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„Baum“ – Versionsunterschied

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<p>'''Baum'''&nbsp;| m.&nbsp;Gewächs aus Stamm und Ästen mit Blättern oder Nadeln,&nbsp;ahd.&nbsp;''boum''&nbsp;(8. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''boum'',&nbsp;</p>
<p>'''Baum''' m.</p>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs. mnd.&nbsp;''bōm'',&nbsp;mnl.&nbsp;nl.&nbsp;''boom'',&nbsp;afries.&nbsp;''bām'',&nbsp;aengl.&nbsp;''bēam''&nbsp;(engl.&nbsp;''beam''&nbsp;‘Balken, Stange’) führen auf&nbsp;wger.&nbsp;''*bauma-''.</p>
* Baum m.
 
** Gewächs aus Stamm und Ästen mit Blättern oder Nadeln,
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Daneben stehen mit abweichender Bildungsweise&nbsp;got.&nbsp;''bagms''&nbsp;‘Baum’,&nbsp;aschwed.&nbsp;''bagn''&nbsp;‘Stock’,&nbsp;anord.&nbsp;''baðmr''‘Baum’.</p>
** ahd. boum (8. Jh.),
 
** mhd. boum,
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Es gibt zahlreiche Versuche, die unterschiedlichen Formen des&nbsp;Westgerm.,&nbsp;Got.&nbsp;und&nbsp;Nord.&nbsp;miteinander zu verbinden, eine einheitliche&nbsp;ger.&nbsp;Grundform konnte jedoch nicht mit Sicherheit erschlossen werden.</p>
** asächs. mnd. bōm,  
 
** mnl. nl. boom,  
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** afries. bām,  
 
** aengl. bēam (engl. beam ‘Balken, Stange’)  
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Anders&nbsp;Hamp&nbsp;in: Festschr. Fisiak (1986) 1, 345&nbsp;f.sowie&nbsp;Kuiper&nbsp;in: Novele 25 (1995) 63&nbsp;ff.&nbsp;Da sich auch&nbsp;außergerm.&nbsp;keine eindeutigen Verwandten beibringen lassen, kann man in den&nbsp;ger.&nbsp;Formen unterschiedliche Gestaltung eines Substratwortes sehen.&nbsp;</p>
* führen auf westgerm. *bauma-.
** uwger. ''*baum'', from uger. ''*baumaz''
*** wger. Form von *bagmaz
*** Von uig. *[[bʰew-]] „wachsen, anschwellen“.
* Daneben stehen mit abweichender Bildungsweise  
** got. bagms ‘Baum’,  
** [[aswed.]] bagn ‘Stock’,  
** anord. baðmr ‘Baum’.  
* Es gibt zahlreiche Versuche, die unterschiedlichen Formen des Westgerm., Got. und Nord. miteinander zu verbinden,  
** eine einheitliche germ. Grundform konnte jedoch nicht mit Sicherheit erschlossen werden.  
** So erwägt Pokorny 1, 149 die bereits bei Feist³73 zitierte Herleitung aus uig. *bhou̯(ə)mo- ‘Gewächs’ und Anschluß an die Wurzel uig. *[[bheu-]], *bheu̯ə- ‘wachsen, gedeihen’ (s. ''[[bauen]]'').  
** Anders Hamp in: Festschr. Fisiak (1986) 1, 345 f. sowie Kuiper in: Novele 25 (1995) 63 ff.  
** Da sich auch außergerm. keine eindeutigen Verwandten beibringen lassen, kann man in den germ. Formen unterschiedliche Gestaltung eines Substratwortes sehen.

Version vom 1. April 2024, 14:18 Uhr

Baum m.

  • Baum m.
    • Gewächs aus Stamm und Ästen mit Blättern oder Nadeln,
    • ahd. boum (8. Jh.),
    • mhd. boum,
    • asächs. mnd. bōm,
    • mnl. nl. boom,
    • afries. bām,
    • aengl. bēam (engl. beam ‘Balken, Stange’)
  • führen auf westgerm. *bauma-.
    • uwger. *baum, from uger. *baumaz
      • wger. Form von *bagmaz
      • Von uig. *bʰew- „wachsen, anschwellen“.
  • Daneben stehen mit abweichender Bildungsweise
    • got. bagms ‘Baum’,
    • aswed. bagn ‘Stock’,
    • anord. baðmr ‘Baum’.
  • Es gibt zahlreiche Versuche, die unterschiedlichen Formen des Westgerm., Got. und Nord. miteinander zu verbinden,
    • eine einheitliche germ. Grundform konnte jedoch nicht mit Sicherheit erschlossen werden.
    • So erwägt Pokorny 1, 149 die bereits bei Feist³73 zitierte Herleitung aus uig. *bhou̯(ə)mo- ‘Gewächs’ und Anschluß an die Wurzel uig. *bheu-, *bheu̯ə- ‘wachsen, gedeihen’ (s. bauen).
    • Anders Hamp in: Festschr. Fisiak (1986) 1, 345 f. sowie Kuiper in: Novele 25 (1995) 63 ff.
    • Da sich auch außergerm. keine eindeutigen Verwandten beibringen lassen, kann man in den germ. Formen unterschiedliche Gestaltung eines Substratwortes sehen.