„bloße Handlung“ – Versionsunterschied
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Bloßes Handeln wird erst bei der [[Rechtshandlung]] rechtlich bedeutsam. Diese setzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilrecht zivilrechtlich] [https://de.wikipedia.org/wiki/Handlungsf%C3%A4higkeit_(Deutschland) Handlungsfähigkeit] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht strafrechtlich] [https://de.wikipedia.org/wiki/Deliktsf%C3%A4higkeit Deliktsfähigkeit] voraus. Von diesem Verständnis analysiert das [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafrecht Strafrecht] in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtswissenschaft Rechtswissenschaft] die ''Rechtshandlung'' als ''prinzipiell [https://de.wikipedia.org/wiki/Wille willentlich]'' und die ''Tathandlung'' als ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Verschulden schuldhaft]'': Ohne eine gewisse (vom Gesetzgeber unterstellte) [https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheit_des_Willens Freiheit des Willens] gäbe es keine [https://de.wikipedia.org/wiki/Schuld_(Strafrecht) Schuld], also auch keine gesetzliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafe Strafe].<ref>Heinz-Gerd Schmitz: ''Zur Legitimität der Kriminalstrafe. Philosophische Erörterungen.'' Berlin 2001, S. 14 ff.</ref> | |||
Aktuelle Version vom 25. August 2024, 08:10 Uhr
Bloßes Handeln wird erst bei der Rechtshandlung rechtlich bedeutsam. Diese setzt zivilrechtlich Handlungsfähigkeit und strafrechtlich Deliktsfähigkeit voraus. Von diesem Verständnis analysiert das Strafrecht in der Rechtswissenschaft die Rechtshandlung als prinzipiell willentlich und die Tathandlung als schuldhaft: Ohne eine gewisse (vom Gesetzgeber unterstellte) Freiheit des Willens gäbe es keine Schuld, also auch keine gesetzliche Strafe.[1]
- ↑ Heinz-Gerd Schmitz: Zur Legitimität der Kriminalstrafe. Philosophische Erörterungen. Berlin 2001, S. 14 ff.