Zum Inhalt springen

„Telos“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[tel-]][[-os]] {{agrie.-dt.}} télos [[agrie.]] <span class="headword-line">τέλος '[[Vollendung]], [[Reife]], [[Vervollkommnung]], [[Erfüllung]], [[Vollkommenheit]], …'</span>  
[[tel-]][[-os]] {{agrie.-dt.}} télos [[agrie.]] <span class="headword-line">τέλος '[[Vollendung]], [[Reife]], [[Vervollkommnung]], [[Erfüllung]], [[Vollkommenheit]], …'</span>
 
*das altgriechische Wort τέλος ([[Ziel]])
 
*in der Philosophie und Rhetorik das Ziel oder den Endzweck, siehe [[Teleologie]] und [[Zweck]]
*das altgriechische Wort τέλος ([https://de.wikipedia.org/wiki/Ziel Ziel])
*in der Philosophie und Rhetorik das Ziel oder den Endzweck, siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Teleologie Teleologie] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweck Zweck]
*in der Rechtswissenschaft das Ziel bzw. den Zweck eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz Gesetzes], vgl. auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Auslegung_(Recht)#Teleologische_Auslegung teleologische Auslegung]
*in der Rechtswissenschaft das Ziel bzw. den Zweck eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz Gesetzes], vgl. auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Auslegung_(Recht)#Teleologische_Auslegung teleologische Auslegung]


== Telos ==
== Telos ==
(Übersetzung von ''[[wikipedia:Telos|Telos]]'' WKPDE; WKPD gibt zu ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Telos Telos]'' "[[Ziel]]" an und leitet auf ''[[Zweck]]'' weiter.)
(Übersetzung von ''[[wikipedia:Telos|Telos]]'' WKPDE)


Telos (/ˈtɛ.lɒs/; griechisch: τέλος, translit. ''[[télos]]'', wörtlich „[[Ende]], ‚[[Zweck]]‘ oder ‚Ziel‘“) <ref><span class="reference-text">"[https://www.britannica.com/topic/teleological-ethics Teleological ethics]." ''[[wikipedia:Encyclopædia_Britannica|Encyclopædia Britannica]]'' 2008 [1998].</span></ref>  ist ein Begriff, den der Philosoph [[Aristoteles (Universalgelehrter)|Aristoteles]] verwendet, um sich auf die [[wikipedia:Four_causes#Final_cause|endgültige Ursache]] einer natürlichen Sache, Organ, Entität oder menschliche Kunst zu beziehen. Telos ist die [[wikipedia:Root_(linguistics)|Wurzel]] des modernen Begriffs [[Teleologie]], der Lehre von Zweckmäßigkeit oder von Objekten im Hinblick auf ihre Ziele, Zwecke oder Absichten. Die Teleologie ist durch seine Theorie der vier Ursachen von zentraler Bedeutung in Aristoteles‘ Werken zur Biologie der Pflanzen und Tiere sowie zur menschlichen Ethik. Aristoteles‘ Vorstellung, dass alles ein ''Telos'' hat, führte auch zum entstehen der [[Epistemologie]]. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFEagles2008">Eagles, Munroe (2008).&nbsp;''Politics: An Introduction to Modern Democratic Government''. Ontario: Broadview Press. p.&nbsp;87.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1551118581|<bdi>978-1551118581</bdi>]].</cite></span></ref>  
Telos (/ˈtɛ.lɒs/; griechisch: τέλος, translit. ''[[télos]]'', wörtlich „[[Ende]], ‚[[Zweck]]‘ oder ‚Ziel‘“) <ref><span class="reference-text">"[https://www.britannica.com/topic/teleological-ethics Teleological ethics]." ''[[wikipedia:Encyclopædia_Britannica|Encyclopædia Britannica]]'' 2008 [1998].</span></ref>  ist ein Begriff, den der Philosoph [[Aristoteles (Universalgelehrter)|Aristoteles]] verwendet, um sich auf die [[wikipedia:Four_causes#Final_cause|endgültige Ursache]] einer natürlichen Sache, Organ, Entität oder menschliche Kunst zu beziehen. Telos ist die [[wikipedia:Root_(linguistics)|Wurzel]] des modernen Begriffs [[Teleologie]], der Lehre von Zweckmäßigkeit oder von Objekten im Hinblick auf ihre Ziele, Zwecke oder Absichten. Die Teleologie ist durch seine Theorie der vier Ursachen von zentraler Bedeutung in Aristoteles‘ Werken zur Biologie der Pflanzen und Tiere sowie zur menschlichen Ethik. Aristoteles‘ Vorstellung, dass alles ein ''Telos'' hat, führte auch zum entstehen der [[Epistemologie]]. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFEagles2008">Eagles, Munroe (2008).&nbsp;''Politics: An Introduction to Modern Democratic Government''. Ontario: Broadview Press. p.&nbsp;87.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1551118581|<bdi>978-1551118581</bdi>]].</cite></span></ref>  
Zeile 15: Zeile 13:
Für Aristoteles können diese untergeordneten ''Telos'' zum Mittel werden, um grundlegendere Telos zu erreichen. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFGrayling2019">Grayling, A. C. (2019).&nbsp;[https://books.google.com/books?id=bDJwDwAAQBAJ&dq=telos+end+aristotle&pg=PT84 ''The History of Philosophy'']. Penguin UK.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0241980866|<bdi>978-0241980866</bdi>]].</cite></span></ref>  Mit diesem Konzept unterstrich der Philosoph beispielsweise die Bedeutung der Politik und die Unterwerfung aller anderen Bereiche zu ihr. Er erklärte, dass das ''Telos'' des Schmieds die Herstellung eines Schwertes sei, während das ''Telos'' des Schwertkämpfers, der die Waffe als Werkzeug nutzt, darin besteht, einen Feind zu töten oder außer Gefecht zu setzen. <ref><span class="reference-text">"[https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/Introduction*.html Introduction to 'de Finabus']." ''Cicero: de Finibus'' XVII (2nd ed.). ''[[wikipedia:Loeb_Classical_Library|Loeb Classical Library]]''. [[wikipedia:Harvard_University_Press|Harvard University Press]](1931), transcribed by B. Thayer.</span></ref>  Andererseits sind die ''Telos'' dieser Berufe lediglich Teil des Zwecks eines Herrschers, der die Leitung und das Wohlergehen eines Staates überwachen muss. <ref>
Für Aristoteles können diese untergeordneten ''Telos'' zum Mittel werden, um grundlegendere Telos zu erreichen. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFGrayling2019">Grayling, A. C. (2019).&nbsp;[https://books.google.com/books?id=bDJwDwAAQBAJ&dq=telos+end+aristotle&pg=PT84 ''The History of Philosophy'']. Penguin UK.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0241980866|<bdi>978-0241980866</bdi>]].</cite></span></ref>  Mit diesem Konzept unterstrich der Philosoph beispielsweise die Bedeutung der Politik und die Unterwerfung aller anderen Bereiche zu ihr. Er erklärte, dass das ''Telos'' des Schmieds die Herstellung eines Schwertes sei, während das ''Telos'' des Schwertkämpfers, der die Waffe als Werkzeug nutzt, darin besteht, einen Feind zu töten oder außer Gefecht zu setzen. <ref><span class="reference-text">"[https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/Introduction*.html Introduction to 'de Finabus']." ''Cicero: de Finibus'' XVII (2nd ed.). ''[[wikipedia:Loeb_Classical_Library|Loeb Classical Library]]''. [[wikipedia:Harvard_University_Press|Harvard University Press]](1931), transcribed by B. Thayer.</span></ref>  Andererseits sind die ''Telos'' dieser Berufe lediglich Teil des Zwecks eines Herrschers, der die Leitung und das Wohlergehen eines Staates überwachen muss. <ref>


Darüber hinaus kann es als „höchstes Ziel des menschlichen Strebens“ verstanden werden.<ref name=":2" /></ref>
Darüber hinaus kann es als „höchstes Ziel des menschlichen Strebens“ verstanden werden.<ref name=":2" /></ref><blockquote>„Vergnügen und Schmerz liefern darüber hinaus die Motive des Verlangens und der Vermeidung sowie die Triebfedern des Verhaltens im Allgemeinen. Daraus folgt eindeutig, dass Handlungen nur dann richtig und lobenswert sind, wenn sie ein Mittel zum Erreichen eines Lebens voller Vergnügen sind. Aber das.“ Was selbst kein Mittel zu irgendetwas anderem ist, für das aber alles andere ein Mittel ist, nennen die Griechen das höchste, ultimative oder letzte Gut. Daher muss man zugeben, dass das höchste Gut darin besteht, angenehm zu leben.
<blockquote class="quote-frame pullquote"><div>"Pleasure and pain moreover supply the motives of desire and of avoidance, and the springs of conduct generally. This being so, it clearly follows that actions are right and praiseworthy only as being a means to the attainment of a life of pleasure. But that which is not itself a means to anything else, but to which all else is a means, is what the Greeks term the Telos, the highest, ultimate or final Good. It must therefore be admitted that the Chief Good is to live agreeably."<br>„Vergnügen und Schmerz liefern darüber hinaus die Motive des Verlangens und der Vermeidung sowie die Triebfedern des Verhaltens im Allgemeinen. Daraus folgt eindeutig, dass Handlungen nur dann richtig und lobenswert sind, wenn sie ein Mittel zum Erreichen eines Lebens voller Vergnügen sind. Aber das.“ Was selbst kein Mittel zu irgendetwas anderem ist, für das aber alles andere ein Mittel ist, nennen die Griechen das höchste, ultimative oder letzte Gut. Daher muss man zugeben, dass das höchste Gut darin besteht, angenehm zu leben.
— [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], [[wikipedia:De_Finibus_Bonorum_et_Malorum|De Finibus Bonorum et Malorum]], Buch I<ref><span class="reference-text">Rackham, H. Harris, trans. 1931. "[https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/1*.html Book I]." In ''Cicero: de Finibus'' XVII (2nd ed.). Loeb Classical Library, [[wikipedia:Harvard_University_Press|Harvard University Press]], transcribed by B. Thayer. [https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/1*.html#42 p. 42].</span>  
 
— [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], [[wikipedia:De_Finibus_Bonorum_et_Malorum|De Finibus Bonorum et Malorum]], Buch I<ref><span class="reference-text">Rackham, H. Harris, trans. 1931. "[https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/1*.html Book I]." In ''Cicero: de Finibus'' XVII (2nd ed.). Loeb Classical Library, [[wikipedia:Harvard_University_Press|Harvard University Press]], transcribed by B. Thayer. [https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cicero/de_Finibus/1*.html#42 p. 42].</span></div></blockquote>  


 
====<span id="Telos_vs_techne">''Telos'' vs ''Techne''</span>====
==== <span id="Telos_vs_techne">''Telos'' vs ''Techne''</span> ====
''Telos'' is associated with the concept called ''[[wikipedia:Techne|techne]],'' which is the rational method involved in producing an object or accomplishing a goal or objective. In the Theuth/Thamus myth, for instance, the section covering ''techne'' referred to ''telos'' and ''techne'' together.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-8|[8]]]</sup> The two methods are, however, not mutually exclusive in principle. These are demonstrated in the cases of [[wikipedia:Writing|writing]] and seeing, as explained by [[wikipedia:Martin_Heidegger|Martin Heidegger]]: the former is considered a form of ''techne'', as the end product lies beyond (''para'') the activity of producing; whereas, in seeing, there is no remainder outside of or beyond the activity itself at the moment it is accomplished.<sup id="cite_ref-9" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-9|[9]]]</sup> Aristotle, for his part, simply designated ''sophia'' (also referred to as the ''arete'' or excellence of philosophical reflection) as the consummation or the final cause (''telos'') of ''techne''.<sup id="cite_ref-10" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-10|[10]]]</sup> Heidegger attempted to explain the Aristotelian conceptualization outlined in the ''[[wikipedia:Nicomachean_Ethics|Nicomachean Ethics]]'', where the ''eidos''&nbsp;– the soul of the maker&nbsp;– was treated as the ''arche'' of the thing made (''ergon'').<sup id="cite_ref-:5_11-0" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-:5-11|[11]]]</sup> In this analogy, the telos constitutes the ''[[wikipedia:Arche|arche]]'' but in a certain degree not at the disposition of ''techne''.<sup id="cite_ref-:5_11-1" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-:5-11|[11]]]</sup>
''Telos'' is associated with the concept called ''[[wikipedia:Techne|techne]],'' which is the rational method involved in producing an object or accomplishing a goal or objective. In the Theuth/Thamus myth, for instance, the section covering ''techne'' referred to ''telos'' and ''techne'' together.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-8|[8]]]</sup> The two methods are, however, not mutually exclusive in principle. These are demonstrated in the cases of [[wikipedia:Writing|writing]] and seeing, as explained by [[wikipedia:Martin_Heidegger|Martin Heidegger]]: the former is considered a form of ''techne'', as the end product lies beyond (''para'') the activity of producing; whereas, in seeing, there is no remainder outside of or beyond the activity itself at the moment it is accomplished.<sup id="cite_ref-9" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-9|[9]]]</sup> Aristotle, for his part, simply designated ''sophia'' (also referred to as the ''arete'' or excellence of philosophical reflection) as the consummation or the final cause (''telos'') of ''techne''.<sup id="cite_ref-10" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-10|[10]]]</sup> Heidegger attempted to explain the Aristotelian conceptualization outlined in the ''[[wikipedia:Nicomachean_Ethics|Nicomachean Ethics]]'', where the ''eidos''&nbsp;– the soul of the maker&nbsp;– was treated as the ''arche'' of the thing made (''ergon'').<sup id="cite_ref-:5_11-0" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-:5-11|[11]]]</sup> In this analogy, the telos constitutes the ''[[wikipedia:Arche|arche]]'' but in a certain degree not at the disposition of ''techne''.<sup id="cite_ref-:5_11-1" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-:5-11|[11]]]</sup>


''Telos'' wird mit dem Konzept „[[Techne]]“ in Verbindung gebracht, bei dem es sich um die rationale Methode handelt, die zur Herstellung eines Objekts oder zur Erreichung eines Ziels erforderlich ist. Im Theuth/Thamus-Mythos beispielsweise bezog sich der Abschnitt über ''Techne'' auf Telos und Techne zusammen. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFGriswold2010">Griswold, Charles (2010).&nbsp;''Self-Knowledge in Plato's Phaedrus''. University Park, PA: Pennsylvania State University Press. p.&nbsp;160.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0271016184|<bdi>978-0271016184</bdi>]].</cite></span></ref>  Die beiden Methoden schließen sich jedoch grundsätzlich nicht gegenseitig aus. Diese werden in den Fällen des Schreibens und Sehens demonstriert, wie [[Martin Heidegger]] erklärt: Ersteres wird als eine Form von Techne betrachtet, da das Endprodukt jenseits (''[[para]]'') der Tätigkeit des Produzierens liegt; wohingegen es beim Sehen keinen Rest außerhalb oder jenseits der Aktivität selbst in dem Moment gibt, in dem sie ausgeführt wird. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFMcNeill2012">McNeill, William (2012).&nbsp;''Time of Life, The: Heidegger and Ethos''. Albany: State University of New York Press. p.&nbsp;6.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0791467831|<bdi>978-0791467831</bdi>]].</cite></span></ref>  Aristoteles seinerseits bezeichnete [[wikipedia:Sophia_(wisdom)|Sophia]] (auch als [[Arete]] oder [[wikipedia:Sophia_(wisdom)#Personification|Exzellenz]] der philosophischen Reflexion bezeichnet) einfach als Vollendung oder Endursache (''Telos'') der ''[[Techne]].'' <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFRojcewicz2006">Rojcewicz, Richard (2006).&nbsp;''The Gods and Technology: A Reading of Heidegger''. Albany: State University of New York Press. p.&nbsp;64.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0791466414|<bdi>978-0791466414</bdi>]].</cite></span></ref>  Heidegger versuchte, die in der [[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]] dargelegte aristotelische Konzeptualisierung zu erklären, in der das ''[[Eidos]]'' – die Seele des Herstellers – als [[Archē]] der gemachten Sache (ergon) behandelt wurde. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFRadloff2007">Radloff, Bernhard (2007).&nbsp;''Heidegger and the Question of National Socialism: Disclosure and Gestalt''. Toronto: University of Toronto Press. p.&nbsp;354.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0802093158|<bdi>978-0802093158</bdi>]].</cite></span></ref>  In dieser Analogie stellt das Telos die Arche dar, steht aber in gewissem Maße nicht zur Verfügung der ''[[Techne]].'' <ref>
''Telos'' wird mit dem Konzept „[[Techne]]“ in Verbindung gebracht, bei dem es sich um die rationale Methode handelt, die zur Herstellung eines Objekts oder zur Erreichung eines Ziels erforderlich ist. Im Theuth/Thamus-Mythos beispielsweise bezog sich der Abschnitt über ''Techne'' auf Telos und Techne zusammen. <nowiki><ref></nowiki><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFGriswold2010">Griswold, Charles (2010).&nbsp;''Self-Knowledge in Plato's Phaedrus''. University Park, PA: Pennsylvania State University Press. p.&nbsp;160.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0271016184|<bdi>978-0271016184</bdi>]].</cite></span></ref>  </blockquote>Die beiden Methoden schließen sich jedoch grundsätzlich nicht gegenseitig aus. Diese werden in den Fällen des Schreibens und Sehens demonstriert, wie [[Martin Heidegger]] erklärt: Ersteres wird als eine Form von Techne betrachtet, da das Endprodukt jenseits (''[[para]]'') der Tätigkeit des Produzierens liegt; wohingegen es beim Sehen keinen Rest außerhalb oder jenseits der Aktivität selbst in dem Moment gibt, in dem sie ausgeführt wird. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFMcNeill2012">McNeill, William (2012).&nbsp;''Time of Life, The: Heidegger and Ethos''. Albany: State University of New York Press. p.&nbsp;6.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0791467831|<bdi>978-0791467831</bdi>]].</cite></span></ref>  Aristoteles seinerseits bezeichnete [[wikipedia:Sophia_(wisdom)|Sophia]] (auch als [[Arete]] oder [[wikipedia:Sophia_(wisdom)#Personification|Exzellenz]] der philosophischen Reflexion bezeichnet) einfach als Vollendung oder Endursache (''Telos'') der ''[[Techne]].'' <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFRojcewicz2006">Rojcewicz, Richard (2006).&nbsp;''The Gods and Technology: A Reading of Heidegger''. Albany: State University of New York Press. p.&nbsp;64.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0791466414|<bdi>978-0791466414</bdi>]].</cite></span></ref>  Heidegger versuchte, die in der [[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]] dargelegte aristotelische Konzeptualisierung zu erklären, in der das ''[[Eidos]]'' – die Seele des Herstellers – als [[Archē]] der gemachten Sache (ergon) behandelt wurde. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFRadloff2007">Radloff, Bernhard (2007).&nbsp;''Heidegger and the Question of National Socialism: Disclosure and Gestalt''. Toronto: University of Toronto Press. p.&nbsp;354.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-0802093158|<bdi>978-0802093158</bdi>]].</cite></span></ref>  In dieser Analogie stellt das Telos die Arche dar, steht aber in gewissem Maße nicht zur Verfügung der ''[[Techne]].'' <ref></ref>


</ref>
=== <span id="In_modern_philosophy">In der modernen Philosophie</span> ===
=== <span id="In_modern_philosophy">In der modernen Philosophie</span> ===
Der Begriff des ''[[Zweck]]'' oder ''Telos'' bildete die Grundlage der [[Kybernetik]] und ist heute Teil der modernen Analyse von [[Social-Media-Plattformen]] als intelligente [https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Maschine soziale Maschinen].<ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFCristianini2023">Cristianini, Nello (2023).&nbsp;[https://www.worldcat.org/oclc/1352480147 ''The shortcut&nbsp;: why intelligent machines do not think like us'']&nbsp;(1st&nbsp;ed.). Boca Raton.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1-003-33581-8|<bdi>978-1-003-33581-8</bdi>]].&nbsp;[[wikipedia:OCLC_(identifier)|OCLC]]&nbsp;[https://www.worldcat.org/oclc/1352480147 1352480147].</cite></span>  
Der Begriff des ''[[Zweck]]'' oder ''Telos'' bildete die Grundlage der [[Kybernetik]] und ist heute Teil der modernen Analyse von [[Social-Media-Plattformen]] als intelligente [https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Maschine soziale Maschinen].<ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFCristianini2023">Cristianini, Nello (2023).&nbsp;[https://www.worldcat.org/oclc/1352480147 ''The shortcut&nbsp;: why intelligent machines do not think like us'']&nbsp;(1st&nbsp;ed.). Boca Raton.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1-003-33581-8|<bdi>978-1-003-33581-8</bdi>]].&nbsp;[[wikipedia:OCLC_(identifier)|OCLC]]&nbsp;[https://www.worldcat.org/oclc/1352480147 1352480147].</cite></span>  
Auch die [[Handlungstheorie]] bedient sich wesentlich des teleologischen Vokabulars. Aus der Sicht von [[wikipedia:Donald_Davidson_(philosopher)|Donald Davidson]] ist eine Aktion einfach etwas, was ein Agent mit einer Absicht ausführt – d. h. mit der Erwartung, dass mit der Aktion ein bestimmtes Ziel erreicht wird. <ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFAltshulerSigrist2016">Altshuler, Roman; Sigrist, Michael J. (2016).&nbsp;[https://books.google.com/books?id=M89TDAAAQBAJ&dq=telos+philosophy+of+action&pg=PA262 ''Time and the Philosophy of Action'']. Routledge.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1317819479|<bdi>978-1317819479</bdi>]].</cite></span></ref>  Handeln wird lediglich als ein Schritt betrachtet, der notwendig ist, um das menschliche Telos zu erfüllen, da es zu Gewohnheiten führt. <ref>
Auch die [[Handlungstheorie]] bedient sich wesentlich des teleologischen Vokabulars. Aus der Sicht von [[wikipedia:Donald_Davidson_(philosopher)|Donald Davidson]] ist eine Aktion einfach etwas, was ein Agent mit einer Absicht ausführt – d. h. mit der Erwartung, dass mit der Aktion ein bestimmtes Ziel erreicht wird. <nowiki><ref></nowiki><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFAltshulerSigrist2016">Altshuler, Roman; Sigrist, Michael J. (2016).&nbsp;[https://books.google.com/books?id=M89TDAAAQBAJ&dq=telos+philosophy+of+action&pg=PA262 ''Time and the Philosophy of Action'']. Routledge.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-1317819479|<bdi>978-1317819479</bdi>]].</cite></span></ref>  Handeln wird lediglich als ein Schritt betrachtet, der notwendig ist, um das menschliche Telos zu erfüllen, da es zu Gewohnheiten führt. <ref>
 
According to the [[wikipedia:Marxist_philosophy|Marxist perspective]], historical change is dictated by socio-economic structures (or "laws"), which are simultaneously preconditions and limitations of the realization of the ''telos'' of the [[wikipedia:Class_conflict|class struggle]].<sup id="cite_ref-14" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-14|[14]]]</sup>
According to the [[wikipedia:Marxist_philosophy|Marxist perspective]], historical change is dictated by socio-economic structures (or "laws"), which are simultaneously preconditions and limitations of the realization of the ''telos'' of the [[wikipedia:Class_conflict|class struggle]].<sup id="cite_ref-14" class="reference">[[wikipedia:Telos#cite_note-14|[14]]]</sup>


Aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Marxistische_Philosophie marxistischer Sicht] wird der historische Wandel durch sozioökonomische Strukturen (oder „Gesetze“) diktiert, die gleichzeitig Voraussetzungen und Beschränkungen für die Verwirklichung des ''Telos'' des [[Klassenkampf]] sind.<ref><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFFløistad2012">Fløistad, Guttorm (2012).&nbsp;''Volume 3: Philosophy of Action''. The Hague: Martinus Nijhoff Publishers. p.&nbsp;10.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-9024732999|<bdi>978-9024732999</bdi>]].</cite></span></ref>  
Aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Marxistische_Philosophie marxistischer Sicht] wird der historische Wandel durch sozioökonomische Strukturen (oder „Gesetze“) diktiert, die gleichzeitig Voraussetzungen und Beschränkungen für die Verwirklichung des ''Telos'' des [[Klassenkampf]] sind.<nowiki><ref></nowiki><span class="reference-text"><cite class="citation book cs1" id="CITEREFFløistad2012">Fløistad, Guttorm (2012).&nbsp;''Volume 3: Philosophy of Action''. The Hague: Martinus Nijhoff Publishers. p.&nbsp;10.&nbsp;[[wikipedia:ISBN_(identifier)|ISBN]]&nbsp;[[wikipedia:Special:BookSources/978-9024732999|<bdi>978-9024732999</bdi>]].</cite></span></ref>


=== <span id="See_also">See also</span> ===
=== <span id="See_also">See also</span> ===
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Conatus Conatus]
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Dysteleology Dysteleology]
*[[wikipedia:Conatus|Conatus]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Metaphysics Metaphysics]
*[[wikipedia:Dysteleology|Dysteleology]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Plato Plato]
*[[wikipedia:Metaphysics|Metaphysics]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Polytely Polytely]
*[[wikipedia:Plato|Plato]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Teleological_argument Teleological argument]
*[[wikipedia:Polytely|Polytely]]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Teleonomy Teleonomy]
*[[wikipedia:Teleological_argument|Teleological argument]]
*[[wikipedia:Teleonomy|Teleonomy]]


=== <span id="External_links">External links</span> ===
=== <span id="External_links">External links</span> ===
<span class="reference-text"></span>
 
*[http://plato.stanford.edu/entries/teleology-biology Teleological Notions in Biology], ''[https://en.wikipedia.org/wiki/Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy Stanford Encyclopedia of Philosophy]''
*[http://plato.stanford.edu/entries/teleology-biology Teleological Notions in Biology], ''[[wikipedia:Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy|Stanford Encyclopedia of Philosophy]]''
*Alexander, Victoria N. [https://web.archive.org/web/20110716074248/http://dactylfoundation.org/?page_id=1893 ''Narrative Telos: The Ordering Tendencies of Chance'']. [https://en.wikipedia.org/wiki/Dactyl_Foundation Dactyl Foundation].
*Alexander, Victoria N. [https://web.archive.org/web/20110716074248/http://dactylfoundation.org/?page_id=1893 ''Narrative Telos: The Ordering Tendencies of Chance'']. [[wikipedia:Dactyl_Foundation|Dactyl Foundation]].


=== [[—Enzlnchwse]] ===
=== [[—Enzlnchwse]] ===

Version vom 17. April 2024, 19:14 Uhr

tel--os Vorlage:agrie.-dt. télos agrie. τέλος 'Vollendung, Reife, Vervollkommnung, Erfüllung, Vollkommenheit, …'

Telos

(Übersetzung von Telos WKPDE)

Telos (/ˈtɛ.lɒs/; griechisch: τέλος, translit. télos, wörtlich „Ende, ‚Zweck‘ oder ‚Ziel‘“) [1] ist ein Begriff, den der Philosoph Aristoteles verwendet, um sich auf die endgültige Ursache einer natürlichen Sache, Organ, Entität oder menschliche Kunst zu beziehen. Telos ist die Wurzel des modernen Begriffs Teleologie, der Lehre von Zweckmäßigkeit oder von Objekten im Hinblick auf ihre Ziele, Zwecke oder Absichten. Die Teleologie ist durch seine Theorie der vier Ursachen von zentraler Bedeutung in Aristoteles‘ Werken zur Biologie der Pflanzen und Tiere sowie zur menschlichen Ethik. Aristoteles‘ Vorstellung, dass alles ein Telos hat, führte auch zum entstehen der Epistemologie. [2]

In Aristoteles

Telos wurde in den Schriften des Aristoteles regelmäßig verwendet, wobei der Begriff mehrfach „Ziel“ bedeutete. [3] Es gilt als Synonym für teleutḗ („Ende“), insbesondere in Aristoteles‘ Diskurs über die Handlungsstruktur in der Poetik. Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>. Man kann zum Beispiel sagen, dass das Telos der Kriegsführung der Sieg ist, oder dass das Telos des Geschäfts die Schaffung von Wohlstand ist. Innerhalb dieser Konzeptualisierung gibt es Telos, die anderen Telos untergeordnet sind, da alle Aktivitäten ihre eigenen, jeweiligen Ziele haben.

Für Aristoteles können diese untergeordneten Telos zum Mittel werden, um grundlegendere Telos zu erreichen. [4] Mit diesem Konzept unterstrich der Philosoph beispielsweise die Bedeutung der Politik und die Unterwerfung aller anderen Bereiche zu ihr. Er erklärte, dass das Telos des Schmieds die Herstellung eines Schwertes sei, während das Telos des Schwertkämpfers, der die Waffe als Werkzeug nutzt, darin besteht, einen Feind zu töten oder außer Gefecht zu setzen. [5] Andererseits sind die Telos dieser Berufe lediglich Teil des Zwecks eines Herrschers, der die Leitung und das Wohlergehen eines Staates überwachen muss. Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>.

„Vergnügen und Schmerz liefern darüber hinaus die Motive des Verlangens und der Vermeidung sowie die Triebfedern des Verhaltens im Allgemeinen. Daraus folgt eindeutig, dass Handlungen nur dann richtig und lobenswert sind, wenn sie ein Mittel zum Erreichen eines Lebens voller Vergnügen sind. Aber das.“ Was selbst kein Mittel zu irgendetwas anderem ist, für das aber alles andere ein Mittel ist, nennen die Griechen das höchste, ultimative oder letzte Gut. Daher muss man zugeben, dass das höchste Gut darin besteht, angenehm zu leben. — Cicero, De Finibus Bonorum et Malorum, Buch I[6]

Die beiden Methoden schließen sich jedoch grundsätzlich nicht gegenseitig aus. Diese werden in den Fällen des Schreibens und Sehens demonstriert, wie Martin Heidegger erklärt: Ersteres wird als eine Form von Techne betrachtet, da das Endprodukt jenseits (para) der Tätigkeit des Produzierens liegt; wohingegen es beim Sehen keinen Rest außerhalb oder jenseits der Aktivität selbst in dem Moment gibt, in dem sie ausgeführt wird. [7] Aristoteles seinerseits bezeichnete Sophia (auch als Arete oder Exzellenz der philosophischen Reflexion bezeichnet) einfach als Vollendung oder Endursache (Telos) der Techne. [8] Heidegger versuchte, die in der Nikomachischen Ethik dargelegte aristotelische Konzeptualisierung zu erklären, in der das Eidos – die Seele des Herstellers – als Archē der gemachten Sache (ergon) behandelt wurde. [9] In dieser Analogie stellt das Telos die Arche dar, steht aber in gewissem Maße nicht zur Verfügung der Techne. Referenzfehler: Ungültige <ref>-Verwendung: „ref“ ohne Namen muss einen Inhalt haben.

In der modernen Philosophie

Der Begriff des Zweck oder Telos bildete die Grundlage der Kybernetik und ist heute Teil der modernen Analyse von Social-Media-Plattformen als intelligente soziale Maschinen.[10] Handeln wird lediglich als ein Schritt betrachtet, der notwendig ist, um das menschliche Telos zu erfüllen, da es zu Gewohnheiten führt. [11]

See also

  1. ↑ "Teleological ethics." Encyclopædia Britannica 2008 [1998].
  2. ↑ Eagles, Munroe (2008). Politics: An Introduction to Modern Democratic Government. Ontario: Broadview Press. p. 87. ISBN 978-1551118581.
  3. ↑ Nyusztay, Ivan (2002). Myth, Telos, Identity: The Tragic Schema in Greek and Shakespearean Drama. New York: Rodopi. p. 84. ISBN 9042015403.
  4. ↑ Grayling, A. C. (2019). The History of Philosophy. Penguin UK. ISBN 978-0241980866.
  5. ↑ "Introduction to 'de Finabus'." Cicero: de Finibus XVII (2nd ed.). Loeb Classical Library. Harvard University Press(1931), transcribed by B. Thayer.
  6. ↑ Rackham, H. Harris, trans. 1931. "Book I." In Cicero: de Finibus XVII (2nd ed.). Loeb Classical Library, Harvard University Press, transcribed by B. Thayer. p. 42.

    Telos vs Techne

    Telos is associated with the concept called techne, which is the rational method involved in producing an object or accomplishing a goal or objective. In the Theuth/Thamus myth, for instance, the section covering techne referred to telos and techne together.[8] The two methods are, however, not mutually exclusive in principle. These are demonstrated in the cases of writing and seeing, as explained by Martin Heidegger: the former is considered a form of techne, as the end product lies beyond (para) the activity of producing; whereas, in seeing, there is no remainder outside of or beyond the activity itself at the moment it is accomplished.[9] Aristotle, for his part, simply designated sophia (also referred to as the arete or excellence of philosophical reflection) as the consummation or the final cause (telos) of techne.[10] Heidegger attempted to explain the Aristotelian conceptualization outlined in the Nicomachean Ethics, where the eidos – the soul of the maker – was treated as the arche of the thing made (ergon).[11] In this analogy, the telos constitutes the arche but in a certain degree not at the disposition of techne.[11]

    Telos wird mit dem Konzept „Techne“ in Verbindung gebracht, bei dem es sich um die rationale Methode handelt, die zur Herstellung eines Objekts oder zur Erreichung eines Ziels erforderlich ist. Im Theuth/Thamus-Mythos beispielsweise bezog sich der Abschnitt über Techne auf Telos und Techne zusammen. <ref>Griswold, Charles (2010). Self-Knowledge in Plato's Phaedrus. University Park, PA: Pennsylvania State University Press. p. 160. ISBN 978-0271016184.

  7. ↑ McNeill, William (2012). Time of Life, The: Heidegger and Ethos. Albany: State University of New York Press. p. 6. ISBN 978-0791467831.
  8. ↑ Rojcewicz, Richard (2006). The Gods and Technology: A Reading of Heidegger. Albany: State University of New York Press. p. 64. ISBN 978-0791466414.
  9. ↑ Radloff, Bernhard (2007). Heidegger and the Question of National Socialism: Disclosure and Gestalt. Toronto: University of Toronto Press. p. 354. ISBN 978-0802093158.
  10. ↑ Cristianini, Nello (2023). The shortcut : why intelligent machines do not think like us (1st ed.). Boca Raton. ISBN 978-1-003-33581-8. OCLC 1352480147. Auch die Handlungstheorie bedient sich wesentlich des teleologischen Vokabulars. Aus der Sicht von Donald Davidson ist eine Aktion einfach etwas, was ein Agent mit einer Absicht ausführt – d. h. mit der Erwartung, dass mit der Aktion ein bestimmtes Ziel erreicht wird. <ref>Altshuler, Roman; Sigrist, Michael J. (2016). Time and the Philosophy of Action. Routledge. ISBN 978-1317819479.
  11. ↑ According to the Marxist perspective, historical change is dictated by socio-economic structures (or "laws"), which are simultaneously preconditions and limitations of the realization of the telos of the class struggle.[14] Aus marxistischer Sicht wird der historische Wandel durch sozioökonomische Strukturen (oder „Gesetze“) diktiert, die gleichzeitig Voraussetzungen und Beschränkungen für die Verwirklichung des Telos des Klassenkampf sind.<ref>Fløistad, Guttorm (2012). Volume 3: Philosophy of Action. The Hague: Martinus Nijhoff Publishers. p. 10. ISBN 978-9024732999.