„Widerspruchsatz“ – Versionsunterschied
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Der '''Satz vom Widerspruch''' oder '''Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch''' besagt, dass zwei einander in derselben Hinsicht widersprechende Aussagen nicht zugleich zutreffen können. Im Lauf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Philosophie Philosophie-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftsgeschichte Wissenschaftsgeschichte] und von unterschiedlichen theoretischen Standpunkten wurde der Satz vom Widerspruch auf unterschiedliche Arten von Gegensätzen bezogen und wurde in unterschiedlicher Weise als [https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie ontologisches], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie erkenntnistheoretisches] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Logik logisches] Prinzip verstanden. | |||
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<p>In der Logik wird der Satz vom Widerspruch oft, in der modernen [https://de.wikipedia.org/wiki/Formale_Logik formalen Logik] immer, auf eine Aussage und deren Satzverneinung bezogen. Hier besagt der Satz, dass eine Aussage nicht gleichzeitig mit ihrem [https://de.wikipedia.org/wiki/Gegenteil Gegenteil] (ihrer Satzverneinung) zutreffen kann. Es ist also zum Beispiel nicht möglich, dass die Erde gleichzeitig eine Scheibe ist und dass es nicht der Fall ist, dass die Erde eine Scheibe ist.</p><p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Aussagenlogik Aussagenlogik] wird dieser Satz durch die [https://de.wikipedia.org/wiki/Logische_Aussage Formel]</p> | |||
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:Wörtlich: Es ist nicht der Fall („¬“), dass die Aussage 'A' zutrifft und („∧“) dass die Aussage 'nicht („¬“) A' zutrifft. | |||
<p>ausgedrückt.</p><p>Der Satz vom Widerspruch ist ein Grundprinzip der Logik. Es gibt jedoch auch logische Systeme, etwa die [https://de.wikipedia.org/wiki/Parakonsistente_Logik Parakonsistente Logik], in denen der Satz vom Widerspruch nicht gilt.</p> | |||
== <span id="Philosophie">Philosophie</span> == | |||
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie] ist der '''Satz vom Widerspruch''' (auch Widerspruchsprinzip oder Nicht-Widerspruchsprinzip genannt) eine der wichtigsten Aussagen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie Erkenntnistheorie] und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Traditionelle_Logik traditionellen Logik], wo er als eines der [https://de.wikipedia.org/wiki/Denkgesetze Gesetze des Denkens]gilt; teilweise wird er auch als [https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie ontologisches] Prinzip betrachtet. [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] formuliert in seiner ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik_(Aristoteles) Metaphysik]'':</p><div class="Vorlage_Zitat"><div><blockquote><p>„Doch das sicherste Prinzip von allen ist das, bei dem eine Täuschung unmöglich ist […] Welches das aber ist, wollen wir nun angeben: ''Denn es ist unmöglich, dass dasselbe demselben in derselben Beziehung zugleich zukomme und nicht zukomme.'' […] Doch wir haben eben angenommen, es sei unmöglich, dass etwas zugleich sei und nicht sei.“</p></blockquote></div><div class="cite">– <span class="Person">Aristoteles</span>: <cite>Metaphysik 1005b</cite></div></div><p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik Dialektik] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel Hegel] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx Marx] wird der Begriff [https://de.wikipedia.org/wiki/Widerspruch_(Dialektik) Widerspruch] anders definiert und benutzt als der Ausdruck [https://de.wikipedia.org/wiki/Kontradiktion Kontradiktion] der modernen Logik. Die Dialektik geht von dem ''Prinzip des durchzuhaltenden Widerspruchs'' aus.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_Widerspruch#cite_note-1 [1]]</sup> Der Philosoph [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper Karl Popper] kritisiert diesen dialektischen Ansatz, weil er den Satz vom Widerspruch außer Geltung setze.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_Widerspruch#cite_note-2 [2]]</sup></p> | |||
== <span id="Theologie">Theologie</span> == | |||
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika Enzyklika] ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Fides_et_ratio Fides et ratio]'' von [https://de.wikipedia.org/wiki/Papst Papst] [https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Paul_II. Johannes Paul II.] wird der Satz vom Widerspruch unter der Bezeichnung „Prinzip von der Non-Kontradiktion“ zu dem Kern philosophischer Erkenntnisse gerechnet, die in der Geschichte des Denkens ständig präsent seien. Dieser Kern stelle so etwas wie ein geistiges Erbe der Menschheit dar. Diese Kernbestandteile einer „impliziten Philosophie“ würden – wenngleich eventuell in undeutlicher, unreflektierter Form – von allen geteilt und sollten nach Meinung des Papstes einen Bezugspunkt der verschiedenen philosophischen Schulen darstellen.<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_Widerspruch#cite_note-3 [3]]</sup> Siehe dazu auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophia_perennis Philosophia perennis].</p> | |||
== <span id="Diskussion_des_Satzes">Diskussion des Satzes</span> == | |||
<p>Der Satz vom Widerspruch wird – insbesondere von den [https://de.wikipedia.org/wiki/Realismus_(Philosophie) Realisten] – zu den [https://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz_(Philosophie) Evidenzen] gezählt. Dies sind die ersten Wahrheiten bzw. Grundwahrheiten, auf denen alle anderen Wahrheiten aufbauen bzw. die von jeder anderen Einzelwahrheit impliziert werden. Am Satz vom Widerspruch zeigt sich die Unbeweisbarkeit und Unwiderlegbarkeit der Evidenzen besonders deutlich. Jeder Versuch, ihn zu beweisen bzw. zu widerlegen, würde ihn immer schon voraussetzen, weil jede Aussage bzw. jedes Argument ja sich und nicht sein Gegenteil vermitteln soll.</p><p>Auch für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Analytisches_Urteil analytischen Urteile] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant Immanuel Kant] gilt der Satz vom Widerspruch. Die Aussage: „Ein Körper ist ausgedehnt“ ist „analytisch“, weil der Begriff des Ausgedehnten bereits in dem Begriff des Körpers enthalten ist. Die analytische Erkenntnis ist eine reine Zergliederung von Erkenntnissen oder Begriffen. Im Gegensatz dazu stehen ''synthetische'' Urteile, bei denen der Inhalt eines Begriffs oder einer Erkenntnis erweitert wird, z. B.: „Der Körper ist rot.“ Auch hier greift jedoch der Satz vom Widerspruch, weil der Körper nicht zugleich und in derselben Beziehung rot ist und nicht rot ist. Die analytische Wahrheit gründet letztlich im Satz vom Widerspruch ([https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Tugendhat Ernst Tugendhat]/[https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Wolf_(Philosophin) Ursula Wolf]).<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_Widerspruch#cite_note-4 [4]]</sup></p> | |||
== <span id="Siehe_auch">Siehe auch</span> == | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ex_falso_quodlibet Ex falso quodlibet] (lat. ‚aus Falschem folgt Beliebiges‘) | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kontradiktion Kontradiktion] | |||
== <span id="Literatur">Literatur</span> == | |||
*Bernd Buldt: ''Widerspruch.'' In: [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Mittelstra%C3%9F Jürgen Mittelstraß] (Hrsg.): ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.'' 2. Auflage, Bd. 8. Metzler, Stuttgart 2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783476021076 ISBN 978-3-476-02107-6], S. 491 f. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kuno_Lorenz Kuno Lorenz]: ''Widerspruch, Satz vom'' In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.'', Bd. 8. S. 492. | |||
*Laurence R. Horn: [http://plato.stanford.edu/entries/contradiction/ ''Contradiction.''] In: Edward N. Zalta (Hrsg.): ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_%C5%81ukasiewicz Jan Łukasiewicz]: ''Über den Satz des Widerspruchs bei Aristoteles''. Polnisch: ''O zasadzie sprzeczności u Arystotelesa. Studyum krytyczne.'' Akademia Umiejętności. Fundusz Wydawniczy im. W. Osławskiego, Krakau 1910, (Neuausgabe. Tekst przejrzał, przedmowa̧ i przypisami opatrzył Jan Woleński. Państwowe Wydawnictwo Naukowe, Warschau 1987, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/8301062266 ISBN 83-01-06226-6]; (= ''Zur modernen Deutung der Aristotelischen Logik.'' 5). Olms, Hildesheim u. a. 1993, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3487097613 ISBN 3-487-09761-3]) S. 15–38. | |||
*Thomas Kesselring: ''Formallogischer Widerspruch, dialektischer Widerspruch, Antinomie. Reflexionen über den Widerspruch''. In: Stefan Müller(Hrsg.): ''Jenseits der Dichotomie''. Wiesbaden 2013, S. 15–37. | |||
== <span id="Quellen">Quellen</span> == | |||
#<span class="reference-text">Bernd Buldt: ''Widerspruch.'' In: [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Mittelstra%C3%9F Jürgen Mittelstraß] (Hrsg.): ''Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.'' 2. Auflage, Bd. 8. Metzler, Stuttgart 2018, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783476021076 ISBN 978-3-476-02107-6], S. 492.</span> | |||
#<span class="reference-text">„Es ist […] völlig verständlich, dass Hegel in dem Glauben, die Dialektik sei die wahre Beschreibung des tatsächlichen Schluss- und Denkvorgangs, zu der Ansicht gelangte, er müsse die Logik ändern, um die Dialektik zu einem wichtigen, wenn nicht zu dem wichtigsten Teil der Theorie der Logik zu machen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, das ‚Gesetz vom Widerspruch‘ zu beseitigen, das offensichtlich ein ernsthaftes Hindernis auf dem Wege zur Akzeptierung der Dialektik darstellte.“ S. Karl R. Popper: ''Was ist Dialektik?'', in: [https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Topitsch Ernst Topitsch] (Hg.): ''Logik der Sozialwissenschaften'', Band 5, 1968 (S. 262–290), zitiert nach [http://www.vordenker.de/ggphilosophy/popper_was-ist-dialektik.pdf PDF], S. 19.</span> | |||
#<span class="reference-text">[http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_14091998_fides-et-ratio.html e-Text], Rom 1998, dort Nr. 4 und Nr. 34.</span> | |||
#<span class="reference-text">Tugendhat/Wolf, ''Logisch-semantische Propädeutik,'' 1983, S. 50, 250.</span> | |||
Version vom 8. März 2024, 17:54 Uhr
- Satz vom Widerspruch (lat. principium contradictionis)
- Auf Aristoteles zurückgehend, besagt der Satz vom Widerspruch, dass es unmöglich ist, eine Aussage zugleich zu bejahen und zu verneinen.
Der Satz vom Widerspruch oder Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch besagt, dass zwei einander in derselben Hinsicht widersprechende Aussagen nicht zugleich zutreffen können. Im Lauf der Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte und von unterschiedlichen theoretischen Standpunkten wurde der Satz vom Widerspruch auf unterschiedliche Arten von Gegensätzen bezogen und wurde in unterschiedlicher Weise als ontologisches, erkenntnistheoretisches oder logisches Prinzip verstanden.
Logik
In der Logik wird der Satz vom Widerspruch oft, in der modernen formalen Logik immer, auf eine Aussage und deren Satzverneinung bezogen. Hier besagt der Satz, dass eine Aussage nicht gleichzeitig mit ihrem Gegenteil (ihrer Satzverneinung) zutreffen kann. Es ist also zum Beispiel nicht möglich, dass die Erde gleichzeitig eine Scheibe ist und dass es nicht der Fall ist, dass die Erde eine Scheibe ist.
In der Aussagenlogik wird dieser Satz durch die Formel
- {\displaystyle \neg (A\wedge \neg A)}
- Wörtlich: Es ist nicht der Fall („¬“), dass die Aussage 'A' zutrifft und („∧“) dass die Aussage 'nicht („¬“) A' zutrifft.
ausgedrückt.
Der Satz vom Widerspruch ist ein Grundprinzip der Logik. Es gibt jedoch auch logische Systeme, etwa die Parakonsistente Logik, in denen der Satz vom Widerspruch nicht gilt.
Philosophie
In der Philosophie ist der Satz vom Widerspruch (auch Widerspruchsprinzip oder Nicht-Widerspruchsprinzip genannt) eine der wichtigsten Aussagen der Erkenntnistheorie und der traditionellen Logik, wo er als eines der Gesetze des Denkensgilt; teilweise wird er auch als ontologisches Prinzip betrachtet. Aristoteles formuliert in seiner Metaphysik:
„Doch das sicherste Prinzip von allen ist das, bei dem eine Täuschung unmöglich ist […] Welches das aber ist, wollen wir nun angeben: Denn es ist unmöglich, dass dasselbe demselben in derselben Beziehung zugleich zukomme und nicht zukomme. […] Doch wir haben eben angenommen, es sei unmöglich, dass etwas zugleich sei und nicht sei.“
In der Dialektik von Hegel und Marx wird der Begriff Widerspruch anders definiert und benutzt als der Ausdruck Kontradiktion der modernen Logik. Die Dialektik geht von dem Prinzip des durchzuhaltenden Widerspruchs aus.[1] Der Philosoph Karl Popper kritisiert diesen dialektischen Ansatz, weil er den Satz vom Widerspruch außer Geltung setze.[2]
Theologie
In der Enzyklika Fides et ratio von Papst Johannes Paul II. wird der Satz vom Widerspruch unter der Bezeichnung „Prinzip von der Non-Kontradiktion“ zu dem Kern philosophischer Erkenntnisse gerechnet, die in der Geschichte des Denkens ständig präsent seien. Dieser Kern stelle so etwas wie ein geistiges Erbe der Menschheit dar. Diese Kernbestandteile einer „impliziten Philosophie“ würden – wenngleich eventuell in undeutlicher, unreflektierter Form – von allen geteilt und sollten nach Meinung des Papstes einen Bezugspunkt der verschiedenen philosophischen Schulen darstellen.[3] Siehe dazu auch Philosophia perennis.
Diskussion des Satzes
Der Satz vom Widerspruch wird – insbesondere von den Realisten – zu den Evidenzen gezählt. Dies sind die ersten Wahrheiten bzw. Grundwahrheiten, auf denen alle anderen Wahrheiten aufbauen bzw. die von jeder anderen Einzelwahrheit impliziert werden. Am Satz vom Widerspruch zeigt sich die Unbeweisbarkeit und Unwiderlegbarkeit der Evidenzen besonders deutlich. Jeder Versuch, ihn zu beweisen bzw. zu widerlegen, würde ihn immer schon voraussetzen, weil jede Aussage bzw. jedes Argument ja sich und nicht sein Gegenteil vermitteln soll.
Auch für die analytischen Urteile bei Immanuel Kant gilt der Satz vom Widerspruch. Die Aussage: „Ein Körper ist ausgedehnt“ ist „analytisch“, weil der Begriff des Ausgedehnten bereits in dem Begriff des Körpers enthalten ist. Die analytische Erkenntnis ist eine reine Zergliederung von Erkenntnissen oder Begriffen. Im Gegensatz dazu stehen synthetische Urteile, bei denen der Inhalt eines Begriffs oder einer Erkenntnis erweitert wird, z. B.: „Der Körper ist rot.“ Auch hier greift jedoch der Satz vom Widerspruch, weil der Körper nicht zugleich und in derselben Beziehung rot ist und nicht rot ist. Die analytische Wahrheit gründet letztlich im Satz vom Widerspruch (Ernst Tugendhat/Ursula Wolf).[4]
Siehe auch
- Ex falso quodlibet (lat. ‚aus Falschem folgt Beliebiges‘)
- Kontradiktion
Literatur
- Bernd Buldt: Widerspruch. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. 2. Auflage, Bd. 8. Metzler, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 491 f.
- Kuno Lorenz: Widerspruch, Satz vom In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie., Bd. 8. S. 492.
- Laurence R. Horn: Contradiction. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- Jan Łukasiewicz: Über den Satz des Widerspruchs bei Aristoteles. Polnisch: O zasadzie sprzeczności u Arystotelesa. Studyum krytyczne. Akademia Umiejętności. Fundusz Wydawniczy im. W. Osławskiego, Krakau 1910, (Neuausgabe. Tekst przejrzał, przedmowa̧ i przypisami opatrzył Jan Woleński. Państwowe Wydawnictwo Naukowe, Warschau 1987, ISBN 83-01-06226-6; (= Zur modernen Deutung der Aristotelischen Logik. 5). Olms, Hildesheim u. a. 1993, ISBN 3-487-09761-3) S. 15–38.
- Thomas Kesselring: Formallogischer Widerspruch, dialektischer Widerspruch, Antinomie. Reflexionen über den Widerspruch. In: Stefan Müller(Hrsg.): Jenseits der Dichotomie. Wiesbaden 2013, S. 15–37.
Quellen
- Bernd Buldt: Widerspruch. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. 2. Auflage, Bd. 8. Metzler, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 492.
- „Es ist […] völlig verständlich, dass Hegel in dem Glauben, die Dialektik sei die wahre Beschreibung des tatsächlichen Schluss- und Denkvorgangs, zu der Ansicht gelangte, er müsse die Logik ändern, um die Dialektik zu einem wichtigen, wenn nicht zu dem wichtigsten Teil der Theorie der Logik zu machen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, das ‚Gesetz vom Widerspruch‘ zu beseitigen, das offensichtlich ein ernsthaftes Hindernis auf dem Wege zur Akzeptierung der Dialektik darstellte.“ S. Karl R. Popper: Was ist Dialektik?, in: Ernst Topitsch (Hg.): Logik der Sozialwissenschaften, Band 5, 1968 (S. 262–290), zitiert nach PDF, S. 19.
- e-Text, Rom 1998, dort Nr. 4 und Nr. 34.
- Tugendhat/Wolf, Logisch-semantische Propädeutik, 1983, S. 50, 250.