„Werturteil“ – Versionsunterschied
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<p style="text-align: justify;" >[[Wert]]{{–}}[[Urteil]] {{dt.}} <span style="font-size: 12pt;">‘abgegebenes [[Urteil]] über den [[Wert]] einer [[Sache]]’ (2. Hälfte 19. Jh.). (</span>{{Wrtdtng}} ist die Bestimmung für ein ''[[Sachwerturteil]],'' ein Werturteil ist [[a.s.]] ein Urteil gemäß eines bekannten Wert oder zur Bestimmung eines Wert, eine ''[[Wertung]]''.</p> | <p style="text-align: justify;">[[Wert]]{{–}}[[Urteil]] {{dt.}} <span style="font-size: 12pt;">‘abgegebenes [[Urteil]] über den [[Wert]] einer [[Sache]]’ (2. Hälfte 19. Jh.). (</span>{{Wrtdtng}} ist die Bestimmung für ein ''[[Sachwerturteil]],'' ein Werturteil ist [[a.s.]] ein Urteil gemäß eines bekannten Wert oder zur Bestimmung eines Wert, eine ''[[Wertung]]''.</p> | ||
<p style="text-align: justify;">Ein '''Werturteil''' drückt positive oder negative Auszeichnung aus, die in der Stellungnahme einer Person bezüglich eines mehr oder minder genau bestimmten Objekts enthalten ist.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-1 [1]]</sup> Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen.</p> | |||
== <span id="Werturteil_oder_Wertaussage">Werturteil oder Wertaussage</span> == | |||
<p>Konzeptionen von Logik unterscheiden sich darin, ob sie von bestimmten Grundbegriffen wie „Urteil“ und/oder „Aussage“ (bzw. „[https://de.wikipedia.org/wiki/Aussageart normative Aussage]“) ausgehen. Davon hängt zum Beispiel ab, ob ein Werturteil logisch in der Form eines Satzes in [https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_(Philosophie) Subjekt]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikation Prädikat]-Struktur vorgestellt wird oder als ein sich vollziehender Akt des Wertens oder als ein logisches Gebilde, als das eine Aussage oft angesehen wird, oder wiederum auf eine noch andere, etwa psychologische oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Handlungstheorie_(Philosophie) handlungstheoretische] Weise.</p><p>Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Explikation Explikation] von „Werturteil“ erfordert eine explizite [https://de.wikipedia.org/wiki/Axiologie_(Philosophie) Werttheorie] oder eine andersartige [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4zision Präzision], was unter ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Wertvorstellung Wert]'' genau zu verstehen sei.</p> | |||
== <span id="Begriffsgeschichte">Begriffsgeschichte</span> == | |||
=== <span id="Ignaz_Pokorny">Ignaz Pokorny</span> === | |||
<p>Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Herbart-Schule Herbartianer] [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ignaz_Pokorny&action=edit&redlink=1 Ignaz Pokorny] hat den Werturteilsbegriff eng an den Begriff des [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChlen_(Psychologie) Gefühls] gebunden. Pokorny unterscheidet ''theoretische Urteile'', die ihm zufolge „Urteile über das Sein und seine näheren Bestimmungen“<sup id="cite_ref-Pokorny_14_2-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Pokorny_14-2 [2]]</sup> sind, und ''Werturteile'', die er auch ''praktische Urteile'' nennt.<sup id="cite_ref-Pokorny_14_2-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Pokorny_14-2 [2]]</sup> Werturteile sind nach Pokorny Ausgangspunkt der [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84sthetik Ästhetik] und treten in sehr verschiedener Form auf (z. B. Billigung, Missbilligung, Wohlgefallen, Missfallen, Vorziehen, Verwerfen).<sup id="cite_ref-Pokorny_14_2-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Pokorny_14-2 [2]]</sup> Er beobachtet, dass verschiedene Personen und Gesellschaften unterschiedliche Werturteile fällen und damit bedingt sind. Er fordert, dass die Ästhetik unbedingte Werte suchen solle.<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-3 [3]]</sup> Werturteile haben nach seiner Auffassung Gegenstände zum Subjekt und Gefühle zum Prädikat.<sup id="cite_ref-Pokorny_15_4-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Pokorny_15-4 [4]]</sup> Soll das Werturteil unbedingt sein, muss auch das Gefühl unbedingt, d. h. von anderen Vorstellungen unabhängig sein.<sup id="cite_ref-Pokorny_15_4-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Pokorny_15-4 [4]]</sup></p> | |||
=== <span id="Max_Weber">Max Weber</span> === | |||
<p>Vor allem in der noch immer anhaltenden Debatte um die [https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteilsfreiheit Werturteilsfreiheit] wird häufig ein kaum [https://de.wikipedia.org/wiki/Explikation explizierter] [https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff Begriffs]gebrauch zugrunde gelegt, der [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Weber Max Weber] folgt bzw. zu folgen glaubt.</p><blockquote><p>„Unter ‚Wertungen‘ sollen ‚praktische‘ Bewertungen einer durch unser Handeln beeinflußbaren Erscheinung als verwerflich oder billigenswert verstanden sein.“</p></blockquote><blockquote><p>Und: „Werturteile sind praktische Wertungen sozialer Tatsachen als, unter ethischen oder unter Kulturgesichtspunkten (oder aus anderen Gründen), praktisch wünschenswert oder unerwünscht.“<sup id="cite_ref-5" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-5 [5]]</sup></p></blockquote><p>Als Definitionsversuche sind diese Formulierungen unzureichend, weil im Definiens wie im Definiendum dieselben Ausdrücke auftreten ([https://de.wikipedia.org/wiki/Logischer_Zirkel logischer Zirkel]). Genau derselbe Einwand gilt auch für ''„value judgment“''= (def. ) „''a judgment of what is desirable or worth while''“.<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-6 [6]]</sup></p><p>Um ein klares Bild von Max Webers Äußerungen zu „Werturteil“ zu gewinnen, und zwar insbesondere über seine Auffassung von Logik und seine Werttheorie, kann man zuerst den Umkreis der Debatten klären, die Webers Thesen nicht nur aufgeklärt, sondern stellenweise eher verdunkelt haben.</p><p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper Karl Popper] noch hatte Max Weber wegen seines extensiven Gebrauchs expliziter [https://de.wikipedia.org/wiki/Definition Definitionen] in den Bannkreis des [https://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus Essentialismus] gestellt.<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-7 [7]]</sup> In dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Positivismusstreit Positivismusstreit] jedoch verteidigten Vertreter des [https://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus Kritischen Rationalismus] wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Albert Hans Albert], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Schluchter Wolfgang Schluchter]<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-8 [8]]</sup> und [https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Keuth Herbert Keuth]<sup id="cite_ref-9" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-9 [9]]</sup> nicht nur Popper, sondern auch Weber gegen den [https://de.wikipedia.org/wiki/Positivismus Positivismus]- und [https://de.wikipedia.org/wiki/Dezisionismus Dezisionismus]-Vorwurf, Angriffe, wie sie etwa von [https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse Herbert Marcuse]<sup id="cite_ref-10" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-10 [10]]</sup> und [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas Jürgen Habermas]<sup id="cite_ref-11" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-11 [11]]</sup> vorgetragen worden waren.</p><p>Erst späterhin wurde zur Kenntnis genommen, dass Max Weber in Wissenschaftslehre<sup id="cite_ref-12" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-12 [12]]</sup> und Werttheorie sich unverkennbar an den [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdwestdeutsche_Schule_des_Neukantianismus Badischen] [https://de.wikipedia.org/wiki/Neukantianismus Neukantianismus], insbesondere an [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Rickert_(Philosoph) Heinrich Rickert], angeschlossen hatte.<sup id="cite_ref-13" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-13 [13]]</sup> Weber hat diese Vorarbeiten zwar seinen besonderen Zwecken und Vorstellungen entsprechend modifiziert; dennoch ist diese problemgeschichtliche Beziehung zu beachten, wenn man Webers wissenschaftstheoretische Ausführungen verstehen will.<sup id="cite_ref-14" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-14 [14]]</sup></p> | |||
=== <span id="Victor_Kraft">Victor Kraft</span> === | |||
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Kraft Victor Kraft] hält den Wertbegriff für definierbar.<sup id="cite_ref-Kraft44_15-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Kraft44-15 [15]]</sup> Er unterscheidet Wertträger und Wertprädikat:</p><div class="Vorlage_Zitat"><div><blockquote><p>„Der Gegenstand, dem ein Wert zugeschrieben wird, ist der Wertträger; den Wert, der ihm zugeschrieben wird, spricht ein Wertprädikat aus. Dieses ist ein Wertbegriff, meist in adjektivischer, aber auch in substantivischer oder verbaler Form: x ist sündhaft, x ist eine Sünde, x sündigt.“<sup id="cite_ref-Kraft44_15-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-Kraft44-15 [15]]</sup></p></blockquote></div></div><p>Die verschiedenen Wertarten unterscheiden sich nach Kraft in ihrem sachlich, deskriptiven Gehalt.<sup id="cite_ref-16" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-16 [16]]</sup> Kraft bestreitet eine unabhängige Existenz von Werten und grenzt sich damit vom sog. Wertabsolutismus (vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Metaethik#Realismus_versus_Antirealismus Wertrealismus]) ab.</p> | |||
=== <span id="Hans_Albert">Hans Albert</span> === | |||
<p>Anknüpfend an Kraft ist nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Albert Hans Albert] ein Satz genau dann ein Werturteil, wenn dieser</p><div class="poem"><p>1. den jeweils anvisierten Sachverhalt in positiver oder negativer Weise für das Verhalten (Stellungnahme oder Handeln) auszeichnet;<br>2. dabei ein normatives Prinzip (Wertstandard oder Verhaltensmaxime) als gültig unterstellt, das ein entsprechendes Verhalten fordert; und<br>3. eine präskriptive Erwartung involviert, daß die Adressaten des Satzes sich mit diesem Prinzip identifizieren und sich daher entsprechend verhalten.<sup id="cite_ref-17" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-17 [17]]</sup></p></div> | |||
=== <span id="Theodor_Geiger">Theodor Geiger</span> === | |||
<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Geiger Theodor Geiger] gewinnt seine werttheoretische Position in Auseinandersetzung mit der Uppsala-Schule (vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_H%C3%A4gerstr%C3%B6m Axel Hägerström]). Nach Geigers Auffassung objektiviert ein Werturteil das subjektive Verhältnis einer Person zu einem Objekt, wobei die sprachliche Darstellung unzulässiger Weise aus der subjektiven Wertung eine objektive Eigenschaft des bewerteten Objektes macht. Diesen Missbrauch von Sprache hält Geiger für illegitim:</p><div class="Vorlage_Zitat"><div><blockquote><p>„Das Werturteil also objektiviert ein subjektives Verhältnis des Sprechenden zu einem Gegenstand und macht dieses Pseudo-Objektive zum Aussagebestandteil eines Satzes von der Form theoretischer Sachaussagen. Dies ist illegitim.“<sup id="cite_ref-18" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-18 [18]]</sup></p></blockquote></div></div> | |||
== <span id="Wertfreiheit">Wertfreiheit</span> == | |||
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Wertfreiheit Wertfreiheit]''</div><p>In der Wissenschaftstheorie wird häufig die Forderung gestellt, dass wissenschaftliche Aussagen frei von normativem (oder zumindest von moralischem) Gehalt sein sollen. Diese Eigenschaft bezeichnet man als Wertfreiheit.</p> | |||
== <span id="Werturteilsstreit">Werturteilsstreit</span> == | |||
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" role="presentation" aria-hidden="true">→ </span>''<span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteilsstreit Werturteilsstreit]''</div><p>Werturteile sind ein zentraler Gegenstand des Werturteilsstreites in der Soziologie und Nationalökonomie. Bei diesem Streit geht es um die Frage, ob in der Wissenschaft Werturteile über von der Politik zu ergreifende Maßnahmen getroffen werden sollen bzw. ob solche Werturteile wissenschaftlich gerechtfertigt werden können.</p> | |||
== <span id="Werturteile_und_Meinungsfreiheit">Werturteile und Meinungsfreiheit</span> == | |||
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable noprint Vorlage_Uberarbeiten"><div class="noviewer noresize" role="presentation" aria-hidden="true">[https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Werturteil ]</div><div><div>Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer grundsätzlichen Überarbeitung. Näheres sollte auf der [https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Werturteil Diskussionsseite] angegeben sein. Bitte hilf mit, ihn zu [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel verbessern], und entferne anschließend diese Markierung.</div></div></div><p>Die Unterscheidung von Werturteilen und Tatsachenurteilen spielt bei der Frage, was Meinungen sind, die unter die Meinungsäußerungsfreiheit (siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit Meinungsfreiheit]) fallen, eine große Rolle. Im deutschen Recht sind Tatsachenurteile durch das Verfassungsrecht der Meinungsäußerungsfreiheit besser geschützt als Werturteile.<sup id="cite_ref-19" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Werturteil#cite_note-19 [19]]</sup></p><div class="sieheauch" role="navigation"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: [https://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit Meinungsfreiheit]</div> | |||
== <span id="Literatur">Literatur</span> == | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Albert Hans Albert], E. Topitsch (Hrsg.): ''Werturteilsstreit''. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Alexander Samuel Alexander]: ''The idea of value''. Mind (N. S.) 1(1892), S. 31–55. | |||
*Anna-Marie Cushan: ''Investigations into Facts and Values: Groundwork for a Theory of Moral Conflict Resolution''. Ondwelle, Melbourne 1983/2014. [https://www.ondwelle.com/ValueJudgements.pdf [1]] | |||
*Stephen Finlay: ''The Conversational Practicality of Value Judgement.'' In: ''The Journal of Ethics.'' 8/3 (2004), S. 205–223. | |||
*W. Haas: ''Value Judgments.'' In: ''Mind.'' 62 (1953). | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Hillmann Karl-Heinz Hillmann]: ''Werturteilsfreiheit.'' In: ders.: ''Wörterbuch der Soziologie'' (= ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6ners_Taschenausgabe Kröners Taschenausgabe].'' Band 410). 4., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1994, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3520410044 ISBN 3-520-41004-4], S. 932. | |||
*Herbert Keuth: ''Wissenschaft und Werturteil: zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit.'' Mohr Siebeck, 1989, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3163454526 ISBN 3-16-345452-6]. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Kraft Victor Kraft]: ''Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre.'' 2. Auflage. Wien 1951. | |||
*W. D. Lamont: ''The Value Judgment.'' Edinburgh University Press, Edinburgh 1955. | |||
*Richard Mervyn: ''The Language of Morals.'' Clarendon Press, Oxford 1952. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Annemarie_Pieper Annemarie Pieper], A. Hügli: ''Werturteil; Werturteilsstreit.'' In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/HWPh HWPh].'' Band 12, S. 614–621. | |||
*Ian T. Ramsey: ''Werturteil.'' In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Geschichte_und_Gegenwart RGG].'' 3. Auflage. Band 6, S. 1652 f. | |||
*Armin G. Wildfeuer: ''Wert.'' In: Petra Kolmer, Armin G. Wildfeuer (Hrsg.): ''Neues Handbuch philosophischer Grundbegriffe.'' Band 3 Verlag Karl Alber, Freiburg im Breisgau 2011, S. 2484–2504. | |||
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> == | |||
#<span class="reference-text">„Die Auszeichnung, die durch ein Wertbegriffsprädikat einem Gegenstand verliehen wird, beruht darauf und bezieht sich darauf, daß er dadurch in seinem Verhältnis zu unserer Stellungnahme charakterisiert wird.“ (Viktor Kraft: ''Wertbegriffe und Werturteile.'' Aus: Ders.: ''Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre.'' 2. Auflage. Springer, Wien 1951. In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): ''Werturteilsstreit.'' Wissenschaftl. Buchgesellschaft Darmstadt 1971, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3534041615 ISBN 3-534-04161-5], S. 50.)</span> | |||
#<span class="reference-text">Ignaz Pokorny: ''Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule.'' In: ''Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867.'' Znaim 1867, S. 14.</span> | |||
#<span class="reference-text">Ignaz Pokorny: ''Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule.'' In: ''Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867.'' Znaim 1867, S. 14 f.</span> | |||
#<span class="reference-text">Ignaz Pokorny: ''Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule.'' In: ''Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867.'' Znaim 1867, S. 15.</span> | |||
#<span class="reference-text">Max Weber, zit. nach Herbert Keuth: ''Wissenschaft und Werturteil. Zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit.'' J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) : Tübingen 1989, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3163454534 ISBN 3-16-345453-4], S. 23 f. / Max Weber: ''Der Sinn der ‚Wertfreiheit‘ der soziologischen und ökonomischen Wissenschaften. 1917.'' In: ''Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre.'' Mohr, 1988, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3825214923 ISBN 3-8252-1492-3], S. 489.</span> | |||
#<span class="reference-text">''Werturteil.'' In: Wolfgang J. Koschnik: ''Standardwörterbuch für die Sozialwissenschaften.'' Band 2, München / London / New York / Paris 1993, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3598110804 ISBN 3-598-11080-4].</span> | |||
#<span class="reference-text">Karl R. Popper: ''Die offene Gesellschaft und ihre Feinde.'' Band 1: ''Der Zauber Platons.'' 7. Auflage. Tübingen 1992 (zuerst: 1944), S. 262, Anm. 41:30.</span> | |||
#<span class="reference-text">Wolfgang Schluchter: ''Wertfreiheit und Verantwortungsethik. Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik bei Max Weber.'' J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1971, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3165326215 ISBN 3-16-532621-5].</span> | |||
#<span class="reference-text">Herbert Keuth: ''Wissenschaft und Werturteil. Zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit.'' J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1989, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3163454534 ISBN 3-16-345453-4].</span> | |||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Albert Hans Albert]: ''Wissenschaft und Verantwortung. Max Webers Idee rationaler Praxis und die totale Vernunft der politischen Theologie.'' In: Ders.: ''Kritischer Rationalismus. Vier Kapitel zur Kritik des illusionären Denkens'' (UTB; 2138). Mohr Siebeck, Tübingen 2000, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3825221385 ISBN 3-8252-2138-5] (Replik auf Herbert Marcuse: ''Industrialisierung und Kapitalismus.'' In: Otto Stammer (Hrsg.): ''Max Weber und die Soziologie heute. Verhandlungen des 15. deutschen Soziologentages''. Mohr, Tübingen 1965)</span> | |||
#<span class="reference-text">Jürgen Habermas: ''Technik und Wissenschaft als Ideologie.'' 2. Auflage. Frankfurt 1969, S. 120 ff.</span> | |||
#<span class="reference-text">Max Weber: ''Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre.'' 7. Auflage. Tübingen 1988 (zuerst:1922)</span> | |||
#<span class="reference-text">Wolfgang Schluchter: ''Die Entwicklung des okzidentalen Rationalismus. Eine Analyse von Max Webers Gesellschaftsgeschichte.'' J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1979, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3165415323 ISBN 3-16-541532-3], S. 26.</span> | |||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Ulrich_Merz-Benz Peter-Ulrich Merz-Benz]: ''Max Weber und Heinrich Rickert. Die erkenntnistheoretischen Grundlagen der verstehenden Soziologie''. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008.</span> | |||
#<span class="reference-text">Viktor Kraft: ''Wertbegriffe und Werturteile.'' (Aus: ''Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre.'' 2. Auflage. Springer, Wien 1951). In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): ''Werturteilsstreit.''Wissenschaftl. Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3534041615 ISBN 3-534-04161-5], S. 44.</span> | |||
#<span class="reference-text">Viktor Kraft: ''Wertbegriffe und Werturteile.'' (Aus: ''Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre.'' 2. Auflage. Springer, Wien 1951). In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): ''Werturteilsstreit.''Wissenschaftl. Buchgesellschaft Darmstadt 1971, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3534041615 ISBN 3-534-04161-5], S. 47.</span> | |||
#<span class="reference-text">Hans Albert: ''Theorie und Praxis. Max Weber und das Problem der Wertfreiheit und der Rationalität.'' In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): ''Werturteilsstreit.'' Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3534041615 ISBN 3-534-04161-5], S. 200–236 (Aus: ''Die Philosophie und die Wissenschaften. Simon Moser zum 65. Geburtstag.'' Anton Hain, Meisenheim 1966, S. 246–272).</span> | |||
#<span class="reference-text">Theodor Geiger: ''Ideologie und Wahrheit. Eine soziologische Kritik des Denkens.'' Luchterhand : Neuwied und Berlin 2. Aufl. 1968, S. 51.</span> | |||
#<span class="reference-text">Oliver Stegmann: ''Tatsachenbehauptung und Werturteil in der deutschen und französischen Presse.'' Mohr Siebeck, Tübingen 2004, S. 11 ff.</span> | |||
Version vom 17. Mai 2024, 17:22 Uhr
Wert–Urteil Vorlage:dt. ‘abgegebenes Urteil über den Wert einer Sache’ (2. Hälfte 19. Jh.). (Wrtdtng: ist die Bestimmung für ein Sachwerturteil, ein Werturteil ist a.s. ein Urteil gemäß eines bekannten Wert oder zur Bestimmung eines Wert, eine Wertung.
Ein Werturteil drückt positive oder negative Auszeichnung aus, die in der Stellungnahme einer Person bezüglich eines mehr oder minder genau bestimmten Objekts enthalten ist.[1] Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen.
Werturteil oder Wertaussage
Konzeptionen von Logik unterscheiden sich darin, ob sie von bestimmten Grundbegriffen wie „Urteil“ und/oder „Aussage“ (bzw. „normative Aussage“) ausgehen. Davon hängt zum Beispiel ab, ob ein Werturteil logisch in der Form eines Satzes in Subjekt-Prädikat-Struktur vorgestellt wird oder als ein sich vollziehender Akt des Wertens oder als ein logisches Gebilde, als das eine Aussage oft angesehen wird, oder wiederum auf eine noch andere, etwa psychologische oder handlungstheoretische Weise.
Die Explikation von „Werturteil“ erfordert eine explizite Werttheorie oder eine andersartige Präzision, was unter Wert genau zu verstehen sei.
Begriffsgeschichte
Ignaz Pokorny
Der Herbartianer Ignaz Pokorny hat den Werturteilsbegriff eng an den Begriff des Gefühls gebunden. Pokorny unterscheidet theoretische Urteile, die ihm zufolge „Urteile über das Sein und seine näheren Bestimmungen“[2] sind, und Werturteile, die er auch praktische Urteile nennt.[2] Werturteile sind nach Pokorny Ausgangspunkt der Ästhetik und treten in sehr verschiedener Form auf (z. B. Billigung, Missbilligung, Wohlgefallen, Missfallen, Vorziehen, Verwerfen).[2] Er beobachtet, dass verschiedene Personen und Gesellschaften unterschiedliche Werturteile fällen und damit bedingt sind. Er fordert, dass die Ästhetik unbedingte Werte suchen solle.[3] Werturteile haben nach seiner Auffassung Gegenstände zum Subjekt und Gefühle zum Prädikat.[4] Soll das Werturteil unbedingt sein, muss auch das Gefühl unbedingt, d. h. von anderen Vorstellungen unabhängig sein.[4]
Max Weber
Vor allem in der noch immer anhaltenden Debatte um die Werturteilsfreiheit wird häufig ein kaum explizierter Begriffsgebrauch zugrunde gelegt, der Max Weber folgt bzw. zu folgen glaubt.
„Unter ‚Wertungen‘ sollen ‚praktische‘ Bewertungen einer durch unser Handeln beeinflußbaren Erscheinung als verwerflich oder billigenswert verstanden sein.“
Und: „Werturteile sind praktische Wertungen sozialer Tatsachen als, unter ethischen oder unter Kulturgesichtspunkten (oder aus anderen Gründen), praktisch wünschenswert oder unerwünscht.“[5]
Als Definitionsversuche sind diese Formulierungen unzureichend, weil im Definiens wie im Definiendum dieselben Ausdrücke auftreten (logischer Zirkel). Genau derselbe Einwand gilt auch für „value judgment“= (def. ) „a judgment of what is desirable or worth while“.[6]
Um ein klares Bild von Max Webers Äußerungen zu „Werturteil“ zu gewinnen, und zwar insbesondere über seine Auffassung von Logik und seine Werttheorie, kann man zuerst den Umkreis der Debatten klären, die Webers Thesen nicht nur aufgeklärt, sondern stellenweise eher verdunkelt haben.
Karl Popper noch hatte Max Weber wegen seines extensiven Gebrauchs expliziter Definitionen in den Bannkreis des Essentialismus gestellt.[7] In dem Positivismusstreit jedoch verteidigten Vertreter des Kritischen Rationalismus wie Hans Albert, Wolfgang Schluchter[8] und Herbert Keuth[9] nicht nur Popper, sondern auch Weber gegen den Positivismus- und Dezisionismus-Vorwurf, Angriffe, wie sie etwa von Herbert Marcuse[10] und Jürgen Habermas[11] vorgetragen worden waren.
Erst späterhin wurde zur Kenntnis genommen, dass Max Weber in Wissenschaftslehre[12] und Werttheorie sich unverkennbar an den Badischen Neukantianismus, insbesondere an Heinrich Rickert, angeschlossen hatte.[13] Weber hat diese Vorarbeiten zwar seinen besonderen Zwecken und Vorstellungen entsprechend modifiziert; dennoch ist diese problemgeschichtliche Beziehung zu beachten, wenn man Webers wissenschaftstheoretische Ausführungen verstehen will.[14]
Victor Kraft
Victor Kraft hält den Wertbegriff für definierbar.[15] Er unterscheidet Wertträger und Wertprädikat:
„Der Gegenstand, dem ein Wert zugeschrieben wird, ist der Wertträger; den Wert, der ihm zugeschrieben wird, spricht ein Wertprädikat aus. Dieses ist ein Wertbegriff, meist in adjektivischer, aber auch in substantivischer oder verbaler Form: x ist sündhaft, x ist eine Sünde, x sündigt.“[15]
Die verschiedenen Wertarten unterscheiden sich nach Kraft in ihrem sachlich, deskriptiven Gehalt.[16] Kraft bestreitet eine unabhängige Existenz von Werten und grenzt sich damit vom sog. Wertabsolutismus (vgl. Wertrealismus) ab.
Hans Albert
Anknüpfend an Kraft ist nach Hans Albert ein Satz genau dann ein Werturteil, wenn dieser
1. den jeweils anvisierten Sachverhalt in positiver oder negativer Weise für das Verhalten (Stellungnahme oder Handeln) auszeichnet;
2. dabei ein normatives Prinzip (Wertstandard oder Verhaltensmaxime) als gültig unterstellt, das ein entsprechendes Verhalten fordert; und
3. eine präskriptive Erwartung involviert, daß die Adressaten des Satzes sich mit diesem Prinzip identifizieren und sich daher entsprechend verhalten.[17]
Theodor Geiger
Theodor Geiger gewinnt seine werttheoretische Position in Auseinandersetzung mit der Uppsala-Schule (vgl. Axel Hägerström). Nach Geigers Auffassung objektiviert ein Werturteil das subjektive Verhältnis einer Person zu einem Objekt, wobei die sprachliche Darstellung unzulässiger Weise aus der subjektiven Wertung eine objektive Eigenschaft des bewerteten Objektes macht. Diesen Missbrauch von Sprache hält Geiger für illegitim:
„Das Werturteil also objektiviert ein subjektives Verhältnis des Sprechenden zu einem Gegenstand und macht dieses Pseudo-Objektive zum Aussagebestandteil eines Satzes von der Form theoretischer Sachaussagen. Dies ist illegitim.“[18]
Wertfreiheit
In der Wissenschaftstheorie wird häufig die Forderung gestellt, dass wissenschaftliche Aussagen frei von normativem (oder zumindest von moralischem) Gehalt sein sollen. Diese Eigenschaft bezeichnet man als Wertfreiheit.
Werturteilsstreit
Werturteile sind ein zentraler Gegenstand des Werturteilsstreites in der Soziologie und Nationalökonomie. Bei diesem Streit geht es um die Frage, ob in der Wissenschaft Werturteile über von der Politik zu ergreifende Maßnahmen getroffen werden sollen bzw. ob solche Werturteile wissenschaftlich gerechtfertigt werden können.
Werturteile und Meinungsfreiheit
Die Unterscheidung von Werturteilen und Tatsachenurteilen spielt bei der Frage, was Meinungen sind, die unter die Meinungsäußerungsfreiheit (siehe Meinungsfreiheit) fallen, eine große Rolle. Im deutschen Recht sind Tatsachenurteile durch das Verfassungsrecht der Meinungsäußerungsfreiheit besser geschützt als Werturteile.[19]
Literatur
- Hans Albert, E. Topitsch (Hrsg.): Werturteilsstreit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979.
- Samuel Alexander: The idea of value. Mind (N. S.) 1(1892), S. 31–55.
- Anna-Marie Cushan: Investigations into Facts and Values: Groundwork for a Theory of Moral Conflict Resolution. Ondwelle, Melbourne 1983/2014. [1]
- Stephen Finlay: The Conversational Practicality of Value Judgement. In: The Journal of Ethics. 8/3 (2004), S. 205–223.
- W. Haas: Value Judgments. In: Mind. 62 (1953).
- Karl-Heinz Hillmann: Werturteilsfreiheit. In: ders.: Wörterbuch der Soziologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 410). 4., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-41004-4, S. 932.
- Herbert Keuth: Wissenschaft und Werturteil: zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit. Mohr Siebeck, 1989, ISBN 3-16-345452-6.
- Victor Kraft: Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre. 2. Auflage. Wien 1951.
- W. D. Lamont: The Value Judgment. Edinburgh University Press, Edinburgh 1955.
- Richard Mervyn: The Language of Morals. Clarendon Press, Oxford 1952.
- Annemarie Pieper, A. Hügli: Werturteil; Werturteilsstreit. In: HWPh. Band 12, S. 614–621.
- Ian T. Ramsey: Werturteil. In: RGG. 3. Auflage. Band 6, S. 1652 f.
- Armin G. Wildfeuer: Wert. In: Petra Kolmer, Armin G. Wildfeuer (Hrsg.): Neues Handbuch philosophischer Grundbegriffe. Band 3 Verlag Karl Alber, Freiburg im Breisgau 2011, S. 2484–2504.
Einzelnachweise
- „Die Auszeichnung, die durch ein Wertbegriffsprädikat einem Gegenstand verliehen wird, beruht darauf und bezieht sich darauf, daß er dadurch in seinem Verhältnis zu unserer Stellungnahme charakterisiert wird.“ (Viktor Kraft: Wertbegriffe und Werturteile. Aus: Ders.: Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre. 2. Auflage. Springer, Wien 1951. In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): Werturteilsstreit. Wissenschaftl. Buchgesellschaft Darmstadt 1971, ISBN 3-534-04161-5, S. 50.)
- Ignaz Pokorny: Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule. In: Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867. Znaim 1867, S. 14.
- Ignaz Pokorny: Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule. In: Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867. Znaim 1867, S. 14 f.
- Ignaz Pokorny: Die Hauptpuncte der Lehre von den Gefühlen bei Herbart und seiner Schule. In: Programm des K. K. Gymnasiums in Znaim am Schluße des Schuljahres 1867. Znaim 1867, S. 15.
- Max Weber, zit. nach Herbert Keuth: Wissenschaft und Werturteil. Zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) : Tübingen 1989, ISBN 3-16-345453-4, S. 23 f. / Max Weber: Der Sinn der ‚Wertfreiheit‘ der soziologischen und ökonomischen Wissenschaften. 1917. In: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Mohr, 1988, ISBN 3-8252-1492-3, S. 489.
- Werturteil. In: Wolfgang J. Koschnik: Standardwörterbuch für die Sozialwissenschaften. Band 2, München / London / New York / Paris 1993, ISBN 3-598-11080-4.
- Karl R. Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Band 1: Der Zauber Platons. 7. Auflage. Tübingen 1992 (zuerst: 1944), S. 262, Anm. 41:30.
- Wolfgang Schluchter: Wertfreiheit und Verantwortungsethik. Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik bei Max Weber. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1971, ISBN 3-16-532621-5.
- Herbert Keuth: Wissenschaft und Werturteil. Zu Werturteilsdiskussion und Positivismusstreit. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1989, ISBN 3-16-345453-4.
- Hans Albert: Wissenschaft und Verantwortung. Max Webers Idee rationaler Praxis und die totale Vernunft der politischen Theologie. In: Ders.: Kritischer Rationalismus. Vier Kapitel zur Kritik des illusionären Denkens (UTB; 2138). Mohr Siebeck, Tübingen 2000, ISBN 3-8252-2138-5 (Replik auf Herbert Marcuse: Industrialisierung und Kapitalismus. In: Otto Stammer (Hrsg.): Max Weber und die Soziologie heute. Verhandlungen des 15. deutschen Soziologentages. Mohr, Tübingen 1965)
- Jürgen Habermas: Technik und Wissenschaft als Ideologie. 2. Auflage. Frankfurt 1969, S. 120 ff.
- Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. 7. Auflage. Tübingen 1988 (zuerst:1922)
- Wolfgang Schluchter: Die Entwicklung des okzidentalen Rationalismus. Eine Analyse von Max Webers Gesellschaftsgeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1979, ISBN 3-16-541532-3, S. 26.
- Peter-Ulrich Merz-Benz: Max Weber und Heinrich Rickert. Die erkenntnistheoretischen Grundlagen der verstehenden Soziologie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008.
- Viktor Kraft: Wertbegriffe und Werturteile. (Aus: Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre. 2. Auflage. Springer, Wien 1951). In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): Werturteilsstreit.Wissenschaftl. Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-04161-5, S. 44.
- Viktor Kraft: Wertbegriffe und Werturteile. (Aus: Die Grundlagen einer wissenschaftlichen Wertlehre. 2. Auflage. Springer, Wien 1951). In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): Werturteilsstreit.Wissenschaftl. Buchgesellschaft Darmstadt 1971, ISBN 3-534-04161-5, S. 47.
- Hans Albert: Theorie und Praxis. Max Weber und das Problem der Wertfreiheit und der Rationalität. In: Hans Albert, Ernst Topitsch, (Hrsg.): Werturteilsstreit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-04161-5, S. 200–236 (Aus: Die Philosophie und die Wissenschaften. Simon Moser zum 65. Geburtstag. Anton Hain, Meisenheim 1966, S. 246–272).
- Theodor Geiger: Ideologie und Wahrheit. Eine soziologische Kritik des Denkens. Luchterhand : Neuwied und Berlin 2. Aufl. 1968, S. 51.
- Oliver Stegmann: Tatsachenbehauptung und Werturteil in der deutschen und französischen Presse. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, S. 11 ff.