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„Superposition (Physik)“ – Versionsunterschied

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27.03.2021<p style="text-align: justify;" >Unter [https://de.wikipedia.org/wiki/Superposition_(Physik) '''Superposition'''], auch '''Superpositionsprinzip''' versteht man in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik Physik] eine Überlagerung gleicher [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe physikalischer Größen], die sich dabei nicht gegenseitig behindern. Dieses Überlagerungsprinzip wird bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Linearit%C3%A4t linearen] Problemen in vielen Bereichen der Physik benutzt und unterscheidet sich nur in der Art der überlagerten Größen. Oft wird die Redeweise „mehrere Größen ''superponieren'' miteinander“ gebraucht.</p><p style="text-align: justify;" >Wichtige Anwendungsbereiche des Superpositionsprinzips sind [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle elektromagnetische Wellen] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Optik Optik] und in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Funktechnik Funktechnik], Kräfte in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Mechanik klassischen Mechanik] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanischer_Zustand Zustände] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik Quantenmechanik].</p><p style="text-align: justify;" >Ein Bereich, in dem das Superpositionsprinzip aufgrund der mathematischen Struktur der Theorie nicht gilt, ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Relativit%C3%A4tstheorie Allgemeine Relativitätstheorie] zur Beschreibung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitation Gravitation].</p>
angelegt 27.03.2021<p style="text-align: justify;" >Unter [https://de.wikipedia.org/wiki/Superposition_(Physik) '''Superposition'''], auch '''Superpositionsprinzip''' versteht man in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik Physik] eine Überlagerung gleicher [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe physikalischer Größen], die sich dabei nicht gegenseitig behindern. Dieses Überlagerungsprinzip wird bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Linearit%C3%A4t linearen] Problemen in vielen Bereichen der Physik benutzt und unterscheidet sich nur in der Art der überlagerten Größen. Oft wird die Redeweise „mehrere Größen ''superponieren'' miteinander“ gebraucht.</p><p style="text-align: justify;" >Wichtige Anwendungsbereiche des Superpositionsprinzips sind [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle elektromagnetische Wellen] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Optik Optik] und in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Funktechnik Funktechnik], Kräfte in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Mechanik klassischen Mechanik] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanischer_Zustand Zustände] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik Quantenmechanik].</p><p style="text-align: justify;" >Ein Bereich, in dem das Superpositionsprinzip aufgrund der mathematischen Struktur der Theorie nicht gilt, ist die [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Relativit%C3%A4tstheorie Allgemeine Relativitätstheorie] zur Beschreibung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitation Gravitation].</p>
== [https://de.wikipedia.org/wiki/Superposition_(Physik)#Wellenlehre <span id="Wellenlehre">Wellenlehre</span>] ==
== [https://de.wikipedia.org/wiki/Superposition_(Physik)#Wellenlehre <span id="Wellenlehre">Wellenlehre</span>] ==
<div class="thumb tright" style="text-align: justify;" ><div class="thumbinner"><div class="thumbcaption">[https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Standing_waves1.gif ]Zwei Wellen durchdringen einander, ohne sich zu beeinflussen.</div></div></div><div class="hauptartikel" style="text-align: justify;" role="navigation" ><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Interferenz_(Physik) Interferenz (Physik)]''</div><p style="text-align: justify;" >In der Wellenlehre bedeutet Superposition die ungestörte Überlagerung (''Interferenz'') mehrerer Wellen des gleichen Typs. Die relevante Größe der Überlagerung ist die Amplitude (die „Höhe“) der einzelnen Wellen. So können sich beispielsweise mehrere [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle elektromagnetische Wellen] gegenseitig überlagern, wodurch sich ihre Amplituden zur gleichen Zeit an manchen Punkten gegenseitig verstärken und an anderen gegenseitig abschwächen.</p><p style="text-align: justify;" >Der daraus resultierende Amplitudenverlauf wirkt jedoch – von möglichen Energieverlusten abgesehen – nicht auf die ihm zugrunde liegenden einzelnen Amplitudenverläufe zurück. Er ist lediglich das Gesamtergebnis der "übereinander gelegten" Einzelverläufe. Die Wellen durchqueren einander also, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Sie beeinflussen lediglich ihr Ausbreitungsmedium.</p>
<div class="hauptartikel" style="text-align: justify;" role="navigation" ><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Interferenz_(Physik) Interferenz (Physik)]''</div>
[[Datei:Standing waves1.gif|mini|Zwei Wellen durchdringen einander, ohne sich zu beeinflussen.]]
<p style="text-align: justify;" >In der Wellenlehre bedeutet Superposition die ungestörte Überlagerung (''Interferenz'') mehrerer Wellen des gleichen Typs. Die relevante Größe der Überlagerung ist die Amplitude (die „Höhe“) der einzelnen Wellen. So können sich beispielsweise mehrere [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetische_Welle elektromagnetische Wellen] gegenseitig überlagern, wodurch sich ihre Amplituden zur gleichen Zeit an manchen Punkten gegenseitig verstärken und an anderen gegenseitig abschwächen.</p><p style="text-align: justify;" >Der daraus resultierende Amplitudenverlauf wirkt jedoch – von möglichen Energieverlusten abgesehen – nicht auf die ihm zugrunde liegenden einzelnen Amplitudenverläufe zurück. Er ist lediglich das Gesamtergebnis der "übereinander gelegten" Einzelverläufe. Die Wellen durchqueren einander also, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Sie beeinflussen lediglich ihr Ausbreitungsmedium.</p>
== <span id="Klassische_Mechanik" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times, serif;" >Klassische Mechanik</span> ==
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[[Datei:Kräfteparallelogramm7.png|mini|Überlagerung zweier Kräfte]]
<p style="text-align: justify;" >Mechanische Kräfte lassen sich ebenfalls überlagern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom ''Prinzip der ungestörten Überlagerung der Kräfte'', ''Prinzip der resultierenden Kraft'' oder vom ''Vierten newtonschen Gesetz''.</p>
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== <span id="Quantenmechanik" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times, serif;" >Quantenmechanik</span> ==
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<div class="hauptartikel" style="text-align: justify;" role="navigation" ><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Zustand_(Quantenmechanik) Zustand (Quantenmechanik)]''</div><p style="text-align: justify;" >Superposition in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik Quantenmechanik] ist vergleichbar mit der aus der klassischen Wellenlehre, da quantenmechanische Zustände ebenfalls durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Wellenfunktion Wellenfunktionen] beschrieben werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die quantenmechanischen Wellenfunktionen, im Gegensatz zu den klassischen, noch keine „reale“ bzw. eindeutige Bedeutung haben. In der dazu äquivalenten Darstellung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Zustandsvektor Zustandsvektoren] bedeutet Superposition einfach die Addition (oder Linearkombination) von [https://de.wikipedia.org/wiki/Vektor Vektoren].</p>
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== <span id="Thermodynamik" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times, serif;" >Thermodynamik</span> ==
== <span id="Thermodynamik" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times, serif;" >Thermodynamik</span> ==
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[[Datei:Superpositionsprinzip Erwärmung.svg.png|links|mini|Superpositionsprinzip bei einem transienten Erwärmungsvorgang]]
<p style="text-align: justify;">Das Superpositionsprinzip wird in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik Thermodynamik] zur Berechnung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Instationarit%C3%A4t transienten] Erwärmungsvorgängen angewandt. Überlagert werden dabei alle Prozesse, die zur Wärmeabfuhr und -zufuhr beitragen. Man kann so beispielsweise die Temperatur eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungshalbleiter Leistungshalbleiters] zu einem gewissen Zeitpunkt t bestimmen, wenn ein Leistungsimpuls auf dieses Bauteil gewirkt hat.</p>
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== <span id="Elektrotechnik" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times, serif;" >Elektrotechnik</span> ==
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<div class="hauptartikel" style="text-align: justify;" role="navigation" ><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkanalyse_(Elektrotechnik) Netzwerkanalyse (Elektrotechnik)]''</div><p style="text-align: justify;" >In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrotechnik Elektrotechnik] versteht man unter '''Überlagerungssatz''' das [https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkanalyse_(Elektrotechnik)#%C3%9Cberlagerungsverfahren_nach_Helmholtz Überlagerungsverfahren nach Helmholtz]. Es ist ein ''vereinfachtes Verfahren zur Berechnung linearer elektrischer Schaltungen'' mit mehreren Spannungs- und/oder Stromquellen. Der Überlagerungssatz besagt, dass die Berechnung für jede Quelle getrennt erfolgen kann, wobei alle anderen (idealen) Quellen auf den Wert Null gesetzt werden. Spannungsquellen werden dabei durch Kurzschlüsse ersetzt (0 V) und Stromquellen durch Unterbrechungen (0 A), die Innenwiderstände der Quellen verbleiben jedoch in der Schaltung. Am Schluss erfolgt die lineare Überlagerung durch vorzeichenrichtige Addition der errechneten Teilergebnisse.</p><p style="text-align: justify;" >Ursprünglich wurde der Überlagerungssatz nur für [https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstrom Gleichstrom] bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichspannung Gleichspannung] formuliert. Seine Gültigkeit wird jedoch im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Komplexe_Wechselstromrechnung komplexen Wechselstromrechnung] auch auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselstrom Wechselstrom] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselspannung Wechselspannung] übertragen. Durch Anwendung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Operatorenrechnung Operatorenrechnung], beispielsweise der [https://de.wikipedia.org/wiki/Laplace-Transformation Laplace-Transformation], ist er sogar für beliebige Signalformen gültig. Generell gilt der Überlagerungssatz aber nur für [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Schaltung Schaltungen] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrisches_Bauelement#Lineare_und_nichtlineare_Bauelemente linearen Bauelementen].</p>
<div class="hauptartikel" style="text-align: justify;" role="navigation" ><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkanalyse_(Elektrotechnik) Netzwerkanalyse (Elektrotechnik)]''</div><p style="text-align: justify;" >In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrotechnik Elektrotechnik] versteht man unter '''Überlagerungssatz''' das [https://de.wikipedia.org/wiki/Netzwerkanalyse_(Elektrotechnik)#%C3%9Cberlagerungsverfahren_nach_Helmholtz Überlagerungsverfahren nach Helmholtz]. Es ist ein ''vereinfachtes Verfahren zur Berechnung linearer elektrischer Schaltungen'' mit mehreren Spannungs- und/oder Stromquellen. Der Überlagerungssatz besagt, dass die Berechnung für jede Quelle getrennt erfolgen kann, wobei alle anderen (idealen) Quellen auf den Wert Null gesetzt werden. Spannungsquellen werden dabei durch Kurzschlüsse ersetzt (0 V) und Stromquellen durch Unterbrechungen (0 A), die Innenwiderstände der Quellen verbleiben jedoch in der Schaltung. Am Schluss erfolgt die lineare Überlagerung durch vorzeichenrichtige Addition der errechneten Teilergebnisse.</p><p style="text-align: justify;" >Ursprünglich wurde der Überlagerungssatz nur für [https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstrom Gleichstrom] bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichspannung Gleichspannung] formuliert. Seine Gültigkeit wird jedoch im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Komplexe_Wechselstromrechnung komplexen Wechselstromrechnung] auch auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselstrom Wechselstrom] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselspannung Wechselspannung] übertragen. Durch Anwendung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Operatorenrechnung Operatorenrechnung], beispielsweise der [https://de.wikipedia.org/wiki/Laplace-Transformation Laplace-Transformation], ist er sogar für beliebige Signalformen gültig. Generell gilt der Überlagerungssatz aber nur für [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Schaltung Schaltungen] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrisches_Bauelement#Lineare_und_nichtlineare_Bauelemente linearen Bauelementen].</p>
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[[Kategorie:Überlagerung]]

Version vom 16. November 2023, 16:29 Uhr

angelegt 27.03.2021

Unter Superposition, auch Superpositionsprinzip versteht man in der Physik eine Überlagerung gleicher physikalischer Größen, die sich dabei nicht gegenseitig behindern. Dieses Überlagerungsprinzip wird bei linearen Problemen in vielen Bereichen der Physik benutzt und unterscheidet sich nur in der Art der überlagerten Größen. Oft wird die Redeweise „mehrere Größen superponieren miteinander“ gebraucht.

Wichtige Anwendungsbereiche des Superpositionsprinzips sind elektromagnetische Wellen in der Optik und in der Funktechnik, Kräfte in der klassischen Mechanik und Zustände in der Quantenmechanik.

Ein Bereich, in dem das Superpositionsprinzip aufgrund der mathematischen Struktur der Theorie nicht gilt, ist die Allgemeine Relativitätstheorie zur Beschreibung der Gravitation.

Zwei Wellen durchdringen einander, ohne sich zu beeinflussen.

In der Wellenlehre bedeutet Superposition die ungestörte Überlagerung (Interferenz) mehrerer Wellen des gleichen Typs. Die relevante Größe der Überlagerung ist die Amplitude (die „Höhe“) der einzelnen Wellen. So können sich beispielsweise mehrere elektromagnetische Wellen gegenseitig überlagern, wodurch sich ihre Amplituden zur gleichen Zeit an manchen Punkten gegenseitig verstärken und an anderen gegenseitig abschwächen.

Der daraus resultierende Amplitudenverlauf wirkt jedoch – von möglichen Energieverlusten abgesehen – nicht auf die ihm zugrunde liegenden einzelnen Amplitudenverläufe zurück. Er ist lediglich das Gesamtergebnis der "übereinander gelegten" Einzelverläufe. Die Wellen durchqueren einander also, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Sie beeinflussen lediglich ihr Ausbreitungsmedium.

Klassische Mechanik

Kräfte

Überlagerung zweier Kräfte

Mechanische Kräfte lassen sich ebenfalls überlagern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Prinzip der ungestörten Überlagerung der Kräfte, Prinzip der resultierenden Kraft oder vom Vierten newtonschen Gesetz.


Quantenmechanik

Superposition in der Quantenmechanik ist vergleichbar mit der aus der klassischen Wellenlehre, da quantenmechanische Zustände ebenfalls durch Wellenfunktionen beschrieben werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die quantenmechanischen Wellenfunktionen, im Gegensatz zu den klassischen, noch keine „reale“ bzw. eindeutige Bedeutung haben. In der dazu äquivalenten Darstellung mit Zustandsvektoren bedeutet Superposition einfach die Addition (oder Linearkombination) von Vektoren.

Thermodynamik

Superpositionsprinzip bei einem transienten Erwärmungsvorgang

Das Superpositionsprinzip wird in der Thermodynamik zur Berechnung von transienten Erwärmungsvorgängen angewandt. Überlagert werden dabei alle Prozesse, die zur Wärmeabfuhr und -zufuhr beitragen. Man kann so beispielsweise die Temperatur eines Leistungshalbleiters zu einem gewissen Zeitpunkt t bestimmen, wenn ein Leistungsimpuls auf dieses Bauteil gewirkt hat.



Elektrotechnik

In der Elektrotechnik versteht man unter Überlagerungssatz das Überlagerungsverfahren nach Helmholtz. Es ist ein vereinfachtes Verfahren zur Berechnung linearer elektrischer Schaltungen mit mehreren Spannungs- und/oder Stromquellen. Der Überlagerungssatz besagt, dass die Berechnung für jede Quelle getrennt erfolgen kann, wobei alle anderen (idealen) Quellen auf den Wert Null gesetzt werden. Spannungsquellen werden dabei durch Kurzschlüsse ersetzt (0 V) und Stromquellen durch Unterbrechungen (0 A), die Innenwiderstände der Quellen verbleiben jedoch in der Schaltung. Am Schluss erfolgt die lineare Überlagerung durch vorzeichenrichtige Addition der errechneten Teilergebnisse.

Ursprünglich wurde der Überlagerungssatz nur für Gleichstrom bzw. Gleichspannung formuliert. Seine Gültigkeit wird jedoch im Rahmen der komplexen Wechselstromrechnung auch auf Wechselstrom und Wechselspannung übertragen. Durch Anwendung der Operatorenrechnung, beispielsweise der Laplace-Transformation, ist er sogar für beliebige Signalformen gültig. Generell gilt der Überlagerungssatz aber nur für Schaltungen aus linearen Bauelementen.