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„mählich“ – Versionsunterschied

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<span class="dwb-italics dwb-hi">was</span> mächlich <span class="dwb-italics dwb-hi">sp.</span> 1396. <span class="dwb-italics dwb-hi">es ist das ahd.</span> mahlîh <span class="dwb-italics dwb-hi">in</span> ga-mahlîhho <span class="dwb-italics dwb-hi">connixe</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">vgl.</span> gemächlich), ungamahlîh <span class="dwb-italics dwb-hi">ineptus, altnord.</span> makligr <span class="dwb-italics dwb-hi">passend, geziemend</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">vergl. unter</span> machen <span class="dwb-italics dwb-hi">sp.</span> 1363), <span class="dwb-italics dwb-hi">mhd.</span> mechlich <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/l#lexer Lexer]</span> 1, 2068, <span class="dwb-italics dwb-hi">dessen guttural für die aussprache untergeht, daher auch die schreibung</span> mälich, melich: <span class="dwb-italics dwb-hi">sensim</span> melich <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/d#dief Dief.]</span> <span class="dwb-title">nov. gloss.</span>335ᵇ (<span class="dwb-italics dwb-hi">v. j.</span> 1420); <span class="dwb-italics dwb-hi">wofür bei</span> <span class="dwb-caps dwb-hi">Luther</span> <span class="dwb-italics dwb-hi">sogar einmal</span> meilich (<span class="dwb-italics dwb-hi">neben sonstigem</span> mehlich); mein herr ziehe vor seinem knechte hin, ich wil meilich hinnach treiben. <span class="dwb-title">1 Mos.</span> 33, 14. mählich <span class="dwb-italics dwb-hi">ist ein selteneres wort, gegen seine verstärkung</span> allmählich (<span class="dwb-italics dwb-hi">th.</span> 1, 237) <span class="dwb-italics dwb-hi">in der anwendung zurückstehend, aber bei schriftstellern namentlich nord- und mitteldeutscher heimat in gewählter, zumal dichterischer sprache bis heute gebraucht</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">die schreibungen</span> mählig <span class="dwb-italics dwb-hi">oder</span> mälig <span class="dwb-italics dwb-hi">sind zu verwerfen</span>)<span class="dwb-italics dwb-hi">; im gegensatz zu</span> allmählich <span class="dwb-italics dwb-hi">ist adjective verwendung nicht beliebt, nur adverbiale im sinne von stetig langsam, nach und nach:</span> ich füle, gott lob, besserung, die onmacht leszt nach, und die kreften finden sich mehlich wider. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/l#luther Luther]</span> 3, 405ᵃ; ist aber oben gnug angezeigt, wie sich Kains geschlecht bald auf weltlich ding geben hat, .. ist eins bald nach dem andern eingerissen, wie denn die natur thut, wenn man jr eine handbreit lesset, das sie eine ganze ellen nimpt, hat sich mehlich angefangen, aber so uberhand genomen, das es zu viel und gros worden ist. 4, 44ᵃ; da die gottesfürchtigkeit und eifer der religion mälig abgenommen. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/s#schuetz Schütz]</span><span class="dwb-title">Preuszen</span> 16; des morgens wurden die Preuszen gewar, das die schiffe schon so viel wasser geladen hetten, das sie mehlig begunten zu sinken. 30; machten sie sich binnen der angesetzten zeit mehlig und sonderlich bei nachtzeiten mit allem dem, was sie mit sich führen oder tragen kunten, in aller stille davon. 78;
[[mäh]][[-lich]] {{ahdt.-dt.}}
 
<span class="dwb-italics dwb-hi">mählich</span><ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1456, Z. 51.''</ref> <span class="dwb-italics dwb-hi">was</span> mächlich <span class="dwb-italics dwb-hi">sp.</span> 1396. <span class="dwb-italics dwb-hi">es ist das ahd.</span> mahlîh <span class="dwb-italics dwb-hi">in</span> ga-mahlîhho <span class="dwb-italics dwb-hi">connixe</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">vgl.</span> ''[[gemächlich]]''), ungamahlîh <span class="dwb-italics dwb-hi">ineptus, altnord.</span> makligr <span class="dwb-italics dwb-hi">passend, geziemend</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">vergl. unter</span> machen <span class="dwb-italics dwb-hi">sp.</span> 1363), <span class="dwb-italics dwb-hi">mhd.</span> mechlich <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/l#lexer Lexer]</span> 1, 2068, <span class="dwb-italics dwb-hi">dessen guttural für die aussprache untergeht, daher auch die schreibung</span> mälich, melich: <span class="dwb-italics dwb-hi">sensim</span> melich <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/d#dief Dief.]</span> <span class="dwb-title">nov. gloss.</span>335ᵇ (<span class="dwb-italics dwb-hi">v. j.</span> 1420); <span class="dwb-italics dwb-hi">wofür bei</span> <span class="dwb-caps dwb-hi">Luther</span> <span class="dwb-italics dwb-hi">sogar einmal</span> meilich (<span class="dwb-italics dwb-hi">neben sonstigem</span> mehlich); mein herr ziehe vor seinem knechte hin, ich wil meilich hinnach treiben. <span class="dwb-title">1 Mos.</span> 33, 14. mählich <span class="dwb-italics dwb-hi">ist ein selteneres wort, gegen seine verstärkung</span> allmählich (<span class="dwb-italics dwb-hi">th.</span> 1, 237) <span class="dwb-italics dwb-hi">in der anwendung zurückstehend, aber bei schriftstellern namentlich nord- und mitteldeutscher heimat in gewählter, zumal dichterischer sprache bis heute gebraucht</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">die schreibungen</span> mählig <span class="dwb-italics dwb-hi">oder</span> mälig <span class="dwb-italics dwb-hi">sind zu verwerfen</span>)<span class="dwb-italics dwb-hi">; im gegensatz zu</span> allmählich <span class="dwb-italics dwb-hi">ist adjective verwendung nicht beliebt, nur adverbiale im sinne von stetig langsam, nach und nach:</span> ich füle, gott lob, besserung, die onmacht leszt nach, und die kreften finden sich mehlich wider. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/l#luther Luther]</span> 3, 405ᵃ; ist aber oben gnug angezeigt, wie sich Kains geschlecht bald auf weltlich ding geben hat, .. ist eins bald nach dem andern eingerissen, wie denn die natur thut, wenn man jr eine handbreit lesset, das sie eine ganze ellen nimpt, hat sich mehlich angefangen, aber so uberhand genomen, das es zu viel und gros worden ist. 4, 44ᵃ; da die gottesfürchtigkeit und eifer der religion mälig abgenommen. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/s#schuetz Schütz]</span> <span class="dwb-title">Preuszen</span> 16; des morgens wurden die Preuszen gewar, das die schiffe schon so viel wasser geladen hetten, das sie mehlig begunten zu sinken. 30; machten sie sich binnen der angesetzten zeit mehlig und sonderlich bei nachtzeiten mit allem dem, was sie mit sich führen oder tragen kunten, in aller stille davon. 78;
 
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''in der formel'' bei mählichen: da nimt mannheit, kraft, stärke bei mehlichen ab, aber die flüsse, müdigkeit .. nehmen zu. Butschky ''Patm.'' 234.

Version vom 10. April 2024, 09:51 Uhr

mäh-lich Vorlage:ahdt.-dt.

mählich[1] was mächlich sp. 1396. es ist das ahd. mahlîh in ga-mahlîhho connixe (vgl. gemächlich), ungamahlîh ineptus, altnord. makligr passend, geziemend (vergl. unter machen sp. 1363), mhd. mechlich Lexer 1, 2068, dessen guttural für die aussprache untergeht, daher auch die schreibung mälich, melich: sensim melich Dief. nov. gloss.335ᵇ (v. j. 1420); wofür bei Luther sogar einmal meilich (neben sonstigem mehlich); mein herr ziehe vor seinem knechte hin, ich wil meilich hinnach treiben. 1 Mos. 33, 14. mählich ist ein selteneres wort, gegen seine verstärkung allmählich (th. 1, 237) in der anwendung zurückstehend, aber bei schriftstellern namentlich nord- und mitteldeutscher heimat in gewählter, zumal dichterischer sprache bis heute gebraucht (die schreibungen mählig oder mälig sind zu verwerfen); im gegensatz zu allmählich ist adjective verwendung nicht beliebt, nur adverbiale im sinne von stetig langsam, nach und nach: ich füle, gott lob, besserung, die onmacht leszt nach, und die kreften finden sich mehlich wider. Luther 3, 405ᵃ; ist aber oben gnug angezeigt, wie sich Kains geschlecht bald auf weltlich ding geben hat, .. ist eins bald nach dem andern eingerissen, wie denn die natur thut, wenn man jr eine handbreit lesset, das sie eine ganze ellen nimpt, hat sich mehlich angefangen, aber so uberhand genomen, das es zu viel und gros worden ist. 4, 44ᵃ; da die gottesfürchtigkeit und eifer der religion mälig abgenommen. Schütz Preuszen 16; des morgens wurden die Preuszen gewar, das die schiffe schon so viel wasser geladen hetten, das sie mehlig begunten zu sinken. 30; machten sie sich binnen der angesetzten zeit mehlig und sonderlich bei nachtzeiten mit allem dem, was sie mit sich führen oder tragen kunten, in aller stille davon. 78;

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in der formel bei mählichen: da nimt mannheit, kraft, stärke bei mehlichen ab, aber die flüsse, müdigkeit .. nehmen zu. Butschky Patm. 234.

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1456, Z. 51.