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„Gebung“ – Versionsunterschied

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= '''gebung''', f., subst. verb. =
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<div class="dwb-entry"><div class="dwb-head">[]<span class="dwb-form">GEBUNG,</span> f. subst. verb.</div><div class="dwb-sense"><div class="dwb-sense-content"><span class="dwb-italics dwb-hi">zu</span> geben, <span class="dwb-italics dwb-hi">die handlung des gebens, jetzt auszer gebrauch, durch</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">mit vertreten, das jenes doch nicht ganz ersetzen kann, wie es denn in zusammensetzung wie</span> vergebung, ergebung, umgebung, namengebung, gesetzgebung <span class="dwb-italics dwb-hi">u. a. noch allein herscht und unentbehrlich ist, während es in</span> hingebung, angebung, eingebung, übergebung <span class="dwb-italics dwb-hi">u. a. schon mit</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">wechselt, doch theils mit</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">willkürlichem</span>) <span class="dwb-italics dwb-hi">unterschied der bedeutung theils auch da von</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">bedrängt und verdrängt; es ist wie mit</span> nahme <span class="dwb-italics dwb-hi">und</span> nehmung, <span class="dwb-italics dwb-hi">die beide uns noch in zusammensetzung bestehen, aber so dasz</span> nahme <span class="dwb-italics dwb-hi">vordringt, wie z. b. die</span> theilnahme <span class="dwb-italics dwb-hi">noch im vorigen jahrh.</span>theilnehmung <span class="dwb-italics dwb-hi">hiesz, während</span> vernahme <span class="dwb-italics dwb-hi">statt</span> vernehmung <span class="dwb-italics dwb-hi">noch nicht versucht wird</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">aber</span> entnahme). <span class="dwb-italics dwb-hi">das einfache</span> gebung <span class="dwb-italics dwb-hi">findet sich von mhd. zeit her bis ins 18. jh., obwol nicht häufig:</span> gâbe des heiligen geistes ist ein wirdelîch gebunge gotis. <span class="dwb-italics dwb-hi">myst.</span> 1, 181, 35; mit gebung der hand. <span class="dwb-italics dwb-hi">alte weisen</span> 98ᵇ; gebung groszer streich. <span class="dwb-italics dwb-hi">Aimon</span> Z 1, <span class="dwb-italics dwb-hi">austheilung;</span> wie es damals mit der confirmation, gebung des pallii .. gehalten worden. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/h#hahn Hahn]</span> <span class="dwb-title">hist.</span>1721 1, 258; es darf weder die gebung noch die abschaffung eines gesetzes vorgeschlagen werden, wenn nicht .. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/s#stolberg F. L. Stolberg]</span> 3, 175, <span class="dwb-italics dwb-hi">jetzt kaum noch sagbar trotz</span> gesetzgebung.</div><div class="dwb-sense-content">Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1877), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1902, Z. 9.</div></div></div>
 
Gebung<ref>Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1877), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1902, Z. 9.</ref><span class="dwb-form">,</span> f. subst. verb. mhdt. ''[[gebunge]] '[[Geben]], [[Gabe]], [[Schenkung]]'''
 
<span class="dwb-italics dwb-hi">zu</span> geben, <span class="dwb-italics dwb-hi">die handlung des gebens, jetzt auszer gebrauch, durch</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">mit vertreten, das jenes doch nicht ganz ersetzen kann, wie es denn in zusammensetzung wie</span> vergebung, ergebung, umgebung, namengebung, gesetzgebung <span class="dwb-italics dwb-hi">u. a. noch allein herscht und unentbehrlich ist, während es in</span> hingebung, angebung, eingebung, übergebung <span class="dwb-italics dwb-hi">u. a. schon mit</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">wechselt, doch theils mit</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">willkürlichem</span>) <span class="dwb-italics dwb-hi">unterschied der bedeutung theils auch da von</span> gabe <span class="dwb-italics dwb-hi">bedrängt und verdrängt; es ist wie mit</span> nahme <span class="dwb-italics dwb-hi">und</span> nehmung, <span class="dwb-italics dwb-hi">die beide uns noch in zusammensetzung bestehen, aber so dasz</span> nahme <span class="dwb-italics dwb-hi">vordringt, wie z. b. die</span> theilnahme <span class="dwb-italics dwb-hi">noch im vorigen jahrh.</span>theilnehmung <span class="dwb-italics dwb-hi">hiesz, während</span> vernahme <span class="dwb-italics dwb-hi">statt</span> vernehmung <span class="dwb-italics dwb-hi">noch nicht versucht wird</span> (<span class="dwb-italics dwb-hi">aber</span> entnahme). <span class="dwb-italics dwb-hi">das einfache</span> gebung <span class="dwb-italics dwb-hi">findet sich von mhd. zeit her bis ins 18. jh., obwol nicht häufig:</span> gâbe des heiligen geistes ist ein wirdelîch gebunge gotis. <span class="dwb-italics dwb-hi">myst.</span> 1, 181, 35; mit gebung der hand. <span class="dwb-italics dwb-hi">alte weisen</span> 98ᵇ; gebung groszer streich. <span class="dwb-italics dwb-hi">Aimon</span> Z 1, <span class="dwb-italics dwb-hi">austheilung;</span> wie es damals mit der confirmation, gebung des pallii .. gehalten worden. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/h#hahn Hahn]</span> <span class="dwb-title">hist.</span>1721 1, 258; es darf weder die gebung noch die abschaffung eines gesetzes vorgeschlagen werden, wenn nicht .. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/s#stolberg F. L. Stolberg]</span> 3, 175, <span class="dwb-italics dwb-hi">jetzt kaum noch sagbar trotz</span> gesetzgebung.

Aktuelle Version vom 9. September 2024, 10:38 Uhr

geb-ung mhdt.-dt.

Gebung[1], f. subst. verb. mhdt. gebunge 'Geben, Gabe, Schenkung'

zu geben, die handlung des gebens, jetzt auszer gebrauch, durch gabe mit vertreten, das jenes doch nicht ganz ersetzen kann, wie es denn in zusammensetzung wie vergebung, ergebung, umgebung, namengebung, gesetzgebung u. a. noch allein herscht und unentbehrlich ist, während es in hingebung, angebung, eingebung, übergebung u. a. schon mit gabe wechselt, doch theils mit (willkürlichem) unterschied der bedeutung theils auch da von gabe bedrängt und verdrängt; es ist wie mit nahme und nehmung, die beide uns noch in zusammensetzung bestehen, aber so dasz nahme vordringt, wie z. b. die theilnahme noch im vorigen jahrh.theilnehmung hiesz, während vernahme statt vernehmung noch nicht versucht wird (aber entnahme). das einfache gebung findet sich von mhd. zeit her bis ins 18. jh., obwol nicht häufig: gâbe des heiligen geistes ist ein wirdelîch gebunge gotis. myst. 1, 181, 35; mit gebung der hand. alte weisen 98ᵇ; gebung groszer streich. Aimon Z 1, austheilung; wie es damals mit der confirmation, gebung des pallii .. gehalten worden. Hahn hist.1721 1, 258; es darf weder die gebung noch die abschaffung eines gesetzes vorgeschlagen werden, wenn nicht .. F. L. Stolberg 3, 175, jetzt kaum noch sagbar trotz gesetzgebung.

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1877), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1902, Z. 9.