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„ewige Vernunft“ – Versionsunterschied

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Platons Schüler [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] kritisiert Platons Ideenlehre grundlegend mit seiner Vorstellung, dass alle Gegenstände aus Stoff ([https://de.wikipedia.org/wiki/Hyle hyle]) und Form ([https://de.wikipedia.org/wiki/Eidos eidos]) bestehen, wobei sich diese beiden Bestandteile niemals voneinander trennen lassen. Die Formen wären dennoch insgesamt in der ewigen Vernunft des „[https://de.wikipedia.org/wiki/Unbewegter_Beweger unbewegten Bewegers]“ vorhanden, an der die Menschen Anteil hätten.<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Wissensaktivierung?wprov=srpw1_16#cite_note-3 [3]]</sup> Die Vermittlung zwischen der werdenden subjektiven Vernunft des Menschen und der in ihm anwesenden ewigen Vernunft werde durch den göttlichen Zugriff der „Hypolepsis“ möglich. Diese Sicht des Aristoteles scheint in der Geschichte vergessen worden zu sein, die jedoch durch die moderne Aristotelesforschung wiederentdeckt worden ist.<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Wissensaktivierung?wprov=srpw1_16#cite_note-4 [4]]</sup>
[[ewig|ewige]] [[Vernunft]]
#<span class="reference-text">Vgl. Aristoteles’ Schrift [https://de.wikipedia.org/wiki/De_anima ''Über die Seele''].</span>
 
#<span class="reference-text">Vgl. Werner Theobald, ''Hypolepsis: Mythische Spuren bei Aristoteles'', (Taschenb.), academia Richarz (1999).</span>
[[Platon|Platons]] Schüler [[Aristoteles (Universalgelehrter)|Aristoteles]] kritisiert Platons [[Ideenlehre]] grundlegend mit seiner Vorstellung, dass alle Gegenstände aus [[Stoff]] ([[Hyle|hyle]]) und [[Form (Philosophie)|Form]] ([[Eidos|eidos]]) bestehen, wobei sich diese beiden Bestandteile niemals voneinander trennen lassen. Die Formen wären dennoch insgesamt in der ''ewigen Vernunft'' des „[[unbewegter Beweger|unbewegten Bewegers]]“ vorhanden, an der die Menschen Anteil hätten.<ref><span class="reference-text">Vgl. Aristoteles’ Schrift ''[[De anima (Aristoteles)|Über die Seele]]''.</span></ref> Die Vermittlung zwischen der werdenden subjektiven Vernunft des Menschen und der in ihm anwesenden ewigen Vernunft werde durch den göttlichen Zugriff der „[[Hypolepsis]]“ möglich. Diese Sicht des Aristoteles scheint in der Geschichte vergessen worden zu sein, die jedoch durch die moderne Aristotelesforschung wiederentdeckt worden ist.<ref><span class="reference-text">Vgl. Werner Theobald, ''Hypolepsis: Mythische Spuren bei Aristoteles'', (Taschenb.), academia Richarz (1999).</span></ref>
 
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Version vom 18. August 2024, 15:19 Uhr

ewige Vernunft

Platons Schüler Aristoteles kritisiert Platons Ideenlehre grundlegend mit seiner Vorstellung, dass alle Gegenstände aus Stoff (hyle) und Form (eidos) bestehen, wobei sich diese beiden Bestandteile niemals voneinander trennen lassen. Die Formen wären dennoch insgesamt in der ewigen Vernunft des „unbewegten Bewegers“ vorhanden, an der die Menschen Anteil hätten.[1] Die Vermittlung zwischen der werdenden subjektiven Vernunft des Menschen und der in ihm anwesenden ewigen Vernunft werde durch den göttlichen Zugriff der „Hypolepsis“ möglich. Diese Sicht des Aristoteles scheint in der Geschichte vergessen worden zu sein, die jedoch durch die moderne Aristotelesforschung wiederentdeckt worden ist.[2]

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. Aristoteles’ Schrift Über die Seele.
  2. ↑ Vgl. Werner Theobald, Hypolepsis: Mythische Spuren bei Aristoteles, (Taschenb.), academia Richarz (1999).