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„Belehrung“ – Versionsunterschied

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:Be·leh·rung, Plural: Be·leh·run·gen
:Be·leh·rung, Plural: Be·leh·run·gen
<p title="Phonetik">Aussprache:</p>
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:[https://de.wiktionary.org/wiki/Hilfe:IPA IPA]: [<span class="ipa">bəˈleːʁʊŋ</span>]
:[https://de.wiktionary.org/wiki/Hilfe:IPA IPA]: [<span class="ipa">bəˈleːʁʊŋ</span>]
:[https://de.wiktionary.org/wiki/Hilfe:H%C3%B6rbeispiele Hörbeispiele:] [[file:15px-Loudspeaker.svg.png|alt=Lautsprecherbild|15x15px]]&nbsp;[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/82/De-Belehrung.ogg Belehrung]<sup>&nbsp;([https://de.wiktionary.org/wiki/Datei:De-Belehrung.ogg Info])</sup>
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:[https://de.wiktionary.org/wiki/Hilfe:Reime Reime:] <span class="ipa">[https://de.wiktionary.org/wiki/Reim:Deutsch:-e%CB%90%CA%81%CA%8A%C5%8B -eːʁʊŋ]</span>
<p title="Sinn und Bezeichnetes (Semantik)">Bedeutungen:</p>
<p title="Sinn und Bezeichnetes (Semantik)">Bedeutungen:</p>
:[1] Vermittlung von Kenntnissen; ''abwertend:'' [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Zurechtweisung&action=edit&redlink=1 Zurechtweisung]
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<p title="Derivate, Komposita und Konversionen">Wortbildungen:</p>
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:[1] [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Belehrungssucht&action=edit&redlink=1 Belehrungssucht]
:[1] [https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=Belehrungssucht&action=edit&redlink=1 Belehrungssucht]
<p>Unter '''Belehrung''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache englisch] ''caution'') versteht man im [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtswesen Rechtswesen] die durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsnorm Rechtsnormen] vorgeschriebene [https://de.wikipedia.org/wiki/Information Information] eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtssubjekt Rechtssubjektes] über die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachlage Sachlage] und seine [https://de.wikipedia.org/wiki/Recht Rechte]. Eine im [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht Strafrecht] typische Belehrung besteht darin, den [https://de.wikipedia.org/wiki/Beschuldigter Beschuldigten] bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Ermittlungsverfahren Ermittlungsverfahren] darauf hinzuweisen, dass er das Recht auf einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafverteidiger_(Deutschland) Verteidiger] hat und es ihm freisteht, sich zu der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sache Sache] zu äußern (oder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Schweigen_(Recht) schweigen]). Mögliche Vorgehensweisen zum weiteren Verfahren werden den Prozessparteien in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsbehelfsbelehrung Rechtsbehelfsbelehrungen] aufgezeigt.</p><p>Die Idee, eine Rechtspartei über ihre Rechte zu belehren, entstammt dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Recht_(Rechtstradition) deutschen Recht], war aber lange Zeit nicht [https://de.wikipedia.org/wiki/Kodifikation kodifiziert]. Im kontinentalen [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtskreis Rechtskreis] gibt es Gesetze über die Belehrung zur Aussageverweigerung seit Ende des 19. Jahrhunderts. In den USA wurde die Rechtsbelehrung erst 1966 durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs eingeführt.</p>
 
== Belehrung (Recht) ==
<p>Unter '''[https://de.wikipedia.org/wiki/Belehrung_(Recht) Belehrung]''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache englisch] ''caution'') versteht man im [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtswesen Rechtswesen] die durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsnorm Rechtsnormen] vorgeschriebene [https://de.wikipedia.org/wiki/Information Information] eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtssubjekt Rechtssubjektes] über die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachlage Sachlage] und seine [https://de.wikipedia.org/wiki/Recht Rechte]. Eine im [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht Strafrecht] typische Belehrung besteht darin, den [https://de.wikipedia.org/wiki/Beschuldigter Beschuldigten] bei einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Ermittlungsverfahren Ermittlungsverfahren] darauf hinzuweisen, dass er das Recht auf einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafverteidiger_(Deutschland) Verteidiger] hat und es ihm freisteht, sich zu der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sache Sache] zu äußern (oder zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Schweigen_(Recht) schweigen]). Mögliche Vorgehensweisen zum weiteren Verfahren werden den Prozessparteien in [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsbehelfsbelehrung Rechtsbehelfsbelehrungen] aufgezeigt.</p><p>Die Idee, eine Rechtspartei über ihre Rechte zu belehren, entstammt dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Recht_(Rechtstradition) deutschen Recht], war aber lange Zeit nicht [https://de.wikipedia.org/wiki/Kodifikation kodifiziert]. Im kontinentalen [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtskreis Rechtskreis] gibt es Gesetze über die Belehrung zur Aussageverweigerung seit Ende des 19. Jahrhunderts. In den USA wurde die Rechtsbelehrung erst 1966 durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs eingeführt.</p>

Version vom 16. März 2024, 17:01 Uhr

belehr-ung Vorlage:dt.

Substantiv, f

Singular Plural
Nominativ die Belehrung die Belehrungen
Genitiv der Belehrung der Belehrungen
Dativ der Belehrung den Belehrungen
Akkusativ die Belehrung die Belehrungen
Worttrennung:
Be·leh·rung, Plural: Be·leh·run·gen

Aussprache:

IPA: [bəˈleːʁʊŋ]

Bedeutungen:

[1] Vermittlung von Kenntnissen; abwertend: Zurechtweisung

Herkunft:

Ableitung zum Stamm des Verbs belehren mit dem Suffix (Derivatem) -ung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Aufklärung, Lektion, Anleitung, Anweisung, Wissensvermittlung

Oberbegriffe:

[1] Vermittlung

Beispiele:

[1] „Wenn es die Liebe verlangt, soll man ehrlich und schlicht dem Nächsten nicht nur das mitteilen, was er notwendig zu seiner Belehrung braucht, sondern auch, was ihm nützlich ist und ihn erbaut.“ (Zitat von „Franz von Sales“)
[1] „Auch bei einem harmlosen Friseurbesuch ist man vor Belehrungen nicht sicher.“[1]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Belehrung durchführen

Wortbildungen:

[1] Belehrungssucht

Belehrung (Recht)

Unter Belehrung (englisch caution) versteht man im Rechtswesen die durch Rechtsnormen vorgeschriebene Information eines Rechtssubjektes über die Sachlage und seine Rechte. Eine im Strafrecht typische Belehrung besteht darin, den Beschuldigten bei einem Ermittlungsverfahren darauf hinzuweisen, dass er das Recht auf einen Verteidiger hat und es ihm freisteht, sich zu der Sache zu äußern (oder zu schweigen). Mögliche Vorgehensweisen zum weiteren Verfahren werden den Prozessparteien in Rechtsbehelfsbelehrungen aufgezeigt.

Die Idee, eine Rechtspartei über ihre Rechte zu belehren, entstammt dem deutschen Recht, war aber lange Zeit nicht kodifiziert. Im kontinentalen Rechtskreis gibt es Gesetze über die Belehrung zur Aussageverweigerung seit Ende des 19. Jahrhunderts. In den USA wurde die Rechtsbelehrung erst 1966 durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs eingeführt.