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„Götze“ – Versionsunterschied

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<p><span class="etymwb-headword">[[götz|g<span class="etymwb-orth">ötz</span>]] <span class="etymwb-orth">+ [[-e]] |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Wesen, das als Gottheit verehrt wird, Abgott und seine bildliche Darstellung’.</p><p>Das Wort ist eine Kurz- und Koseform von&nbsp;<span class="etymwb-mentioned">Gottfried</span>, gebildet mit einem an den ersten Teil zweigliedriger Personennamen antretenden Endsilbe&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">-''(i)zo''</span>; vgl. <span class="etymwb-mentioned">Heinz</span>, <span class="etymwb-mentioned">Hinz</span>, <span class="etymwb-mentioned">Kunz</span>neben <span class="etymwb-mentioned">Heinrich</span>, <span class="etymwb-mentioned">Konrad</span>.</p><p>Die Kurzform <span class="etymwb-mentioned">''Götz''</span>&nbsp;wird seit dem 15. Jh. im Sinne von ‘Dummkopf, Schwächling’, aber auch, als Koseform von <span class="etymwb-mentioned">Gott</span> verstanden, im Sinne von ‘Heiligenbild, Bildwerk’ (14. Jh.) gebraucht.</p><p>In [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther Luthers] Sprache erhält der Ausdruck (1520) die Bedeutung ‘falscher Gott, Abgott’.</p><p>Die Worte ''ergötzen'', <span class="etymwb-headword">''<span class="etymwb-orth">ergötzlich</span>''<span class="etymwb-orth">'',''&nbsp;</span></span>''ergetzen'' o. ähnlich stehen in der Verwandschaft und Herkunft zu ''gessen'', ''vergessen''.</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[Götz]]</span><span class="etymwb-orth">[[-e]] |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Wesen, das als Gottheit verehrt wird, Abgott und seine bildliche Darstellung’.</p><p>Das Wort ist eine Kurz- und Koseform von&nbsp;<span class="etymwb-mentioned">Gottfried</span>, gebildet mit einem an den ersten Teil zweigliedriger Personennamen antretenden Endsilbe&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">-''(i)zo''</span>; vgl. <span class="etymwb-mentioned">Heinz</span>, <span class="etymwb-mentioned">Hinz</span>, <span class="etymwb-mentioned">Kunz</span>neben <span class="etymwb-mentioned">Heinrich</span>, <span class="etymwb-mentioned">Konrad</span>.</p><p>Die Kurzform <span class="etymwb-mentioned">''Götz''</span>&nbsp;wird seit dem 15. Jh. im Sinne von ‘Dummkopf, Schwächling’, aber auch, als Koseform von <span class="etymwb-mentioned">Gott</span> verstanden, im Sinne von ‘Heiligenbild, Bildwerk’ (14. Jh.) gebraucht.</p><p>In [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther Luthers] Sprache erhält der Ausdruck (1520) die Bedeutung ‘falscher Gott, Abgott’.</p><p>Die Worte ''ergötzen'', <span class="etymwb-headword">''<span class="etymwb-orth">ergötzlich</span>''<span class="etymwb-orth">'',''&nbsp;</span></span>''ergetzen'' o. ähnlich stehen in der Verwandschaft und Herkunft zu ''gessen'', ''vergessen''.</p>

Version vom 5. März 2024, 13:33 Uhr

Götz-e | m. ‘Wesen, das als Gottheit verehrt wird, Abgott und seine bildliche Darstellung’.

Das Wort ist eine Kurz- und Koseform von Gottfried, gebildet mit einem an den ersten Teil zweigliedriger Personennamen antretenden Endsilbe ahd. -(i)zo; vgl. Heinz, Hinz, Kunzneben Heinrich, Konrad.

Die Kurzform Götz wird seit dem 15. Jh. im Sinne von ‘Dummkopf, Schwächling’, aber auch, als Koseform von Gott verstanden, im Sinne von ‘Heiligenbild, Bildwerk’ (14. Jh.) gebraucht.

In Luthers Sprache erhält der Ausdruck (1520) die Bedeutung ‘falscher Gott, Abgott’.

Die Worte ergötzen, ergötzlich, ergetzen o. ähnlich stehen in der Verwandschaft und Herkunft zu gessen, vergessen.