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„Analogsignal“ – Versionsunterschied

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Ein '''Analogsignal''' ist im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Signaltheorie Signaltheorie] eine Form eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Signal#Beispiele_technischer_Signale Signals] mit stufenlosem und unterbrechungsfreiem Verlauf. Ein Analogsignal wird als [https://de.wikipedia.org/wiki/Glatte_Funktion glatte Funktion] beschrieben, mit der sich beispielsweise der zeitlich kontinuierliche Verlauf einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe physikalischen Größe] wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schalldruck Schalldruck] in Form eines analogen [https://de.wikipedia.org/wiki/Audiosignal Audiosignals] darstellen lässt. Der Wertebereich eines Analogsignals wird als [https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamikumfang Dynamikumfang]bezeichnet.[[file:330px-Übersicht_kontinuierliche_und_diskrete_Signale.svg.png|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:%C3%9Cbersicht_kontinuierliche_und_diskrete_Signale.svg|330x221px]]
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Ein '''Analogsignal''' ist im Rahmen der [[Signaltheorie]] eine Form eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Signal#Beispiele_technischer_Signale Signals] mit [[stufenlos|stufenlosem]] und [[unterbrechungsfrei|unterbrechungsfreiem]] [[Verlauf]]. Ein Analogsignal wird als [https://de.wikipedia.org/wiki/Glatte_Funktion glatte Funktion] beschrieben, mit der sich beispielsweise der zeitlich [[kontinuierlich|kontinuierliche]] Verlauf einer [[physikalische Größe|physikalischen Größe]] wie der [[Schalldruck]] in Form eines analogen [https://de.wikipedia.org/wiki/Audiosignal Audiosignals] darstellen lässt. Der Wertebereich eines Analogsignals wird als [https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamikumfang Dynamikumfang] bezeichnet.


Kontinuierliche und diskrete Signale im Vergleich
== <span id="Allgemeines">Allgemeines</span> ==
== <span id="Allgemeines">Allgemeines</span> ==
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronik Elektronik] werden Analogsignale üblicherweise in Form einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Spannung elektrischen Spannung], selten auch als [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Strom elektrischer Strom], zur Darstellung der physikalischen Größe gewählt. Allgemeiner kann ein Analogsignal auch als eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenz Frequenz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenlage Phasenlage] oder eine aus physikalischen Größen wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Helligkeit Helligkeit], [https://de.wikipedia.org/wiki/Temperatur Temperatur] oder verschiedenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanik mechanischen Größen] zusammengesetzte Größe verstanden werden. Beispielsweise nutzt ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Dosenbarometer Dosenbarometer] die Verformung eines Metallhohlkörpers als Folge des [https://de.wikipedia.org/wiki/Druck_(Physik) Luftdrucks] zur Anzeige des Signals; bei einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Schallplatte Schallplatte] können über Höhenunterschiede der einzelnen Rillen analoge Tonsignale gewonnen werden.</p><p>Im Gegensatz zu einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalsignal Digitalsignal] weist ein Analogsignal einen stufenlosen und beliebig feinen Verlauf auf und kann im Dynamikbereich theoretisch unendlich viele Werte annehmen. Bei realen physikalischen Größen ist die Auflösung (bzw. Abbildungsgüte) allerdings durch Störungen wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Rauschen_(Physik) Rauschen]oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrung_(Elektrotechnik) Verzerrungen] begrenzt. Ohne zusätzliche Informationen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Redundanz_(Informationstheorie) Redundanz)] können einmal hinzugefügte Störungen in einem Analogsignal nicht mehr rückgängig gemacht werden. Bei einem Digitalsignal können Störungen im Signal, solange sie unter bestimmten Grenzwerten bleiben, unter anderem wegen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantisierung_(Signalverarbeitung) Quantisierung] durch Schwellenwertbildung kompensiert werden.</p><p>In der Elektronik erfolgt die Umsetzung eines elektrischen Analogsignals in ein in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Signalverarbeitung digitalen Signalverarbeitung] nutzbares Digitalsignal mittels [https://de.wikipedia.org/wiki/Analog-Digital-Umsetzer Analog-Digital-Umsetzern] (ADU), eine Umsetzung in die umgekehrte Richtung erfolgt mittels [https://de.wikipedia.org/wiki/Digital-Analog-Umsetzer Digital-Analog-Umsetzern] (DAU).</p>
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronik Elektronik] werden Analogsignale üblicherweise in Form einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Spannung elektrischen Spannung], selten auch als [https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Strom elektrischer Strom], zur Darstellung der physikalischen Größe gewählt. Allgemeiner kann ein Analogsignal auch als eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenz Frequenz], [https://de.wikipedia.org/wiki/Phasenlage Phasenlage] oder eine aus physikalischen Größen wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Helligkeit Helligkeit], [https://de.wikipedia.org/wiki/Temperatur Temperatur] oder verschiedenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanik mechanischen Größen] zusammengesetzte Größe verstanden werden. Beispielsweise nutzt ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Dosenbarometer Dosenbarometer] die Verformung eines Metallhohlkörpers als Folge des [https://de.wikipedia.org/wiki/Druck_(Physik) Luftdrucks] zur Anzeige des Signals; bei einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Schallplatte Schallplatte] können über Höhenunterschiede der einzelnen Rillen analoge Tonsignale gewonnen werden.</p><p>Im Gegensatz zu einem [https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalsignal Digitalsignal] weist ein Analogsignal einen stufenlosen und beliebig feinen Verlauf auf und kann im Dynamikbereich theoretisch unendlich viele Werte annehmen. Bei realen physikalischen Größen ist die Auflösung (bzw. Abbildungsgüte) allerdings durch Störungen wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Rauschen_(Physik) Rauschen]oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrung_(Elektrotechnik) Verzerrungen] begrenzt. Ohne zusätzliche Informationen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Redundanz_(Informationstheorie) Redundanz)] können einmal hinzugefügte Störungen in einem Analogsignal nicht mehr rückgängig gemacht werden. Bei einem Digitalsignal können Störungen im Signal, solange sie unter bestimmten Grenzwerten bleiben, unter anderem wegen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantisierung_(Signalverarbeitung) Quantisierung] durch Schwellenwertbildung kompensiert werden.</p><p>In der Elektronik erfolgt die Umsetzung eines elektrischen Analogsignals in ein in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Signalverarbeitung digitalen Signalverarbeitung] nutzbares Digitalsignal mittels [https://de.wikipedia.org/wiki/Analog-Digital-Umsetzer Analog-Digital-Umsetzern] (ADU), eine Umsetzung in die umgekehrte Richtung erfolgt mittels [https://de.wikipedia.org/wiki/Digital-Analog-Umsetzer Digital-Analog-Umsetzern] (DAU).</p>

Version vom 6. Mai 2024, 08:00 Uhr

analog–Signal Vorlage:agrie.-lat.-dt. wrtl. 'Entsprechungsschnitt'

Kontinuierliche und diskrete Signale im Vergleich

Ein Analogsignal ist im Rahmen der Signaltheorie eine Form eines Signals mit stufenlosem und unterbrechungsfreiem Verlauf. Ein Analogsignal wird als glatte Funktion beschrieben, mit der sich beispielsweise der zeitlich kontinuierliche Verlauf einer physikalischen Größe wie der Schalldruck in Form eines analogen Audiosignals darstellen lässt. Der Wertebereich eines Analogsignals wird als Dynamikumfang bezeichnet.

Allgemeines

In der Elektronik werden Analogsignale üblicherweise in Form einer elektrischen Spannung, selten auch als elektrischer Strom, zur Darstellung der physikalischen Größe gewählt. Allgemeiner kann ein Analogsignal auch als eine Frequenz, Phasenlage oder eine aus physikalischen Größen wie Helligkeit, Temperatur oder verschiedenen mechanischen Größen zusammengesetzte Größe verstanden werden. Beispielsweise nutzt ein Dosenbarometer die Verformung eines Metallhohlkörpers als Folge des Luftdrucks zur Anzeige des Signals; bei einer Schallplatte können über Höhenunterschiede der einzelnen Rillen analoge Tonsignale gewonnen werden.

Im Gegensatz zu einem Digitalsignal weist ein Analogsignal einen stufenlosen und beliebig feinen Verlauf auf und kann im Dynamikbereich theoretisch unendlich viele Werte annehmen. Bei realen physikalischen Größen ist die Auflösung (bzw. Abbildungsgüte) allerdings durch Störungen wie Rauschenoder Verzerrungen begrenzt. Ohne zusätzliche Informationen (Redundanz) können einmal hinzugefügte Störungen in einem Analogsignal nicht mehr rückgängig gemacht werden. Bei einem Digitalsignal können Störungen im Signal, solange sie unter bestimmten Grenzwerten bleiben, unter anderem wegen der Quantisierung durch Schwellenwertbildung kompensiert werden.

In der Elektronik erfolgt die Umsetzung eines elektrischen Analogsignals in ein in der digitalen Signalverarbeitung nutzbares Digitalsignal mittels Analog-Digital-Umsetzern (ADU), eine Umsetzung in die umgekehrte Richtung erfolgt mittels Digital-Analog-Umsetzern (DAU).

Literatur