„strafen“ – Versionsunterschied
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Version vom 25. August 2024, 17:27 Uhr
strafen ‘züchtigen, wegen begangener Delikte zur Rechenschaft ziehen’; Wrtdtng: Züchtigung, auferlegen von Schuld und schädigende Nachteile aufgrund eines verbotenen oder falschen Streben nach einem Sein, Tun oder Haben;
- Ww
- mhd. strāfen ‘mit tadelnden Worten zurechtweisen, schelten, züchtigen, mit Leibes- oder Geldstrafe belegen’ und
- mnd. straffen, strāfen,
- mnl. nl. straffen,
- afries. straffia.
- luxem. strofen;
- Herkunft unbekannt.
- Das Verb erscheint um 1200 im Mhd. und löst
- ahd. refsen ‘schelten, scharf tadeln, schlagen, strafen’ (um 800; vgl. ungirefsentlīh ‘untadelig’, 8. Jh.),
- mhd. reffen, refsen ‘mit Worten strafen, tadeln, schelten, züchtigen’ ab.
- Eine Beziehung zu
- afries. straf(f)ia ‘bestreiten, schelten’ bietet sich an,
- so daß das Verb auch aus dem Fries., Nd., Nl. ins Hd. gelangt sein kann.
- Ein Zusammenhang mit wenig später auftretendem spätmhd. mnl. straf (s. straff), ausgehend von einer Bedeutung ‘straff, streng behandeln’,
- sowie Anschluß an ie. *strep-, Labialerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ (s. starren), ist, wenngleich semantisch möglich, unsicher.
- uig. *strēpōną,
- Älter als die Verwendung im Sinne des körperlichen Züchtigens ist die des Scheltens und Tadelns mit Worten.
- – Strafe
straf, strafte, gestraft, strafbar, sträflich, Sträfling