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„Kraut“ – Versionsunterschied

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Die Seite wurde neu angelegt: „krau-t {{ahdt.-dt.}} * Kraut n. * ‘kleinere, nicht verholzende [https://de.wikipedia.org/wiki/Zimmerpflanze#Einteilung_der_Zimmerpflanzen# Blattpflanze], Blattwerk’, ** (vgl. Rüben-, Kartoffelkraut), * ‘Gemüse, Kohl’ ** (vgl. Blau-, Rot-, Weiß-, Sauerkraut), * fachsprachlich ‘ein- oder zweijährige, nicht verholzende Pflanze’ * —Wrtwndl ** ahd. (8. Jh.), ** mhd. krūt, ** asächs. krūd (‘Unkraut’), ** mnd. krūt…“
 
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* Kraut n.  
* Kraut n.  

Version vom 13. April 2025, 05:49 Uhr

krau-t Vorlage:ahdt.-dt.

  • Kraut n.
  • ‘kleinere, nicht verholzende Blattpflanze, Blattwerk’,
    • (vgl. Rüben-, Kartoffelkraut),
  • ‘Gemüse, Kohl’
    • (vgl. Blau-, Rot-, Weiß-, Sauerkraut),
  • fachsprachlich ‘ein- oder zweijährige, nicht verholzende Pflanze’
  • —Wrtwndl
    • ahd. (8. Jh.),
    • mhd. krūt,
    • asächs. krūd (‘Unkraut’),
    • mnd. krūt,
    • mnl. cruut,
    • nl. kruid.
  • Die Herkunft des nur im Dt. und Nl. bezeugten Wortes ist unklar.
    • Man hat, obwohl sehr unsicher, germ. *krūda- ‘Kraut’ auf ein uig. *gu̯rūto- zurückgeführt,
      • um es als Partizipialbildung mit griech. brýein (βρύειν) ‘sprossen, strotzen, keimen’ (s. Embryo) verbinden zu können,
      • und hat die germ. und griech. Formen in Beziehung gesetzt zu einer auf uig. *gu̯eru- ‘Stange, Spieß’ (älter vielleicht ‘Zweig’?) beruhenden Wortgruppe
        • got. qaíru ‘Pfahl, Stachel’,
        • lat. verū ‘Spieß’,
        • air. bi(u)r ‘Speer, Spieß’,
      • dazu ablautend
        • awest. grava- ‘(Rohr)stock’ (dazu s. kirre).
    • Angesichts der schwierigen Vergleichsmöglichkeiten hält de Vries Nl. 366 Herkunft aus einer vor-uig. Substratsprache für erwägenswert.
  • Redensartlich ins Kraut schießen ‘sich unkontrolliert entwickeln, ausbreiten’ (eigentlich ‘nur Blätter, keine Frucht bringen’);
    • dagegen ist kein Kraut (‘Heilmittel’) gewachsen ‘dagegen hilft nichts, das ist nicht zu ändern’ (16. Jh.);
    • das Kraut fett machen ‘viel, Wichtiges dazutun’ (17. Jh.),
    • der macht’s Kraut auch nicht fett ‘der tut nicht viel dazu, ändert nicht viel’ (19. Jh.);
    • wie Kraut und Rüben ‘durcheinander’ (17. Jh.).