„Werk:Krieg oder Frieden“ – Versionsunterschied
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Dies ist alles so offensichtlich und man muss sich fragen, warum dies alles bislang nicht erkannt und bekannt gemacht wird, warum wir überhaupt Politiker, Psychlogen, Soziologen und so weiter beschäftigen, die dies nicht erkennen. Die Antwort ist inzwischen wohl gleichlautend, da es sich wiederum um gelehrte Ignoranz, Unvernunft und Fehlausrichtung und es sich auch hier um Lehren handelt, die bereits meinen die Ursachen zu kennen ohne sie je erkannt zu haben und daher Motive verfolgen, die alles andere als eine hohe Gesinnung haben. | Dies ist alles so offensichtlich und man muss sich fragen, warum dies alles bislang nicht erkannt und bekannt gemacht wird, warum wir überhaupt Politiker, Psychlogen, Soziologen und so weiter beschäftigen, die dies nicht erkennen. Die Antwort ist inzwischen wohl gleichlautend, da es sich wiederum um gelehrte Ignoranz, Unvernunft und Fehlausrichtung und es sich auch hier um Lehren handelt, die bereits meinen die Ursachen zu kennen ohne sie je erkannt zu haben und daher Motive verfolgen, die alles andere als eine hohe Gesinnung haben. | ||
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Version vom 14. November 2023, 18:14 Uhr
| Zum Inhaltsverzeichnis: | 10 Verhalten und Verhaltensantworten |
| zur Vorfolgeausgabe: | Das Maß aller Dinge |
| Schriftstück Ausgabe: | 20210421S1 |
| zur Nachfolgeausgabe: | Wie freier Wille Lust bewirkt |
Erkenntnis und Wahrheit und die Güte der Wahrheit ist an sich wie eine Rechenaufgabe. Es mag vielfältige Rechenwege als Lösungswege geben, die zum jeweiligen Ergebnis führen. Egal wer wie rechnet, wird dasselbe Ergebnis herausbekommen werden, da es nur eine Wahrheit gibt - die Wahrheit an sich.
Wenn man daher zu unterschiedlichen Ergebnissen kam, so ist doch klar, dass einer einen Fehler in dessen Rechnung haben wird. Vorauszusetzen, dass man selbst richtig gerechnet habe ist an sich dumm, da man sich vertan oder geirrt haben könnte. Auch wenn man nochmals nachrechnet und zum selben Ergebnis wie zuvor gelangt, bedeutet dies immer noch nicht bedingt, dass man das richtige Ergebnis hat.
Die verwendeten Zahlen, die Formel und der Rechenweg könnten Fehler enthalten und so würde man diese nicht erkennen, wenn man diese nicht infrage stellt und erneut überprüft. Selbst wenn man dann immer noch nicht einen Fehler darin erkennt, bedeutet dies nicht, dass man richtig gerechnet hat.
Man wird erst dann schlauer, wenn man die Rechnung des anderen schaut, überprüft und sie mit seiner eigenen vergleicht. Dies tuend wird man dann die Fehler aufgrund von abweichenden Ausgangszahlen, Formel, Rechnungsweg oder Berechnungsfehler bei sich selbst und oder dem anderen feststellen.
Das Streben sollte bestehen, das Ergebnis mit der höchsten Richtigkeit zu erhalten und man mag dabei in der Anzahl der Stellen nach dem Komma abweichen, jedoch nicht in den einzelnen Werten der Zahlen, deren Anzahl dieser vor dem Komma und auch nicht in deren Abfolge.
Geht man von gleichen Zahlen aus und verwendet man dieselbe Formel, so wird man unabhängig vom Rechenweg ausgehend auf dasselbe Ergebnis kommen.
Selbst wenn man dann alle eigenen Mängel in der Rechnung behoben hat und nun alle beteiligten auf dasselbe Ergebnis kommen, bedeutet dies immer noch nicht, dass das Ergebnis auch der Wahrheit im Vergleich zum Dasein übereinstimmt, da das Dasein keine mathematische Formel sondern selbst ein Ergebnis als Dasein ist.
So könnten sich selbst die fähigsten Genies im Ergebnis einer Rechnung einig sein und dennoch in Bezug auf Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit und Dinglichkeit (Realität) eines Daseins davon abweichen bis entgegengesetzt liegen und es nicht bemerken, wenn sie ihrer Rechnung mehr Wahrheitsgüte zugestehen, als dem Dasein selbst.
Letzteres tun die meisten Gelehrten, haben es zu allen Zeiten überwiegend getan und unsere Akademiker tun es umso mehr, da sie im Grunde Mathematik als die höchste Wissenschaft mit der höchsten Wahrheitsgüte ansehen, wie es ebenso die Logiker und Statistiker in Bezug auf ihre Disziplinen tun.
Religionsgelehrte begehen denselben Mangel in Bezug auf ihren Glauben. Und die meisten Menschen stellen ihre eigenen Berechnungen jeweils als mit höherer Wahrheitsgüte dar, als derjenigen, die zu einem anderen Ergebnis gelangt sind.
Sie begehen meist den Fehler ihre eigenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht zu hinterfragen, zu überprüfen und vor allem Fehler, die die des anderen als gleichrangig wertig zu betrachten, diese ebenso es wert sind überprüft zu werden und richtiger als die eigenen sein könnten.
Glauben ist an sich Ergebnis ohne je eine Berechnung durchgeführt zu haben und so sind sie scheinbare Berechnungen, die ein Ergebnis zu haben lediglich vortäuschen. Dann hinzugehen und zu sagen, dee Glaube eines anderen sei falsch, obwohl dieser in gleicher Weise dazu gelangt ist, erscheint mir doch sehr fragwürdig, da man auf diese Weise vorgehend dich und zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen kann.
Gerade Gläubige müssten sehr an den Glauben anderer interessiert sein, um herauszufinden, wie dies möglich ist und ob ihr eigener Glaube überhaupt richtiger sein kann.
Gläubige stützen sich auf Berechnungen früherer Gelehrter, die keine Berechnungen durchgeführt haben, da sie anstelle eines Glaubens doch dann überprüfbares Wissen vermitteln würden.
Die Gläubigen denken jedoch meist, dass es sich um Wissen früherer Gelehrter oder gar das Wort Gottes handeln würde, wo doch längst in Bezug auf heilige Schriften belegt ist, dass es sich um die Werke von Gelehrten verschiedenster Zeitalter und Regionen handelt.
Wenn es also unterschiedliche Ergebnisse als Ansichten über das Dasein, unterschiedliche Meinungen, Überzeugungen, Einstellungen und so weiter bestehen, so kann es sich nur um Abweichungen und Entgegengesetztheiten in Bezug auf das Dasein handeln und bei allen Beteiligten müsste es ein hohes Bestreben geben, die Fehler darin ausfindig zu machen und diese zu beheben.
Diese Bereitschaft im Hinblick darauf die Wahrheitsgüte von Ergebnissen zu überprüfen und möglichst zu steigern besteht weitestgehend nicht und meist bei Gläubigen und Menschen, die diese Bereitschaft nicht zeigen sind aufgrund niedriger Tugendhaltung und oder Daseinszustände dazu nicht in der Lage dies zu tun.
Glauben ist im Grunde lediglich Annahme von Autorität, Einschätzung oder Wahrscheinlichkeit, jedoch keine genaue Berechnung. Ein Gelehrter und Gläubiger berechnet bereits nach seinem Glauben und wird nicht mehr als Ergebnis haben, dass seinem Glauben bestätigt oder ihn verwirft, er seinen Glauben dadurch festigt oder auflöst. Einem Gläubigen wird es ähnlich ergehen.
Das Recht auf Glaubensfreiheit ist wünschenswert, jedoch endet es gegenüber anderen auf die man aufgrund seines Glaubens Einfluss ausübt. Das Recht auf Glaubensfreiheit besagt, dass man seinen Glauben ausüben darf, jedoch nicht, dass man andere nach seinem eigenen Glauben ausrichtet.
Die meisten Religionen erheben für sich den Anspruch der einzig wahre Glauben zu sein und sprechen damit die Gültigkeit und Wertigkeit eines anderen Glaubens ab. Eine Religion die dies tut, gewährt keine Glaubensfreiheit und ihr sollte daher solange keine gewährt werden, bis sie diese unbeweisbare Annahme aufhebt.
Ein Gläubiger müsste einen anderen Menschen an sich erst Fragen, ob er nach seinem Glauben auf ihn Einfluss nehmen darf und nur bei Übereinstimmung darauf Einfluss nehmen. Ebenso trifft dies auf Meinungen zu.
Der Einfluss auf andere gemäß des eigenen Glaubens erfolgt meist verdeckt bis versteckt und an sich können Menschen nur in Gemeinschaften gleicher Glaubensausrichtung leben und müssten wenn nicht, den Glauben anderer als ebenso wahr und gültig wie ihren eigenen setzen.
Sie können dies jedoch nicht dauerhaft, da sie den jeweils anderen Glauben mehr oder weniger stark als Aberglauben betrachten. Ebenso steht es um die Wissenschaften, die allesamt sich eher wie sich bekämpfende Glaubensgemeinschaften verhalten.
Es ist oft beobachtbar, dass das Äussern von Unwahrheit, Streben und Handeln in Unvernunft im jeweils anderen dessen Unwahrheit und oder Unvernunft umso mehr anregt, je tiefer dessen Gesamtzustand ist und die Stimmung infolge absackt.
Dann ist ebenso oft beobachtbar, dass das Äussern von Wahrheit, Streben und Handeln in Vernunft im jeweils anderen ebenso dessen Unwahrheit und oder Unvernunft umso mehr anregt, je tiefer dessen Daseinszustand ist und die Stimmung ebenfalls infolge absackt.
Nur selten ist beobachtbar, dass das Äussern von Wahrheit, Streben nach Vernunft im jeweils anderen ebenso dessen Wahrheit und Streben nach Vernunft anregen und die Stimmung nach oben geht.
Man könnte Annehmen dass die nach oben oder nach unten gehende Stimmung ein kennzeichnendes Merkmal für das Ausmaß an Wahrheit und Vernunft wäre, jedoch kann man auch beobachten dass Leute jubelnd in den Krieg ziehen, Leute sich freuen, wenn andere Schaden erleiden und die Stimmung hochgeht und die Stimmung allein kein kennzeichnendes Merkmal von Vernunft sein kann.
Bei denjenigen, die in der Unvernunft ansteigen, steigt ebenso der Streit und Konflikt an und es ist ein Gegeneinander anstelle eines Miteinander.
Somit sind die Kennzeichen bestehender oder aufkommender Vernunft eine ansteigende oder gute Stimmung, Mitwirken aller Beteiligten und Betroffenen, ohne gegen etwas oder jemand zu sein.
Je weiter ein anderer von der eigenen vermeintlichen Wahrheit und damit seiner Unvernunft abweicht oder entfernt liegt, wird er diese umso nehr rechtfertigen, verteidigen und durchzusetzen suchen und umso geringer ist seine Bereitschaft im Hinblick auf die Ermittlung höherer Wahrheiten und Vernunft.
Wir haben damit eindeutige Kennzeichen der Vernunft, wenn die Bereitschaft zur höheren Wahrheit und Vernunft und zu einem Miteinanderwirken besteht, alle Beteiligten und Betroffenen vertreten sind und die Stimmung gut ist oder weiter ansteigt und wir Erkennen das Ausmass an bestehender oder zunehmender Unvernunft, wenn sich deren Gegenteile einstellen und nicht alle diese Kennzeichen vorhanden sind, zum Beispiel Betroffene nicht einbezogen werden.
Somit dürfte doch ganz deutlich sein, dass jeglicher Streit und Kampf doch nur dahingehend sinnvoll ist, dass die grundlegenden Kennzeichen bestehender Vernunft erwirkt werden und dass die Vernunft bei denen liegt, die dies bewirken wollen und auch dann bei ihnen liegt, wenn sie es mit Gewalt erwirken müssen, um es als bedingte Voraussetzung für gesteigerte Wahrheit und Vernunft erfüllen zu können.
Auf diese Weise kann jeder jemand und sich selbst in seiner Vernunft einschätzen und die geeigneten Maßnahmen ergreifen, um die Bereitschaft und Vorbedingungen für Vernunft zu bewirken oder zu erwirken.
Ein Daseinzustand der Unvernunft im Streit entspricht im Grunde dem eines Krieg im entstehen oder bestehen. Es gab und gibt unter Gelehrten viele Definitionen für Krieg und Frieden und die Rechtfertigung von Gewalt. Carl von Clausewitz Meinung über Krieg gelangte im 19. Jahrhundert zu Ansehen und bezeichnete den „Krieg“ als höchste Form der Selbstbehauptung eines Volkes und dessen Zweck sei "immer der Friede, in dem die eigenen Interessen dauerhaft gesichert sind." (Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 2).
Von der Wortwurzel her wird Krieg der Bedeutung nach als "Gewalt, Wucht, Ungestüm“ gedeutet, jedoch bedeutete es ursprünglich "Streben" und steht mit dem Wort Krise in der gleichen Wortfamilie und die einzig gültige Ausgestalt von Krieg besteht in dem Bestreben die Verhandlungsbereitschaft aller Beteiligten und Betroffenen eines Konfliktes im Hinblick auf höhere Wahrheit und Vernunft zu erwirken.
Es kann um nichts anderes gehen, als eine wohlwollende Einstellung aller Beteiligten und Betroffenen füreinander und sich selbst einzunehmen und und sie gleichrangig für das eigene Wohlgergehen wie das der anderen und der Natur im Hinblick auf das Erreichen guter Daseinszustände, deren Erhalt und Verbesserung ohne jede Vorverurteilung zu erwirken.
Ich bin der Kriegsdisziplin nicht so sehr Kundig und weiß nicht, ob dies je jemand ähnlich gedacht hat, jedoch ist jede Minderung dieser Definition für Krieg und dessen Zweck Ausdruck bestehender Unvernunft. Ebenso könnte der Sieger eines Krieges genauso der Verursacher des gesamten Konflikt sein und somit darf er nicht mehr Rechte in Verhandlungen haben als jeder andere am Krieg beteiligte Partei. Zudem leben wir in einer Zeit mit den Mitteln, dass jeder Krieg schon im Vorfeld verhindert werden könnte, wenn man denn wollte.
Ein Krieg zu führen war bereits meist vor Beginn der Verhandlungen zur Vermeidung eines Krieges beschlossen, wie ein Streit auszulösen oft auch im Privaten bereits vorbestimmt ist. Man erkennt sein Ausmaß der Neigung einen Streit oder Krieg anzuzetteln an dem Ausmaß bestehender Vorverurteilung des anderen. Jemand der die Ursache und den Verursacher und oder Lösung bereits entschieden hat, bringt damit seine Nichtbereitschaft für gemeinsames Streben zum Ausdruck.
Friedem besteht nur dann, wenn es keine feindlichen Bestrebungen gibt und die jeweils Betroffenen und Beteiligten im Hinblick auf das Erreichen guter Daseinszustände, deren Erhalt und Verbesserung mitwirkend sind. Wer die Bereitschaft dazu nicht zeigt kann daher als Kriegsstreiber, Konflikverursacher, Streitsüchtige an diesen kennzeichnenden Merkmalen leicht erkannt werden und es ist angesichts bestehender Unvernunft dann auch wohl unvermeidlich und vorhersehbar, dass man gegen ihn notfalls mit Gewalt vorgehen muß, um die Bereitschaft zu erzwingen.
Dies alles ist so offensichtlich und der Irrtum eines Clausewitz doch klar, dass Frieden nicht besteht, wenn nur die eigenen Interessen dauerhaft gesichert sind, sondern dies einer der Auslöser für Krieg ist, da man die Interessen der anderen gleichrangig zu wahren hat, wie die eigenen und diese Interessen nichts anderes sein können, als das gleichrangige Wohlwollen und Wohlergehen und Fortbestehen in guten Daseinszuständen.
Schaut man sich Streit oder Krieg an, so wird man immer denjenigen bestimmen können, dem es an Wohlwollen gegenüber sich selbst, anderen und der Natur ermangelt, der nicht genug und gleichrangig nach seinem eigenen Wohlergehen, dem anderer und der Natur strebt, der darin versagt gute Daseinszustände zu erreichen, aufrecht zu erhalten oder mögliche Verbesserungen nicht in Angriff nimmt.
Dies ist alles so offensichtlich und man muss sich fragen, warum dies alles bislang nicht erkannt und bekannt gemacht wird, warum wir überhaupt Politiker, Psychlogen, Soziologen und so weiter beschäftigen, die dies nicht erkennen. Die Antwort ist inzwischen wohl gleichlautend, da es sich wiederum um gelehrte Ignoranz, Unvernunft und Fehlausrichtung und es sich auch hier um Lehren handelt, die bereits meinen die Ursachen zu kennen ohne sie je erkannt zu haben und daher Motive verfolgen, die alles andere als eine hohe Gesinnung haben.