„wer“ – Versionsunterschied
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{{ahdt.}} (8. Jh.), {{mhdt.}} ''[[wer]]'' ‘Mann’ | |||
[[we]] + [[-r]] | wessen, (wes) wem, wen | was | Interr. pron. der Person und Sache. Die für das Maskulinum und Femininum geltende Form ahd. ''(h)wer'' (8. Jh.), mhd. ''wer'' zeigt als nur dt. | |||
<p>Neubildung den aus dem Genitiv ''(h)wes''(und wohl in Anlehnung an [https://www.dwds.de/wb/etymwb/er er], s. d.) stammenden Vokal e; bewahrt ist auslautendes -r (ausgerm. ''-z'').</p> | <p>Neubildung den aus dem Genitiv ''(h)wes''(und wohl in Anlehnung an [https://www.dwds.de/wb/etymwb/er er], s. d.) stammenden Vokal e; bewahrt ist auslautendes -r (ausgerm. ''-z'').</p> | ||
wem,wen,wes,wessen,<p>Daneben stehen asächs. ''hwē'' (diphthongiert ''hwie''), mnd. ''wē'', ''wī'', ''wi(e)'', mnl. nl. ''wie'',aengl. ''hwā̌'', engl. ''who'', got. ''ƕas'' ‘wer’ mit (außergerm.) aind. ''káḥ'' ‘wer’, lit. ''kàs'' und die neutralen Formen ahd. ''(h)waʒ'' (8. Jh.), mhd. ''waʒ'', asächs. ''hwat'', mnd. mnl. nl. ''wat'', aengl. ''hwæt'', engl. ''what'', anord. ''hvat'', schwed. ''vad'' ‘was’</p> | wem,wen,wes,wessen,<p>Daneben stehen asächs. ''hwē'' (diphthongiert ''hwie''), mnd. ''wē'', ''wī'', ''wi(e)'', mnl. nl. ''wie'',aengl. ''hwā̌'', engl. ''who'', got. ''ƕas'' ‘wer’ mit (außergerm.) aind. ''káḥ'' ‘wer’, lit. ''kàs'' und die neutralen Formen ahd. ''(h)waʒ'' (8. Jh.), mhd. ''waʒ'', asächs. ''hwat'', mnd. mnl. nl. ''wat'', aengl. ''hwæt'', engl. ''what'', anord. ''hvat'', schwed. ''vad'' ‘was’</p> | ||
Version vom 8. Mai 2024, 10:46 Uhr
Vorlage:ahdt. (8. Jh.), mhdt. wer ‘Mann’
we + -r | wessen, (wes) wem, wen | was | Interr. pron. der Person und Sache. Die für das Maskulinum und Femininum geltende Form ahd. (h)wer (8. Jh.), mhd. wer zeigt als nur dt.
Neubildung den aus dem Genitiv (h)wes(und wohl in Anlehnung an er, s. d.) stammenden Vokal e; bewahrt ist auslautendes -r (ausgerm. -z).
wem,wen,wes,wessen,
Daneben stehen asächs. hwē (diphthongiert hwie), mnd. wē, wī, wi(e), mnl. nl. wie,aengl. hwā̌, engl. who, got. ƕas ‘wer’ mit (außergerm.) aind. káḥ ‘wer’, lit. kàs und die neutralen Formen ahd. (h)waʒ (8. Jh.), mhd. waʒ, asächs. hwat, mnd. mnl. nl. wat, aengl. hwæt, engl. what, anord. hvat, schwed. vad ‘was’
mit (außergerm.) aind. (vedisch) kád, lat. quod ‘was’, lit. kàd ‘weil, daß, so daß’, kadà, kàd ‘wann’.
Auszugehen ist von uig. *ku̯os bzw. uig.*ku̯od (mit dem Dentalauslaut der pronominalen Endung des neutralen Nominativs und Akkusativs Sing., vgl. griech. tó, τό, ‘das’, aus *tód, *τόδ),
Bildungen zum Pronominalstamm uig.*ku̯o-, *ku̯e- (s. auch wie und wo).
Zum gleichen Stamm stehen ferner got. ƕa ‘warum’, aind. kā́ f. (aus *ku̯ā-) ‘wer’, lat. quī (aus *ku̯oī), aslaw. kъto, russ. kto (кто) ‘wer’.
Im Anord. fehlt der Nominativ der mask. Form. Anlautendes h- fällt im Ahd. vom 9. Jh. an ab. In den westgerm.
Sprachen (außer dem Hd.) schwindet das (aus s entstandene) auslautende -r des Maskulinums.
wer
¦∑¦ we + o ¦√¦ uig. *ku̯o- "wo", *ku̯e- "wer"
¦∅¦ fragt unmittelbar nach einer oder mehreren Personen;
¦↵¦ wer Die für Dasein (m. f.) geltende Wortgestalt uwger. *hwaʀ, ahd. hwer, wer (8. Jh.), mhd. wer zeigt als nur dt. Neubildung den aus dem Wesfall hwes, wes (und wohl in Anlehnung an er) stammenden Wortlaut e; bewahrt ist auslautendes -r (aus ger. -z).
Mann uig. *weyh₁- "Jagen" sanskr. वेति (véti), Lithuanian výti, davon abgeleitet uig. *wiHrós "Mann, Ehemann, Krieger, Held", uger. "Mann" uger. *weraz, uwger. *wer "Mann"; ahd. wer , mhd., aengl. wer und anord. verr, lat. vir, sanskr.वीर (vīrá), ir.fear, wel. gŵr and lit, vyras.