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„Energie“ – Versionsunterschied

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[[energ-]] + [[-ie]] | an sich "Einwerken"; "das Wirkung ausübende Tun"; ‘Tatkraft, Nachdruck’, als naturwissenschaftlicher Terminus ‘Arbeitsvermögen physikalischer Systeme’.
[[energ]][[-ie]], [[en]]-[[ergie]], [[a.s.]] {{Wrtdtng}} "Einwerken"; "das durch [[Werk]] als [[Wirkung]] ausübende Tun"; ‘Tatkraft, Nachdruck’;


Von ἐν- en-, „in“ +‎ ἔργον érgon, „werken“ +‎ -ος -os.<p>Grie. ''enérgeia''&nbsp;‘Wirksamkeit, wirkende Kraft’, zum Egsw.&nbsp;grie. ''energḗs&nbsp;''‘wirkend, kräftig’, einer Bildung zu grie. ''érgon''&nbsp;&nbsp;‘Werk, Sache’ (verwandt mit ''Werk''), wird über gleichbed. spätlat. ''energīaals énergie'' ins Frz. entlehnt und von dort in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen.</p>
* Energie f.
 
** ‘[[Tatkraft]], [[Nachdruck]]’,  
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Hier findet es im letzten Drittel des 18. Jhs. besonders durch Herder sowie unter dem Einfluß von französischen Revolutionsschriften, die frz. ''énergie'' als Schlagwort bekannt machen, allgemeine Verbreitung. In der Physik setzt sich ''Energie'' in der 2. Hälfte des 19. Jhs. gegenüber älterem lebendige Kraft als Fachausdruck durch (engl. ''energy'' jedoch schon bei Young 1807).</p>
** als naturwissenschaftlicher Terminus ‘[[Arbeitsvermögen]] [[physikalische Systeme|physikalischer Systeme]]’.  
*** Griech. ''[[enérgeia]]'' (ἐνέργεια) ‘[[Wirksamkeit]], [[wirkende Kraft]]’,  
**** zum Adjektiv griech. ''[[energḗs]]'' (''ἐνεργής'') ‘wirkend, kräftig’,  
***** einer Bildung zu griech. ''[[érgon]]'' (ἔργον) ‘Werk, Sache’ (verwandt mit ''[[Werk]]'', s. d.),  
***** {{Anm. KF}} Von ἐν- [[en-]], „in“ +‎ ἔργον ''[[érgon]]'', „werken“ +‎ -ος ''[[-os]],'' daher eigtl. "einwerkend, Einwerkung"
*** wird über gleichbed. spätlat. ''[[energīa]]'' als ''énergie'' ins Frz. entlehnt  
**** und von dort in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen.  
**** Hier findet es im letzten Drittel des 18. Jhs. besonders durch [[Herder]] sowie unter dem Einfluß von französischen Revolutionsschriften, die frz. ''énergie'' als Schlagwort bekannt machen, allgemeine Verbreitung.  
** In der Physik setzt sich ''Energie'' in der 2. Hälfte des 19. Jhs. gegenüber älterem [[vis viva]] 'lebendige Kraft' als Fachausdruck durch (engl. energy jedoch schon bei [[Thomas Young (Physiker)|Young]] 1807).

Version vom 8. Mai 2024, 08:05 Uhr

energ-ie, en-ergie, a.s. Wrtdtng: "Einwerken"; "das durch Werk als Wirkung ausübende Tun"; ‘Tatkraft, Nachdruck’;

  • Energie f.
    • ‘Tatkraft, Nachdruck’,
    • als naturwissenschaftlicher Terminus ‘Arbeitsvermögen physikalischer Systeme’.
      • Griech. enérgeia (ἐνέργεια) ‘Wirksamkeit, wirkende Kraft’,
        • zum Adjektiv griech. energḗs (ἐνεργής) ‘wirkend, kräftig’,
          • einer Bildung zu griech. érgon (ἔργον) ‘Werk, Sache’ (verwandt mit Werk, s. d.),
          • Anm. KF: Von ἐν- en-, „in“ +‎ ἔργον érgon, „werken“ +‎ -ος -os, daher eigtl. "einwerkend, Einwerkung"
      • wird über gleichbed. spätlat. energīa als énergie ins Frz. entlehnt
        • und von dort in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen.
        • Hier findet es im letzten Drittel des 18. Jhs. besonders durch Herder sowie unter dem Einfluß von französischen Revolutionsschriften, die frz. énergie als Schlagwort bekannt machen, allgemeine Verbreitung.
    • In der Physik setzt sich Energie in der 2. Hälfte des 19. Jhs. gegenüber älterem vis viva 'lebendige Kraft' als Fachausdruck durch (engl. energy jedoch schon bei Young 1807).