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„Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff“ – Versionsunterschied

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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" dir="ltr" lang="de"><p>'''Oberbegriff''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Sprache lat.] ''terminus maior'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache griech.] <span class="Grek" lang="grc-Grek">πρώτος ὅρος</span> [''prôtos horos'']), '''Mittelbegriff''' (''terminus medius'', <span class="Grek" lang="grc-Grek">μέσος ὅρος</span> [''mesos horos'']) und '''Unterbegriff''' (''terminus minor'', <span class="Grek" lang="grc-Grek">εσχατος ὅρος</span> [''eschatos horos'']) sind Begriffe aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Syllogistik Syllogistik], einem im 4. Jahrhundert v. Chr. von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles]aufgestellten logischen System. Die Syllogistik untersucht die Gültigkeit von Syllogismen (Argumenten einer bestimmten Form, siehe Bild). In einem Syllogismus wird aus zwei Voraussetzungen (''Prämissen'') eine Schlussfolgerung (''Konklusion'') gezogen. Sowohl die Prämissen als auch die Konklusion haben dabei notwendigerweise die Form eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorisches_Urteil kategorischen Urteils] – oder mit anderen Worten, sie sind Aussagen der Form „Alle/Einige/Kein S sind/ist P“.</p><p>Die in einem Syllogismus auftretenden Begriffe werden nach der Stelle ihres Vorkommens Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff genannt. Folgendes Beispiel zeigt die Stellung der einzelnen Begriffe in einem Syllogismus:</p><figure class="mw-halign-none">[https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Syllogismus-Beispiel.svg ]</figure><p>Die Bezeichnungen „Oberbegriff“ und „Unterbegriff“ haben keine inhaltliche Bedeutung; sie rühren lediglich von den traditionellen Bezeichnungen der beiden Prämissen her.</p></div></div><div id="catlinks" class="catlinks" data-mw="interface"></div>
<p>'''Oberbegriff''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Sprache lat.] ''terminus maior'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache griech.] <span lang="grc-Grek" class="Grek">πρώτος ὅρος</span> [''prôtos horos'']), '''Mittelbegriff''' (''terminus medius'', <span lang="grc-Grek" class="Grek">μέσος ὅρος</span> [''mesos horos'']) und '''Unterbegriff''' (''terminus minor'', <span lang="grc-Grek" class="Grek">εσχατος ὅρος</span> [''eschatos horos'']) sind Begriffe aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Syllogistik Syllogistik], einem im 4. Jahrhundert v. Chr. von [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles]aufgestellten logischen System. Die Syllogistik untersucht die Gültigkeit von Syllogismen (Argumenten einer bestimmten Form, siehe Bild). In einem Syllogismus wird aus zwei Voraussetzungen (''Prämissen'') eine Schlussfolgerung (''Konklusion'') gezogen. Sowohl die Prämissen als auch die Konklusion haben dabei notwendigerweise die Form eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorisches_Urteil kategorischen Urteils] – oder mit anderen Worten, sie sind Aussagen der Form „Alle/Einige/Kein S sind/ist P“.</p><p>Die in einem Syllogismus auftretenden Begriffe werden nach der Stelle ihres Vorkommens Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff genannt. Folgendes Beispiel zeigt die Stellung der einzelnen Begriffe in einem Syllogismus:</p>
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<p>Die Bezeichnungen „Oberbegriff“ und „Unterbegriff“ haben keine inhaltliche Bedeutung; sie rühren lediglich von den traditionellen Bezeichnungen der beiden Prämissen her.</p>

Aktuelle Version vom 7. Juli 2024, 16:44 Uhr

Oberbegriff (lat. terminus maior, griech. πρώτος ὅρος [prôtos horos]), Mittelbegriff (terminus medius, μέσος ὅρος [mesos horos]) und Unterbegriff (terminus minor, εσχατος ὅρος [eschatos horos]) sind Begriffe aus der Syllogistik, einem im 4. Jahrhundert v. Chr. von Aristotelesaufgestellten logischen System. Die Syllogistik untersucht die Gültigkeit von Syllogismen (Argumenten einer bestimmten Form, siehe Bild). In einem Syllogismus wird aus zwei Voraussetzungen (Prämissen) eine Schlussfolgerung (Konklusion) gezogen. Sowohl die Prämissen als auch die Konklusion haben dabei notwendigerweise die Form eines kategorischen Urteils – oder mit anderen Worten, sie sind Aussagen der Form „Alle/Einige/Kein S sind/ist P“.

Die in einem Syllogismus auftretenden Begriffe werden nach der Stelle ihres Vorkommens Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff genannt. Folgendes Beispiel zeigt die Stellung der einzelnen Begriffe in einem Syllogismus:

Die Bezeichnungen „Oberbegriff“ und „Unterbegriff“ haben keine inhaltliche Bedeutung; sie rühren lediglich von den traditionellen Bezeichnungen der beiden Prämissen her.