbändiges Werk, Marburg 1961
*Christoph Platen: ''Ökonymie. Zur Produktnamen-Linguistik im Europäischen Binnenmarkt''. Niemeyer, Tübingen 1997. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3484522801 ISBN 3-484-52280-1]. Das Buch behandelt speziell linguistische Aspekte der Produktnamen.
*Karl-Otto Sauerbeck: ''Beziehungen zwischen Eigennamen in der Literatur''. In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Beitr%C3%A4ge_zur_Namenforschung Beiträge zur Namenforschung], Neue Folge'', Band 31, 1996, S. 407–424
*W. P. Schmid: ''Der Begriff Alteuropa und die Gewässernamen in Polen''. In: ''Onomastica.'' Band 27, 1982, S. 55–69.
*Rudolf Schützeichel und Matthias Zender: ''Namenforschung''. Heidelberg 1965
*Wilfried Seibicke: ''Die Personennamen im Deutschen.'' de Gruyter, Berlin/New York 1982. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3110079844 ISBN 3-11-007984-4].
*Konstanze Seutter: ''Eigennamen und Recht.'' Tübingen 1996.
*Adolf Socin: ''Mittelhochdeutsches Namenbuch nach oberrheinischen Quellen des 12. und 13. Jahrhunderts.'' Basel 1903; Neudruck Darmstadt 1966.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Teuffel Jochen Teuffel]: ''[https://jochenteuffel.files.wordpress.com/2015/05/teuffel-namensgedc3a4chtnis-statt-gottdenken-interkulturelle-theologie-4-2011.pdf NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff]. Interkulturelle Theologie.'' Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348
*[https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Udolph Jürgen Udolph]: ''Germanische Hydronymie aus kontinentaler Sicht''. In: ''Beiträge zur Namenforschung, Neue Folge'', Band 24, 1989, S. 269–291.
 
== <span id="Weblinks">Weblinks</span> ==
<div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Name Wiktionary: Name]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div><div class="sisterproject"><div class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wikiquote">[[file:13px-Wikiquote-logo.svg.png|13x16px]]</span></span></div>'''[https://de.wikiquote.org/wiki/Name Wikiquote: Name]'''&nbsp;– Zitate</div>
*[http://www.gfds.de/ Gesellschaft für deutsche Sprache]
*[http://www.gfn.name/ Deutsche Gesellschaft für Namenforschung e.V.]
*[http://www.namenberatung.eu/ Namenberatungsstelle der Universität Leipzig] (kostenpflichtig)
*[http://www.muslimische-namen.de/ Arabische Vornamen]
*[http://www.onomastik.com/ Namenforschung – Onomastik.com]
 
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==


Name
#<span class="reference-text">Ernst Hansack: ''Das Wesen des Namens''. In: Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Namenarten und ihre Erforschung''. Hamburg 2004, S. 51–69.</span>
#<span class="reference-text"><cite>Das Herkunftswörterbuch</cite> (=&nbsp;<cite>[https://de.wikipedia.org/wiki/Duden#Duden_in_zw%C3%B6lf_B%C3%A4nden_(2017) Der Duden in zwölf Bänden]</cite>. Band&nbsp;7). 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989, S.&nbsp;479. ''Siehe auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache DWDS]'' ([https://www.dwds.de/wb/Name#et-1 „Name“]) ''und'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kluge Friedrich Kluge]: <cite>[https://de.wikipedia.org/wiki/Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]</cite>. 7. Auflage. Trübner, Straßburg 1910 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&seite=349 S. 327]).</span>
#<span class="reference-text">Frans Hendrik Breukelman: ''Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel''", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9789043517058 ISBN 978-90-435-1705-8] (nur niederländisch, deutsch: ''Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel'')</span>
#<span class="reference-text">Kornelis Heiko Miskotte: ''Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments.'' Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3927718661 ISBN 3-927718-66-1]) Zu JHWH siehe Seiten 127–301</span>
#<span class="reference-text">Jochen Teuffel: ''NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. Interkulturelle Theologie.'' Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348.</span>
#<span class="reference-text">Konrad Kunze: ''dtv-Atlas Namenkunde''. 4. Auflage, München 2003, S. 38.</span>
#<span class="reference-text">Wilfried Seibicke: ''Die Personennamen im Deutschen.'' De Gruyter, Berlin und New York 1982, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3110079844 ISBN 3-11-007984-4], S. 174.</span>
#<span class="reference-text">Hermann Bluhme: ''Bemerkungen zu den Formen des Namens Schmidt.'' In: Peter Grzybek und Reinhard Köhler (Hrsg.): ''Exact Methods in the Study of Language and Text. Dedicated to Gabriel Altmann on the Occasion of his 75th Birthday.'' Mouton de Gruyter, Berlin und New York 2007, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783110193541 ISBN 978-3-11-019354-1], S. 33–38.</span>
#<span class="reference-text">Gerhard Koß: ''Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik.'' Niemeyer, Tübingen 1990, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3484251344 ISBN 3-484-25134-4], S. 88.</span>
#<span class="reference-text">Wolfgang Kleiber: ''Die Flurnamen''. In: W. Besch, O. Reichmann und St. Sonderegger (Hrsg.): ''Sprachgeschichte.'' Berlin und New York 1985, S. 2130, Sp. 1.</span>
#<span class="reference-text">Erika Waser: ''Flurnamen''. In: Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): ''Namenarten und ihre Erforschung''. Hamburg 2004, S. 350.</span>
#<span class="reference-text">Andreas Lötscher: ''Namen von Bildungseinrichtungen''. In: [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Eichler_(Linguist) Ernst Eichler]: ''Namenforschung''. München und New York 1996, Band 11.2, S. 1552.</span>
#<span class="reference-text">[https://web.archive.org/web/20070417214441/http://www.ofcm.gov/homepage/text/spc_proj/ihc.html Interdepartmental Hurricane Conference] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Web-Archivierung#Begrifflichkeiten Memento] vom 17. April 2007 im ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Archive Internet Archive]'').</span>
<span class="reference-text"></span>[https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Kategorien Kategorien]:
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Name Name]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Semantik_(Philosophie) Semantik (Philosophie)]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Philosophische_Logik Philosophische Logik]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Sprachphilosophie Sprachphilosophie]
[[Kategorie:Deutsch]]
[[Kategorie:Deutsch]]
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[[Kategorie:Wortart]]

Version vom 25. Januar 2024, 19:00 Uhr

nam + e | Mrz. Namen | uger. *namô, ger. *naman-;

,im Auftrag, auf Anordnung von … "Im Namen von …";

  • ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’
    • ahd. namo (8. Jh.; Wesfall namen),
    • mhd. name, nam,
    • asächs. namo,
    • mnd. mnl. nāme,
    • nl. naam,
    • afries. aengl. nama,
    • engl. name, (ursprünglich gleichgeschlechtlich)
    • got. namō,
    • ger. *naman-,
  • (und mit veränderter Stammbildung)
    • anord. nafn (aus *namn-),
    • swed. namn.
  • Außergerm. vergleichbar sind
    • aind. nā́ma,
    • lat. nōmen,
    • griech. ónoma (ὄνομα),
    • aslaw. imę,
    • russ. ímja(имя),
    • air. ainmm.

Als Ansatz läßt sich erschließen uig. *en(o)men-, *nomen- ‘Name’,

  • das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt;
  • s. auch nennen.;

¦√¦ uig. anómn̥ "Name"; uig. enómn̥ *en(o)men-, *nomen- ‘Name’;

Wort, mit dem ein Dasein als Vertreter einer Art, Gattung, benannt wird; besondere Benennung eines einzelnen Wesens oder Dinges, durch die es von ähnlichen Wesen oder Dingen unterschieden wird (21. Jh. ndt.);

Mit dem Wort Name wird gemein die Benennung von Personen in Verbindung gebracht, ein Name einer Person ist daher mit einem Schildchen an einer Ware vergleichbar und kaum beachtet ist der umstand, dass alle Benennungen Namen für Dasein und Daseinszustände sind, somit die Benennung eines kühlenden, einem Schrank ähnlichen Gerät zu Kühlschrank, Kühlschrank der Name des dieser Art von Geräte ist (21 Jh. ndt.).

Namen haben keinen eigenen dinglichen, gegenständlichen Inhalt oder Bestand, haben keine Gestalt im Dasein, Namen sind dem Dasein "angehängt", nimmt man das Dasein weg, bleibt nichts zurück, und somit ist ein Name nur wie ein angehängtes Schildchen, ein Namensschildchen für ein Dasein und als Träger einer begrifflichen Bedeutung ist der nichtdingliche, nichtgegenständliche Inhalt eines Wortes dessen Bedeutungsinhalt.

Auch wenn ein Name kein eignes Dasein im Dasein hat, damit weder eine Wirkung im Dasein erfahren, erleiden oder erwirken kann, so übt über den Namen dessen Wortbedeutung  Einfluß auf die Einstellung und das Dasein eines Menschen entsprechend dem aus, welchen Bedeutungsinhalt der jeweilige Mensch einem Namen, selbst gegeben hat und da jeder Name ein Wort ist, trifft dies auf jedes Wort zu! (21. Jh. ndt.);

Namehttps://de.wikipedia.org/wiki/Name

14. November 2023 um 12:54 Uhr

Ein Name ist, nach einer aktuellen wissenschaftlichen Definition, ein verbaler Zugriffsindex auf eine Informationsmenge über ein Individuum.[1] Namen sind somit einer Person, einem Gegenstand, einer organisatorischen Einheit (z. B. einem Betrieb) oder einem Begriff zugeordnete Informationen, die der Identifizierung und Individualisierung dienen sollen (Funktion der Namenklarheit).

Mit der wissenschaftlichen Erforschung von Namen beschäftigt sich die Onomastik. Sie unterteilt sich in die Namenkunde, die Geschichte, Gebrauch und Etymologie der Namen klärt, und die Theoretische Namenforschung, die sich mit der Natur von Namen an sich beschäftigt. Die Namentheorie beschäftigt sich demnach mit der Hauptbedeutung, der Denotation, der Namen, während sich die Namenkunde über die Denotation hinaus, mit der Konnotation der Namen beschäftigt. Siehe auch Artikel Theoretische Namenforschung und Begriff.

Etymologie

Das gemeingermanische Wort mhd. name, ahd. namo beruht auf dem indogermanischen [e]nō̌mn̥-.[2]

Einführung

Name und Allgemeinbegriff

Die moderne Logik beziehungsweise theoretische Namenforschung sieht im Namen (Nomen im logischen Sinne, also wesentlich enger gefasst als im grammatischen Sinne) einen Spezialfall der Bezeichnung. Man unterscheidet drei grundlegende Typen der Nomina:

  • Bezeichnet ein Name einen Allgemeinbegriff als eine definierte Klasse von Objekten, so nennt man ihn Appellativum oder Gattungsname
  • Ein Name im engeren Sinne, der Eigenname, fachlich Proprium, bezeichnet eine Klasse aus nur einem Objekt, einen Individualbegriff
  • Andere Nomina bezeichnen eine offene Klassen, den Substanzbegriff, der singulär, aber hinsichtlich der Anzahl der Objekte offen ist. In diesem Fall spricht man von einem Stoffnamen oder Kontinuativum.

Gottesnamen

Im Judentum

Namen sind im Judentum mehr als Begriffe, das gilt auch für die Gottesnamen. Seine „Gattungsbezeichnung“ ist Elohim, sein „Eigename“ ist JHWH – auch Tetragramm genannt –, der mit Jahwe oder seltener und später mit Jehova vokalisiert wurde. Die hebräische Schrift ist ursprünglich eine Konsonantenschrift ohne Vokale, erst die Masoreten im Mittelalter fügten Vokale hinzu. So ist JHWH eigentlich nicht übersetzbar, weil es kein Name, kein Gedanke, keine Substanz oder Existenz ist. Die zentrale Bedeutung wird allgemein mit Ich bin oder Ich bin da wiedergegeben und weist auf die Unaussprechlichkeit, Unerklärlichkeit und Unergründlichkeit Gottes hin. JHWH wurde erstmals in Genesis 4,26 gebraucht, Mose beim brennenden Dornbusch in der Wüste offenbart (Exodus 3,14) und kommt 6.823-mal in der hebräischen Bibel vor. Aus Scheu und Ehrfurcht vor JHWH, seiner Größe und Heiligkeit wurde JHWH von den Juden nach der babylonischen Gefangenschaft nicht mehr ausgesprochen, stattdessen wurden adonay (mein Herr) und heute ha-schem (der Name), ha-makom (der Ort) oder adoschem(Wortkombination von Herr und Name) gebraucht.[3][4][5]

Im Islam

Personennamen (Anthroponyme)

Die Personennamen umfassen die Bezeichnungen für Einzelwesen (Vornamen und Familiennamen). Volksbezeichnungen und Stammesnamen sind keine Eigennamen, sondern Gattungsnamen.

Im deutschen Sprachraum hat sich seit dem 12. Jahrhundert ein zweigliedriges Namensystem mit einem Individualnamen (Vorname, Rufname, Nebenname) und Familiennamen (Beiname, Nachname, Zuname) entwickelt. In anderen Ländern gibt es verschiedene Namensysteme. So verwendet man beispielsweise in Russland ein dreigliedriges Namensystem mit einem Vatersnamen. Solche mehrgliedrigen Namensysteme sind seit der Antike bekannt. Die römischen Namen bestanden aus bis zu drei Elementen und gliederten sich in Vorname (Praenomen), Sippenname (Nomen Gentile) und Beiname (Cognomen). Letzterer hatte große Bedeutung, weil die antiken Römer nur sehr wenige Vornamen zur Auswahl hatten und Sippennamen ein Privileg der Oberschicht waren.[6] Die verschiedenen Namensysteme und die dazu geltenden gesetzlichen Regelungen (Namensrecht) sind aufgelistet in:

  • Erich Mergenthaler und Heinz Reichard: Standesamt und Ausländer. 30. Auflage, Frankfurt am Main 2006.
  • Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Europäische Personennamensysteme. Ein Handbuch von Abasisch bis Zentralladinisch. Hamburg 2007.

Ein auffälliges Merkmal, das speziell bei Familiennamen im deutschen Sprachraum zu beobachten ist, besteht darin, dass es eine Tendenz zur Variation (Diversifikation) ein und desselben Namens gibt. So existieren als sog. „adjektivische Übernamen“[7] neben „Lang“ auch die Formen „Lange“, „Langer“ und „Langen“, ein Phänomen, das bei vielen Namen auftritt.[8] Bei Vornamen wiederum ist festzustellen, dass viele von ihnen Benennungsmoden unterliegen, die dafür sorgen, dass ein bestimmter Name häufiger wird, einen Höhepunkt der Beliebtheit erreicht und dann wieder an Häufigkeit verliert.[9]

Künstlernamen/Pseudonyme

In der Kunst spielen Namen eine wichtige Rolle. Mit dem Eigen- oder Künstlernamen sich einen „Namen“ zu erarbeiten, ist eine der größten Motivationen der meisten Künstler. Mit der Bekanntheit des eigenen „Namens“ steigt häufig auch der Handelswert seiner angebotenen Kunst.

Salvador Dalí ging gegen Ende seiner Karriere spielerisch mit seinem Namen um. So signierte er weiße Blätter und verkaufte diese. Den Käufern stand es frei, ein Bild zu malen, das den Namen Dalí trug.

Kunstnamen

In literarischen und filmischen Werken tragen die handelnden Personen und die Orte, an denen die Handlung stattfindet, zuweilen fiktive sprechende Namen. Hierdurch sollen sie bereits durch ihre äußere Benennung ihrem inneren Wesen nach charakterisiert werden.

Das Stilmittel der sprechenden Namen ist bereits seit der Antike bekannt und findet sich ebenso in den mündlichen Überlieferungen von Mythen und Sagen in den verschiedensten Kulturkreisen.

In der klassischen allegorischen Literatur bedürfen die Namen meist keiner Interpretation seitens des Lesers. So trifft der Pilger in John Bunyans The Pilgrim’s Progress unter anderem den Riesen „Verzweiflung“, der Herr der „Burg des Zweifels“ ist. Ästhetisch reizvollere Codierungen erfolgen insbesondere durch Wortspiele, Buchstabendreher, Lautmalerei oder Akronyme.

Geographische Namen (Geographika)

Geographische Namen im eigentlichen Sinne sind immer Individualnamen. Geographische Klassennamen werden nicht zu den Geographika (Sg.: Geographikum) gezählt.

Großobjektnamen (Makrotoponyme)

  • Gemeindeverbandsnamen
  • Himmelskörper- und Himmelssphärennamen (Kosmonyme)
  • Örtlichkeitsnamen (Toponyme, Ortsnamen im weiteren Sinne)
    • Gebirgs- und Bergnamen (Oronyme)
    • Gewässernamen (Hydronyme): Meeres-, See-, Fluss-, Bach-, Kanal-, Sumpfnamen
    • Insel- und Halbinselnamen
    • Raumnamen (Choronyme): Erdteile-, Meeres-, Zonen-, Regions-, Wüsten-, Landschaftsnamen, Talnamen
    • Siedlungsnamen (Oikonyme, Ortsnamen im eigentlichen Sinne): Stadt-, Dorf-, Burg, Stadtteil-, Ortsteilnamen, Wüstungsnamen
    • Wald- und Forstnamen, Reviernamen

Viele dieser Namen können aber auch zu den Mikrotyponymen gerechnet werden, wenn sie kleinere Objekte ansprechen.

Himmelskörper- und Sphärennamen (Kosmonyme)

Die Einteilung der Himmelskörper- und Sphärennamen erfolgt nach Planeten, Monden, Kleinplaneten, Sternen (Astronyme) und Sternbildern. Dabei wurden zunächst für jene Himmelskörper unseres Sternsystems Namen vergeben, die von der Erde aus sichtbar waren. Sie wurden durchweg nach Göttern aus Mythen benannt, wobei in der Antike jedes Volk seine eigenen Götternamen vergab. Heutzutage haben sich die Götternamen der Römer als Fachterminologie durchgesetzt. Die dazugehörigen Monde erhielten ebenfalls Bezeichnungen aus den Mythen. Diese wurden passend zu den Götternamen des Planeten, den sie umkreisten, vergeben.

Ab 1801 begannen sich die astronomischen Forschungen auszuweiten und die ersten Planetoiden wurden gesichtet. Diese erhielten zu Beginn die Namen der Göttinnen. Mit zunehmender Fülle der Kleinplaneten mussten jedoch irdische Frauennamen genutzt werden. Auch die Sternbilder haben in der Mehrzahl einen mythischen Hintergrund.

Anders hingegen verfuhr man bei Sternen. Bevor Koordinaten zu ihrer Unterscheidung genutzt wurden, erhielten sie meist arabische Namen nach ihren Entdeckern. Die Araber waren im 8. und 9. Jahrhundert führend in der Astronomie. Sternensysteme oder auch Nebel besitzen hingegen selten Eigennamen.

Raumnamen (Choronyme)

Nach Peter von Polenz unterteilen sich die Raumnamen in naturräumliche und politische Gebilde. Erstere umfassen Landschaften und Gebiete, letztere fest umgrenzte Räume (Bezirks- und Ländernamen). Bereits in frühester Zeit wurden Stammesbezeichnungen als Raumnamen verwendet. Erhaltene Beispiele sind etwa Niedersachsen (nach den Sachsen), Bayern (nach den Baiern), Thüringen (nach den Thüringern), Hessen (vermutlich nach den Chatten), Westfalen (nach den Westfalen) und Holstein (nach den Holsten).

Gewässernamen (Hydronyme)

Die Gewässernamen sind die ältesten Zeugnisse unserer Sprache. Da insbesondere an den größten Flüssen die ersten Besiedlungen zu finden waren, wurden hier die ersten Gewässernamen vergeben. Daraus resultiert die Beobachtung, dass je größer ein Fluss, umso älter sein Name ist. Es wird zwischen stehenden und fließenden Gewässern unterschieden, wobei insbesondere die fließenden Gewässer im Mittelpunkt des Interesses der Forschung stehen.

In der Gewässernamenforschung haben Hans Krahe und dessen Schüler W. P. Schmidt die bis heute stark umstrittene Theorie der Alteuropäischen Hydronymie geprägt. Sie besagt, dass es Gewässernamen gibt, die außerhalb ihrer Einzelsprache in ganz Europa Entsprechungen besitzen, wodurch die Existenz einer voreinzelsprachlichen, indogermanischen Sprache belegt werden soll. Ein Beispiel hierfür ist die Isère in Südfrankreich – Iser/Jizera in Tschechien – Isar in Deutschland – IJssel in den Niederlanden.

Ortsnamen (Toponyme)

Die Ortsnamenforschung beschäftigt sich im Besonderen mit den Strukturen, der Entstehung, dem Wandel und dem Verlust von Siedlungsbenennungen. Sie geht dabei diachronisch vor, indem sie von der heutigen Ortsnamenform ausgehend Belege sammelt und mit Hilfe derer versucht, den ursprünglichen Namen zu rekonstruieren. Anhand dieser Grundform kann die Etymologie des Namens bestimmt werden. Unterschieden wird dabei nach Bildungsweise der Orte und sprachlicher Zugehörigkeit.

Kleinobjektnamen (Mikrotoponyme)

  • Kleinräumige Örtlichkeitsnamen
  • Flurnamen: Gewann- und Parzellenamen, Ackerbau- und Viehwirtschafts-, Weidewirtschaftsnamen
  • Wegenamen (Hodonyme): Straßen-, Gassennamen, Platznamen
  • Haus-, Hof und Gebäudenamen
  • Bergbaunamen: Zechen- und Schachtnamen
  • und viele andere

Flurnamen

Flurnamen sind sprachliche Zeichen, die der Orientierung im Raum, zur Identifizierung sowie Individualisierung von Objekten kleinerer landschaftlicher Einheiten dienen.[10] Dazu gehören: Äcker, Wiesen, Spezialkulturen (Reben, Hanfgärten), Hecken, Wälder, Berge, Täler, Alpen, Felsen, Bäche, Flüsse, Seen, Quellen, Brunnen, Wege, Gassen, Grenzen und Gewerbeanlagen (Köhlereien, Mühlen, Stampfwerke).[11] Flurnamen bezeichnen demnach die unbesiedelten Teile einer Landschaft. Aufgrund ihrer geringen kommunikativen Reichweite werden sie auch als Mikrotoponyme bezeichnet. In der Forschung ist umstritten, ob Objekte innerhalb von Siedlungen den Flurnamen zuzurechnen sind oder nicht. In Bezug auf Bildungsweise und sprachliche Zugehörigkeit sind sie den Ortsnamen vergleichbar.

Straßennamen (Hodonyme)

Straßennamen (griechisch ὁδός hodós ‚Straße‘) dienen der Orientierung in einer Stadt. Sie werden unterteilt in längliche Gebilde (Prodonyme) und Plätze (Agoronyme). Sie sind im Mittelalter entstanden. Seitdem werden sie oft zu politischen Zwecken genutzt, wobei man sich heute zunehmend um zeitlose Namen bemüht. Hierzu gibt es für die Kommunen Arbeitshilfen, vor allem, um Doppelbenennungen oder gleichklingende Namen zu vermeiden. Im Zuge dieser neuen Benennungssituation sind zunehmend hodonymische Felder entstanden. Das bedeutet, dass zusammenhängende Gebiete nach einheitlichen Gesichtspunkten benannt werden, bspw. nach Komponisten, Blumen oder Planeten.

Daneben gibt es auch Hodonyme, die zu den Makrotoponymen gezählt werden können, etwa Via Appia für die römische Fernverkehrsstraße oder Brenner Autobahn, sowie für Eisenbahnstrecken wie Transsibirische Eisenbahn.

Haus- und Hofnamen

Bevor im 18. Jahrhundert nach französischem Vorbild Hausnummern eingeführt wurden, waren die Haus- und Hofnamen ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal in den Städten. Sie teilten die Städte in Viertel und trennten sie von den Vorstädten und Dörfern. Vor allem die öffentlichen Bauten erhielten Titel, sowie Kaufhäuser und Mietshäuser mit entsprechendem Standard. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Verwendung von Haus- und Hofnamen stark zurück und ist nur noch in sehr ländlichen, wenig dicht besiedelten Gebieten üblich.

Ereignisnamen

– immer Individualnamen –

  • Politische Ereignisnamen: Volksbewegungen, Revolutionsnamen, Kriegsnamen, Konfliktnamen
  • Feier- und Festtagsnamen
  • Epochennamen
  • Naturereignisnamen

Institutionsnamen (Ergonym)

– immer Individualnamen –

  • Verwaltungsbereichsnamen: Staats-, Landes-, Provinz-, Bezirks-, Kreisnamen
  • Arbeits- und Bildungsstättennamen
  • Erholungsstättennamen
  • Gedenk- und Kulturstättennamen

Bildungsstättennamen

Bildungsstätten sind Prestigeobjekte, weswegen sie sich besonders zur Namenvergabe eignen. Meist sind die Namen aus einer Nominalgruppenstruktur gebildet, deren Kern ein appellativisches Nomen (Schule, Hochschule, Universität (→ „Universitätsnamen“), Institut) bildet. Durch Komposition werden diese mit Attribution oder asyndetischen Nachstellungen verbunden.[12]

Die Namen der Bildungseinrichtungen beziehen sich meist auf den Gründer/Stifter, den (finanziellen) Förderer oder auf Patrone, das heißt Personen, die keine direkte Beziehung zu der Bildungseinrichtung haben, aber trotzdem ein besonderes Prestige besitzen.[12] Ziel dieser Namengebung ist, die betreffende Persönlichkeit zu ehren, an sie zu erinnern oder ihre Vorbildfunktion zu betonen.

Demgegenüber gibt es Namen, die nur einen intensionalen Gehalt besitzen. Sie teilen lediglich sachliche Informationen mit, um entweder die Institution, die fachliche Spezifikation oder die Trägerschaft zu kennzeichnen. Dabei soll absichtlich auf (selbst)bewertende Informationen verzichtet werden.

In Deutschland muss der potentielle Prestigegehalt in sinnvollem Verhältnis zur Wichtigkeit der Institution stehen. Dementsprechend tragen Bildungseinrichtungen mit hohem Prestige keine Patronatsnamen, dagegen beispielsweise Grund- und Hauptschulen meist Namen mit regionaler Bedeutung.

Produktnamen (Ergonyme)

  • Verkehrsmittelnamen (können sowohl Individualnamen, z. B. eines Schiffes oder einer Lokomotive sein, als auch Gattungsnamen, z. B. einer ICE-Linie)
  • Warenzeichennamen (immer Gattungsnamen)
  • Warennamen (Ökonyme) (immer Gattungsnamen)
  • Mediennamen (können Individualnamen sein, z. B. Name eines Films, auch wenn es streng genommen mehrere Kopien gibt und zahlreiche Aufführungen, oder Gattungsnamen, z. B. Name einer Fernsehserie)
  • Bücher- und Zeitschriftennamen (immer Gattungsnamen)
  • Produktionsverfahrensnamen, Technologienamen (immer Gattungsnamen)

Warennamen (Ökonyme)

– immer Gattungsnamen, erst die Seriennummer ist der Individualname – Zu den Warennamen gehören Artikelnamen, Markennamen und Firmennamen. Sie müssen bestimmte Informationen an den Käufer übermitteln, sei es über den Hersteller, den Herstellungsort, den Stoff des Produkts, die Eigenschaften des Produkts, den Verwendungszweck oder die Wirkungsweise.

Sie sind insofern eine besondere Gruppe, als dass die Namen zu Gattungsbegriffen werden können. Als Beispiel sei hier das Taschentuch von Tempo genannt, das ursprünglich die herstellende Firma betitelte und nun im alltäglichen Sprachgebrauch das Papiertaschentuch betitelt.

Die Warennamen sind markenrechtlich geschützt. Die gesetzlichen Bestimmungen dazu, sind nachzulesen in:

  • Volker Ilzhöfer: Patent-, Marken- und Urheberrecht. 5. Auflage, München 2002.

Mediennamen

Die Namen für die verschiedenen Medien sind durch gesetzliche Regeln definiert und geschützt. Mit der Firma wird ein bestimmtes Unternehmen namentlich gekennzeichnet und somit individualisiert.

Sie sind die Namen, die am stärksten Modeerscheinungen unterworfen sind. Die Marketinganforderungen an einen Mediennamen sind:

  • Er muss sich von denen der Wettbewerber unterscheiden.
  • Er muss einen Neuigkeitseffekt auslösen.
  • Er muss den neuen Wert kommunizieren.
  • Er muss unverwechselbar attraktiv sein.
  • Er muss schutzfähig (Kennzeichenrecht) sein.

Entsprechende gesetzliche Bestimmungen finden sich bei:

  • Volker Ilzhöfer: Patent-, Marken- und Urheberrecht. 5. Auflage, München 2002.

Namen für Handlungen

  • Tanz- und Spielnamen

Namen für Gedankliches

  • Literarische Namen
  • Planungen

Musikalische Namen

  • Instrumentennamen (gehören i. d. R. zu den Warennamen, es gibt aber auch berühmte Musikinstrumente mit Individualnamen)
  • Kompositionsnamen (grundsätzlich Individualnamen)

Sonstige Namen

  • Tier- und Pflanzennamen (Gattungsnamen, daneben Individualnamen einzelner Tier- und Pflanzenindividuen)
  • Meteorologische Namen
  • Gegenstände (Chrematonyme)

Tier- und Pflanzennamen

Tiere, zu denen Menschen eine besondere Beziehung aufbauen, erhalten sehr oft Namen, die menschlichen Namen entsprechen. In Märchen, aber auch in Erzählungen der Neuzeit, haben Tiere oft Namen.

Dagegen ist die schon seit der Antike nachweisbare von Carl von Linné in unserer heutigen Form eingeführte Nomenklatur nicht im engeren Sinn „Name“, sondern bezieht sich meist auf Eigenschaften, die in die Gattungsnameneingearbeitet werden. Diese Eigenschaften können sowohl Organe, Aussehen als auch Fundorte beschreiben. Des Weiteren werden auch teilweise Personen gewürdigt, die die Art als erste beschrieben haben bzw. geehrt werden sollen. Deutsche Tier- und Pflanzennamen werden nach ähnlichen Gesichtspunkten gebildet, beruhen jedoch nicht grundsätzlich auf Binominalität.

Eine weitere Form der Tier- und Pflanzennamen sind Benennungen von Zuchtformen, also von willentlich erzeugten Kreuzungen bzw. Hybriden von Tieren und Pflanzen. Die Namensgebung erfolgt meist durch die Züchter, die ihre Erzeugnisse oft nach sich selbst oder dem Zuchtort benennen. Allerdings werden vor allem Zuchtpflanzen häufig nach berühmten Persönlichkeiten (z. B. Herrschern) benannt.

Meteorologische Namen

Die meteorologischen Namen wurden von Clement Lindley Wragge geprägt. Er vergab als erster weibliche Vornamen für tropische Wirbelwinde und männliche für außertropische Tiefdruckwirbel mit Sturm- und Orkanfeldern. Bekanntermaßen verwendete er mit Vorliebe die Namen ihm missfälliger Politiker.

Aber erst in den 1950er Jahren setzte sich die Benennung für meteorologische Erscheinungen durch. Dies resultierte daraus, dass für die Jagdflugzeuge des amerikanischen Militärs eine Umschreibung der Phänomene zu lange dauerte. Zuerst wurden dabei die Unterteilungen von Clement L. Wragge nach männlichen und weiblichen Vornamen beibehalten. Als aber wiederholte Beschwerden an die Öffentlichkeit kamen, beschloss man 1979, beide Geschlechter gleichmäßig mit den Namen der Wirbelstürme zu belasten. Dazu wurde 1979 eine offizielle Liste der IHC herausgegeben.[13] Diese Namensliste ist bis heute Grundlage für die Bezeichnungen tropischer Wirbelstürme. In Deutschland werden seit den 1950er Jahren Hoch- und Tiefdruckgebiete benannt. Diese Liste wurde ursprünglich von Richard Scherhag geschrieben, heute werden die Namen im Rahmen der Aktion Wetterpate von der Technischen Universität in Berlin versteigert. Diese Namen werden inzwischen bei Starkwindereignissen von den Medien auch außerhalb Deutschlands verwendet. Eine Benennung von Tiefdruckgebieten erfolgt auch beim norwegischen Wetterdienst.

Gegenstände (Chrematonyme)

Auch Gegenstände hatten oder haben Eigennamen; dies ist in verschiedenen Kulturen üblich. So führten etwa bei den Germanen einzelne Schwerter (z. B. Siegfrieds Schwert „Balmung“) oder Helme Namen, heute noch Autos(z. B. die „Grüne Minna“), Schiffe, Eisenbahnzüge, Puppen oder Spieltiere.

Verschleierung von Namen

In vielen Fällen und aus unterschiedlichen Motiven heraus werden die echten Namen unkenntlich gemacht. Dies kann dazu dienen, eine Person anonym zu lassen (Kryptonym, Pseudonym) – wie im Falle von „Peter Panter“ für „Kurt Tucholsky“ – oder auch eine erwünschte Wirkung, z. B. in der Werbung, zu erzielen, indem eine einprägsame Bezeichnung gebildet wird (z. B. „Haribo“ für „Hans Riegel, Bonn“). Kryptonyme werden auch genutzt, um Aktionen oder Projekte mit einem „verdeckten“, doch einprägsamen Wort zu benennen.

Zitate

  • „Der Name ist nicht alles, aber ohne guten Namen ist alles nichts.“ – (Karl-Heinz W. Smola, Trend- und Zukunftsforscher)
  • „Ein guter Name ist mehr wert als Reichtum.“ – (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller)
  • „Nomen est omen.“ – (lateinisches Sprichwort; „der Name ist ein Zeichen“)
  • „Name ist Schall und Rauch.“ – (Goethe, Faust I, Szene Marthens Garten)
  • „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ – (Victor von Hase, Jurist)

Siehe auch

Literatur

  • Adolf Bach: Deutsche Namenkunde. Mehrbändiges Werk, Heidelberg 1953.
  • Dieter Berger: Geographische Namen in Deutschland. Herkunft und Bedeutung der Namen von Ländern, Städten, Bergen und Gewässern. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 1993.
  • Peter Jordan, Hubert Bergmann, Catherine Cheetham und Isolde Hausner (Hrsg.): Geographical Names as a Part of Cultural Heritage. Wien 2009 (= Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie, Band 18). ISBN 978-3-900830-67-0
  • Dietz Bering: Grundlegung kulturwissenschaftlicher Studien über Straßennamen: Der Projektentwurf von 1989. In: Jürgen Eichhoff und Wilfried Seibicke (Hrsg.): Name und Gesellschaft: soziale und historische Aspekte der Namengebung und Namenentwicklung. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2001, S. 270–281
  • Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Namenarten und ihre Erforschung. Ein Lehrbuch für das Studium der Onomastik. Hamburg 2004
  • Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Namenforschung morgen. Ideen, Perspektiven, Visionen. Hamburg 2005
  • Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Europäische Personennamensysteme. Ein Handbuch von Abasisch bis Zentralladinisch. Hamburg 2007
  • Frans Hendrik Breukelman: "Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. ISBN 978-90-435-1705-8 (nur niederländisch, deutsch: Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel)
  • Ernst Eichler: Namenforschung. Ein internationales Handbuch zur Onomastik. mehrbändiges Werk, München und New York
  • Dieter Geuenich und Ingo Runde (Hrsg.): Name und Gesellschaft im Frühmittelalter. Personennamen als Indikatoren für sprachliche, ethnische, soziale und kulturelle Gruppenzugehörigkeiten ihrer Träger. (= Deutsche Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage, Band 2), Hildesheim, Zürich und New York 2006
  • Karl Gutschmidt: Bemerkungen zum Gegenstand und zu den Aufgaben der poetischen (literarischen) Onomastik. In: Germanistische Linguistik. Berichte aus dem Forschungsinstitut für Deutsche Sprache, Marburg, Lahn.Band 98–100, 1989, S. 425–430.
  • Hartwig Kalverkämper: Eigennamen in der Fachkommunikation: Onomastik der Moderne – eine moderne Onomastik?. Hamburg 2006
  • Gerhard Koß: Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik. 3. Auflage. Niemeyer, Tübingen 2002
  • Hans Krahe: Vom Illyrischen zum Alteuropäischen. In: Indogermanische Forschungen. Band 69, 1964, S. 201–212.
  • Hans Krahe: Die Struktur der alteuropäischen Hydronymie. Mainz und Wiesbaden 1963.
  • Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im gesamten deutschen Sprachgebiet. 5., durchgesehene und korrigierte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004. ISBN 3-423-03266-9.
  • Hartwig Lödige: Ketchup, Jeans und Haribo. Die letzten Rätsel unserer Sprache. München 2001.
  • Andreas Lötscher: Von Ajax bis Xerox. Ein Lexikon von Produktnamen. Zürich 1992
  • Kornelis Heiko Miskotte: Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments. Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, ISBN 3-927718-66-1. Zu den Gottesnamen und JHWH siehe Seiten 127–301)
  • Peter von Polenz: Landschafts- und Bezirksnamen im frühmittelalterlichen Deutschland. Untersuchungen zur sprachlichen Raumerschließung. Mehrbändiges Werk, Marburg 1961
  • Christoph Platen: Ökonymie. Zur Produktnamen-Linguistik im Europäischen Binnenmarkt. Niemeyer, Tübingen 1997. ISBN 3-484-52280-1. Das Buch behandelt speziell linguistische Aspekte der Produktnamen.
  • Karl-Otto Sauerbeck: Beziehungen zwischen Eigennamen in der Literatur. In: Beiträge zur Namenforschung, Neue Folge, Band 31, 1996, S. 407–424
  • W. P. Schmid: Der Begriff Alteuropa und die Gewässernamen in Polen. In: Onomastica. Band 27, 1982, S. 55–69.
  • Rudolf Schützeichel und Matthias Zender: Namenforschung. Heidelberg 1965
  • Wilfried Seibicke: Die Personennamen im Deutschen. de Gruyter, Berlin/New York 1982. ISBN 3-11-007984-4.
  • Konstanze Seutter: Eigennamen und Recht. Tübingen 1996.
  • Adolf Socin: Mittelhochdeutsches Namenbuch nach oberrheinischen Quellen des 12. und 13. Jahrhunderts. Basel 1903; Neudruck Darmstadt 1966.
  • Jochen Teuffel: NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. Interkulturelle Theologie. Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348
  • Jürgen Udolph: Germanische Hydronymie aus kontinentaler Sicht. In: Beiträge zur Namenforschung, Neue Folge, Band 24, 1989, S. 269–291.
Wiktionary: Name – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Name – Zitate

Einzelnachweise

  1. Ernst Hansack: Das Wesen des Namens. In: Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Namenarten und ihre Erforschung. Hamburg 2004, S. 51–69.
  2. Das Herkunftswörterbuch (= Der Duden in zwölf Bänden. Band 7). 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989, S. 479. Siehe auch DWDS („Name“) und Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 7. Auflage. Trübner, Straßburg 1910 (S. 327).
  3. Frans Hendrik Breukelman: Sjemot: de eigen taal en de vertaling van de Bijbel", BT II/2. Kok, Kampen, 2009. ISBN 978-90-435-1705-8 (nur niederländisch, deutsch: Namen: Die Sprache und die Uebersetzung der Bibel)
  4. Kornelis Heiko Miskotte: Wenn die Götter schweigen. Vom Sinn des Alten Testaments. Stoevesandt, München 1963. (neu aufgelegt bei Spenner, Kamen 1995, ISBN 3-927718-66-1) Zu JHWH siehe Seiten 127–301
  5. Jochen Teuffel: NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Von den Schwierigkeiten mit dem europäischen Gottesbegriff. Interkulturelle Theologie. Zeitschrift für Missionswissenschaft (ZMiss) 37, 4/2011, Seiten 332–348.
  6. Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. 4. Auflage, München 2003, S. 38.
  7. Wilfried Seibicke: Die Personennamen im Deutschen. De Gruyter, Berlin und New York 1982, ISBN 3-11-007984-4, S. 174.
  8. Hermann Bluhme: Bemerkungen zu den Formen des Namens Schmidt. In: Peter Grzybek und Reinhard Köhler (Hrsg.): Exact Methods in the Study of Language and Text. Dedicated to Gabriel Altmann on the Occasion of his 75th Birthday. Mouton de Gruyter, Berlin und New York 2007, ISBN 978-3-11-019354-1, S. 33–38.
  9. Gerhard Koß: Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik. Niemeyer, Tübingen 1990, ISBN 3-484-25134-4, S. 88.
  10. Wolfgang Kleiber: Die Flurnamen. In: W. Besch, O. Reichmann und St. Sonderegger (Hrsg.): Sprachgeschichte. Berlin und New York 1985, S. 2130, Sp. 1.
  11. Erika Waser: Flurnamen. In: Andrea und Silvio Brendler (Hrsg.): Namenarten und ihre Erforschung. Hamburg 2004, S. 350.
  12. Andreas Lötscher: Namen von Bildungseinrichtungen. In: Ernst Eichler: Namenforschung. München und New York 1996, Band 11.2, S. 1552.
  13. Interdepartmental Hurricane Conference (Memento vom 17. April 2007 im Internet Archive).

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