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„Vergleichung“ – Versionsunterschied

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[[vergleich]] + [[-ung]] | einen Vergleich ausführen, mhd. ''vergelīchunge''.<div class="zenoCOMain"><p>'''Vergleichung''' ist die Findung, Constatierung von [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeiten] und [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Verschiedenheit Verschiedenheiten] durch [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Apperception Apperception] (s. d.) zweier [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte]. Sie ist eine ursprüngliche [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Function Function] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit], kommt in einem [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Urteil Urteil] zum [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ausdruck Ausdruck], ist durch [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gef%C3%BChl Gefühle] bedingt. Auf der Grundlage identischer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Reaction Reaction] des eigenen Ich gegenüber den [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Reiz Reizen] (s. d.) setzt das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denken Denken] [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Eindruck Eindrücke], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte] als »gleich«, »ähnlich« oder als »ungleich«, »verschieden« (s. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung]). Sowohl für die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Classification Classification] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualitäten] als auch für die quantitative Messung ist der Act des Vergleichens Grundbedingung. er ist eine Quelle von [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Kategorien Kategorien] (s. d.). Vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Abstraction Abstraction], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Begriff Begriff], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Urteil Urteil].</p><p class="zenoPLm4n0">BONET definiert: »Comparer différentes sensations, c'est donner son attention à differentes sensations.Mais l'attention est un exercice de la force motrice de l'âme et cet exercice est une modification de son activité. Comparer, c'est donc mouvoir, et mouvoir, c'est agir« (Ess. analyt. XVII, 361). Auf die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit] führt das Vergleichen und Beziehen auch LAROMIGUIÈRE zurück (Leçons de philos.). Nach H. S. REIMARUS ist Vergleichen »nichts anderes, als sich bemühen einzusetzen, ob und wie weit [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] miteinander einerlei sind oder nicht. und wenn sie nicht einerlei sind, ob und wie weit sie sich widersprechen oder nicht« ([http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vernunftlehre Vernunftlehre], § 12). – - Nach FRIES ist Vergleichung »das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Bewu%C3%9Ftsein Bewußtsein] vom Verhältnis mehrerer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen] zueinander« (Syst. d. Log. S. 92). Die allgemeinsten »Vergleichungsbegriffe« beruhen auf Einheitsvorstellungen (l. c. S. 99). Nach CALKER ist Vergleichung »das gleichzeitige Zusammenfassen mehrerer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen] und die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wahrnehmung+(1) Wahrnehmung] des Ähnlichen und Gleichen in denselben« ([http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denklehre Denklehre] S. 270). SUABEDISSEN bestimmt: »Das Vergleichen ist ein vervielfachtes Aufwerken, mit dem [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Zweck Zwecke], das, was in mehrerem einerlei und was darin verschieden ist, zu bemerken« (Grdz. d. Lehre von d. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mensch Mensch]. S. 114). ULRICI bemerkt: »Zwei [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] vergleichen, heißt nur für das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Bewu%C3%9Ftsein Bewußtsein] feststellen, in welchen Beziehungen zu unterschieden, in welchen dagegen gleich seien« (Log. S. 137). Nach HÖFFDING heißt Vergleichen »[http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeiten] oder [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterschied Unterschiede] oder beides finden« (Üb. Wiedererk., Vierteljahrsschr. f. wiss. Philos. 14. Bd., S. 194). Nach SULLY ist das Vergleichen (comparison) zweier [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] »ein Entdecken durch geistiges Beleuchten derselben der Reihe nach, ob sie sich und in welchen Beziehungen sie sich ähnlich sind[http://www.zeno.org/Eisler-1904/K/eisler-1904-002-0627 [627]] oder voneinander unterscheiden«. Die Vergleichung ist »das aufeinander folgende Richten der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit] auf zwei (oder mehrere) [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wahrnehmung+(1) Wahrnehmungen] oder [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen], um zu sehen, in welchen Beziehungen dieselben stehen« (Handb. d. Psychol. S. 236 f.. Hum. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mind Mind] ch. 11. vgl. STOUT, Analyt. Psychol. II, ch. 9 f., p. 168 ff.. W. JAMES, Princ. of Psychol. I, 483 ff.. BRADLEY, On the analysis of Comparison, [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mind Mind] XI, 1886, p. 83 ff.. RIBOT, L'évolut. des idées général., u. a.). Nach OSTWALD ist das Vergleichen die grundlegende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Eigenschaft Eigenschaft] des [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Geist Geistes] (Vorles. üb. Naturphilos.<sup>2</sup>, S. 17). Nach WUNDT ist die Vergleichung eine »einfache Apperceptionsfunction«. Die Beziehung (s. d.) verbindet sich mit der Vergleichung, »sobald die aufeinander bezogenen Bewußtseinsinhalte deutlich gesonderte [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorg%C3%A4nge Vorgänge] sind, die zugleich einer und derselben Klasse psychischer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Erlebnisse Erlebnisse] angehören«. »Die Beziehung ist demnach der weitere, die Vergleichung der engere [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Begriff Begriff]. Eine Vergleichung ist nur dadurch möglich, daß die verglichenen [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte] zueinander in Beziehung gebracht werden. Dagegen können Bewußtseinsinhalte aufeinander bezogen werden..., ohne daß sie miteinander verglichen werden« (Gr. d. Psychol.<sup>5</sup>, S. 304). Die Vergleichung setzt sich aus der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Function Function] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%9Cbereinstimmung Übereinstimmung] und der der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung] (s. d.) zusammen (l. c. S. 305. vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Empfindung Empfindung], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Intensit%C3%A4t Intensität], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualität]). [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Logisch Logisch] ist Vergleichung [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Verbindung Verbindung] des Ähnlichen und [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung] des Widerstreitenden. Es gibt individuelle und generische Vergleichung. Die ''vergleichende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Methode Methode]''besteht darin, »daß die vergleichende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Beobachtung Beobachtung], die Sammlung übereinstimmender [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Erscheinung Erscheinungen] und die Abstufung der nicht übereinstimmen den nach den [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Grad Graden] ihres [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterschied Unterschieds] zur Gewinnung allgemeiner Ergebnisse benützt wird« (Log. II, 280 ff.). – R. AVENARIUS erklärt: »Treffen zwei [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/E-Werte E- Werte](s. d.) zusammen unter Hinzutritt der erwarteten und gesuchten [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gleichheit Gleichheit], so nimmt das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denken Denken] seinerseits die bestimmte [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Modification Modification] des Vergleichens an« (Krit. d. rein. Erfahr. II, 99). Vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeit], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gleichheit Gleichheit], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Methoden,+psychophysische Methoden (psychophysische]), [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wiedererkennen Wiedererkennen].</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. 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[[vergleich]] + [[-ung]] | einen Vergleich ausführen, mhd. ''vergelīchunge''.<div class="zenoCOMain"><p>'''Vergleichung''' ist die Findung, [[Konstatierung|Constatierung]] von [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeiten] und [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Verschiedenheit Verschiedenheiten] durch [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Apperception Apperception] (s. d.) zweier [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte]. Sie ist eine ursprüngliche [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Function Function] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit], kommt in einem [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Urteil Urteil] zum [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ausdruck Ausdruck], ist durch [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gef%C3%BChl Gefühle] bedingt. Auf der Grundlage identischer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Reaction Reaction] des eigenen Ich gegenüber den [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Reiz Reizen] (s. d.) setzt das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denken Denken] [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Eindruck Eindrücke], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte] als »gleich«, »ähnlich« oder als »ungleich«, »verschieden« (s. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung]). Sowohl für die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Classification Classification] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualitäten] als auch für die quantitative Messung ist der Act des Vergleichens Grundbedingung. er ist eine Quelle von [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Kategorien Kategorien] (s. d.). Vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Abstraction Abstraction], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Begriff Begriff], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Urteil Urteil].</p><p class="zenoPLm4n0">BONET definiert: »Comparer différentes sensations, c'est donner son attention à differentes sensations.Mais l'attention est un exercice de la force motrice de l'âme et cet exercice est une modification de son activité. Comparer, c'est donc mouvoir, et mouvoir, c'est agir« (Ess. analyt. XVII, 361). Auf die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit] führt das Vergleichen und Beziehen auch LAROMIGUIÈRE zurück (Leçons de philos.). Nach H. S. REIMARUS ist Vergleichen »nichts anderes, als sich bemühen einzusetzen, ob und wie weit [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] miteinander einerlei sind oder nicht. und wenn sie nicht einerlei sind, ob und wie weit sie sich widersprechen oder nicht« ([http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vernunftlehre Vernunftlehre], § 12). – - Nach FRIES ist Vergleichung »das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Bewu%C3%9Ftsein Bewußtsein] vom Verhältnis mehrerer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen] zueinander« (Syst. d. Log. S. 92). Die allgemeinsten »Vergleichungsbegriffe« beruhen auf Einheitsvorstellungen (l. c. S. 99). Nach CALKER ist Vergleichung »das gleichzeitige Zusammenfassen mehrerer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen] und die [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wahrnehmung+(1) Wahrnehmung] des Ähnlichen und Gleichen in denselben« ([http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denklehre Denklehre] S. 270). SUABEDISSEN bestimmt: »Das Vergleichen ist ein vervielfachtes Aufwerken, mit dem [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Zweck Zwecke], das, was in mehrerem einerlei und was darin verschieden ist, zu bemerken« (Grdz. d. Lehre von d. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mensch Mensch]. S. 114). ULRICI bemerkt: »Zwei [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] vergleichen, heißt nur für das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Bewu%C3%9Ftsein Bewußtsein] feststellen, in welchen Beziehungen zu unterschieden, in welchen dagegen gleich seien« (Log. S. 137). Nach HÖFFDING heißt Vergleichen »[http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeiten] oder [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterschied Unterschiede] oder beides finden« (Üb. Wiedererk., Vierteljahrsschr. f. wiss. Philos. 14. Bd., S. 194). Nach SULLY ist das Vergleichen (comparison) zweier [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Ding Dinge] »ein Entdecken durch geistiges Beleuchten derselben der Reihe nach, ob sie sich und in welchen Beziehungen sie sich ähnlich sind[http://www.zeno.org/Eisler-1904/K/eisler-1904-002-0627 [627]] oder voneinander unterscheiden«. Die Vergleichung ist »das aufeinander folgende Richten der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit] auf zwei (oder mehrere) [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wahrnehmung+(1) Wahrnehmungen] oder [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorstellung+(1) Vorstellungen], um zu sehen, in welchen Beziehungen dieselben stehen« (Handb. d. Psychol. S. 236 f.. Hum. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mind Mind] ch. 11. vgl. STOUT, Analyt. Psychol. II, ch. 9 f., p. 168 ff.. W. JAMES, Princ. of Psychol. I, 483 ff.. BRADLEY, On the analysis of Comparison, [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Mind Mind] XI, 1886, p. 83 ff.. RIBOT, L'évolut. des idées général., u. a.). Nach OSTWALD ist das Vergleichen die grundlegende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Eigenschaft Eigenschaft] des [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Geist Geistes] (Vorles. üb. Naturphilos.<sup>2</sup>, S. 17). Nach WUNDT ist die Vergleichung eine »einfache Apperceptionsfunction«. Die Beziehung (s. d.) verbindet sich mit der Vergleichung, »sobald die aufeinander bezogenen Bewußtseinsinhalte deutlich gesonderte [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Vorg%C3%A4nge Vorgänge] sind, die zugleich einer und derselben Klasse psychischer [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Erlebnisse Erlebnisse] angehören«. »Die Beziehung ist demnach der weitere, die Vergleichung der engere [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Begriff Begriff]. Eine Vergleichung ist nur dadurch möglich, daß die verglichenen [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Inhalt Inhalte] zueinander in Beziehung gebracht werden. Dagegen können Bewußtseinsinhalte aufeinander bezogen werden..., ohne daß sie miteinander verglichen werden« (Gr. d. Psychol.<sup>5</sup>, S. 304). Die Vergleichung setzt sich aus der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Function Function] der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%9Cbereinstimmung Übereinstimmung] und der der [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung] (s. d.) zusammen (l. c. S. 305. vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Empfindung Empfindung], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Intensit%C3%A4t Intensität], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Qualit%C3%A4t Qualität]). [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Logisch Logisch] ist Vergleichung [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Verbindung Verbindung] des Ähnlichen und [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung] des Widerstreitenden. Es gibt individuelle und generische Vergleichung. Die ''vergleichende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Methode Methode]''besteht darin, »daß die vergleichende [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Beobachtung Beobachtung], die Sammlung übereinstimmender [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Erscheinung Erscheinungen] und die Abstufung der nicht übereinstimmen den nach den [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Grad Graden] ihres [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterschied Unterschieds] zur Gewinnung allgemeiner Ergebnisse benützt wird« (Log. II, 280 ff.). – R. AVENARIUS erklärt: »Treffen zwei [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/E-Werte E- Werte](s. d.) zusammen unter Hinzutritt der erwarteten und gesuchten [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gleichheit Gleichheit], so nimmt das [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Denken Denken] seinerseits die bestimmte [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Modification Modification] des Vergleichens an« (Krit. d. rein. Erfahr. II, 99). Vgl. [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Unterscheidung Unterscheidung], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/%C3%84hnlichkeit Ähnlichkeit], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Gleichheit Gleichheit], [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Methoden,+psychophysische Methoden (psychophysische]), [http://www.zeno.org/Eisler-1904/A/Wiedererkennen Wiedererkennen].</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 627-628.</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Permalink:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/nid/20001808532 http://www.zeno.org/nid/20001808532]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Lizenz:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Faksimiles:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Eisler-1904/K/eisler-1904-002-0627 627]&nbsp;| [http://www.zeno.org/Eisler-1904/K/eisler-1904-002-0628 628]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Kategorien:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</div></div></div>

Aktuelle Version vom 8. März 2024, 17:23 Uhr

vergleich + -ung | einen Vergleich ausführen, mhd. vergelīchunge.

Vergleichung ist die Findung, Constatierung von Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten durch Apperception (s. d.) zweier Inhalte. Sie ist eine ursprüngliche Function der Aufmerksamkeit, kommt in einem Urteil zum Ausdruck, ist durch Gefühle bedingt. Auf der Grundlage identischer Reaction des eigenen Ich gegenüber den Reizen (s. d.) setzt das Denken Eindrücke, Inhalte als »gleich«, »ähnlich« oder als »ungleich«, »verschieden« (s. Unterscheidung). Sowohl für die Classification der Qualitäten als auch für die quantitative Messung ist der Act des Vergleichens Grundbedingung. er ist eine Quelle von Kategorien (s. d.). Vgl. Abstraction, Begriff, Urteil.

BONET definiert: »Comparer différentes sensations, c'est donner son attention à differentes sensations.Mais l'attention est un exercice de la force motrice de l'âme et cet exercice est une modification de son activité. Comparer, c'est donc mouvoir, et mouvoir, c'est agir« (Ess. analyt. XVII, 361). Auf die Aufmerksamkeit führt das Vergleichen und Beziehen auch LAROMIGUIÈRE zurück (Leçons de philos.). Nach H. S. REIMARUS ist Vergleichen »nichts anderes, als sich bemühen einzusetzen, ob und wie weit Dinge miteinander einerlei sind oder nicht. und wenn sie nicht einerlei sind, ob und wie weit sie sich widersprechen oder nicht« (Vernunftlehre, § 12). – - Nach FRIES ist Vergleichung »das Bewußtsein vom Verhältnis mehrerer Vorstellungen zueinander« (Syst. d. Log. S. 92). Die allgemeinsten »Vergleichungsbegriffe« beruhen auf Einheitsvorstellungen (l. c. S. 99). Nach CALKER ist Vergleichung »das gleichzeitige Zusammenfassen mehrerer Vorstellungen und die Wahrnehmung des Ähnlichen und Gleichen in denselben« (Denklehre S. 270). SUABEDISSEN bestimmt: »Das Vergleichen ist ein vervielfachtes Aufwerken, mit dem Zwecke, das, was in mehrerem einerlei und was darin verschieden ist, zu bemerken« (Grdz. d. Lehre von d. Mensch. S. 114). ULRICI bemerkt: »Zwei Dinge vergleichen, heißt nur für das Bewußtsein feststellen, in welchen Beziehungen zu unterschieden, in welchen dagegen gleich seien« (Log. S. 137). Nach HÖFFDING heißt Vergleichen »Ähnlichkeiten oder Unterschiede oder beides finden« (Üb. Wiedererk., Vierteljahrsschr. f. wiss. Philos. 14. Bd., S. 194). Nach SULLY ist das Vergleichen (comparison) zweier Dinge »ein Entdecken durch geistiges Beleuchten derselben der Reihe nach, ob sie sich und in welchen Beziehungen sie sich ähnlich sind[627] oder voneinander unterscheiden«. Die Vergleichung ist »das aufeinander folgende Richten der Aufmerksamkeit auf zwei (oder mehrere) Wahrnehmungen oder Vorstellungen, um zu sehen, in welchen Beziehungen dieselben stehen« (Handb. d. Psychol. S. 236 f.. Hum. Mind ch. 11. vgl. STOUT, Analyt. Psychol. II, ch. 9 f., p. 168 ff.. W. JAMES, Princ. of Psychol. I, 483 ff.. BRADLEY, On the analysis of Comparison, Mind XI, 1886, p. 83 ff.. RIBOT, L'évolut. des idées général., u. a.). Nach OSTWALD ist das Vergleichen die grundlegende Eigenschaft des Geistes (Vorles. üb. Naturphilos.2, S. 17). Nach WUNDT ist die Vergleichung eine »einfache Apperceptionsfunction«. Die Beziehung (s. d.) verbindet sich mit der Vergleichung, »sobald die aufeinander bezogenen Bewußtseinsinhalte deutlich gesonderte Vorgänge sind, die zugleich einer und derselben Klasse psychischer Erlebnisse angehören«. »Die Beziehung ist demnach der weitere, die Vergleichung der engere Begriff. Eine Vergleichung ist nur dadurch möglich, daß die verglichenen Inhalte zueinander in Beziehung gebracht werden. Dagegen können Bewußtseinsinhalte aufeinander bezogen werden..., ohne daß sie miteinander verglichen werden« (Gr. d. Psychol.5, S. 304). Die Vergleichung setzt sich aus der Function der Übereinstimmung und der der Unterscheidung (s. d.) zusammen (l. c. S. 305. vgl. Empfindung, Intensität, Qualität). Logisch ist Vergleichung Verbindung des Ähnlichen und Unterscheidung des Widerstreitenden. Es gibt individuelle und generische Vergleichung. Die vergleichende Methodebesteht darin, »daß die vergleichende Beobachtung, die Sammlung übereinstimmender Erscheinungen und die Abstufung der nicht übereinstimmen den nach den Graden ihres Unterschieds zur Gewinnung allgemeiner Ergebnisse benützt wird« (Log. II, 280 ff.). – R. AVENARIUS erklärt: »Treffen zwei E- Werte(s. d.) zusammen unter Hinzutritt der erwarteten und gesuchten Gleichheit, so nimmt das Denken seinerseits die bestimmte Modification des Vergleichens an« (Krit. d. rein. Erfahr. II, 99). Vgl. Unterscheidung, Ähnlichkeit, Gleichheit, Methoden (psychophysische), Wiedererkennen.

Quelle:
Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 627-628.
Lizenz:
Faksimiles:
627 | 628