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„markiert“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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<span class="mw-page-title-main">[[Natürlichkeitstheorie]]: weniger natürliche Phänomene gelten als [[markiert]].</span> Zu den Grundannahmen der morphologischen Natürlichkeit gehört die Vorstellung, dass Wortformen die Bedeutung der Wörter zumindest teilweise versinnbildlichen. Am Beispiel des Plurals der Substantive im Deutschen: Da der Plural semantisch mehr beinhaltet als der Singular, gilt es als natürlich, dass die Pluralformen der Substantive in der Regel durch zusätzliche morphologische Merkmale angezeigt wird, die dem Singular fehlen. Meist ist dies eine Pluralendung. In diesem Sinne gilt der Plural des Wortes „Kind“, der „Kind-er“ lautet, als natürlich, der des Wortes „Mädchen“, der sich vom Singular nicht unterscheidet, aber nicht. Phänomene, die in diesem Sinne natürlich sind, sind zugleich [[unmarkiert]].
<span class="mw-page-title-main">[[Natürlichkeitstheorie]]: weniger natürliche Phänomene gelten als [[markiert]].</span> Zu den Grundannahmen der morphologischen Natürlichkeit gehört die Vorstellung, dass Wortformen die Bedeutung der Wörter zumindest teilweise versinnbildlichen. Am Beispiel des Plurals der Substantive im Deutschen: Da der Plural semantisch mehr beinhaltet als der Singular, gilt es als natürlich, dass die Pluralformen der Substantive in der Regel durch zusätzliche morphologische Merkmale angezeigt wird, die dem Singular fehlen. Meist ist dies eine Pluralendung. In diesem Sinne gilt der Plural des Wortes „Kind“, der „Kind-er“ lautet, als natürlich, der des Wortes „Mädchen“, der sich vom Singular nicht unterscheidet, aber nicht. Phänomene, die in diesem Sinne natürlich sind, sind zugleich [[unmarkiert]].

Version vom 17. April 2025, 15:00 Uhr

markier-t Nwf. markier

Natürlichkeitstheorie: weniger natürliche Phänomene gelten als markiert. Zu den Grundannahmen der morphologischen Natürlichkeit gehört die Vorstellung, dass Wortformen die Bedeutung der Wörter zumindest teilweise versinnbildlichen. Am Beispiel des Plurals der Substantive im Deutschen: Da der Plural semantisch mehr beinhaltet als der Singular, gilt es als natürlich, dass die Pluralformen der Substantive in der Regel durch zusätzliche morphologische Merkmale angezeigt wird, die dem Singular fehlen. Meist ist dies eine Pluralendung. In diesem Sinne gilt der Plural des Wortes „Kind“, der „Kind-er“ lautet, als natürlich, der des Wortes „Mädchen“, der sich vom Singular nicht unterscheidet, aber nicht. Phänomene, die in diesem Sinne natürlich sind, sind zugleich unmarkiert.

Die unmarkierte Form wird als Grundform gesehen, gegen die andere Formen in einem Kontrast stehen, indem sie spezialisierter sind und nur unter eingeschränkten Bedingungen auftreten und als markiert bezeichnet werden.

markier

Mark + -ier ahd.-frz.-deu., 'marke' (etwas) eine Marke geben

markieren ‘mit einem Kennzeichen versehen’, entlehnt (um 1700) aus gleichbed. mfrz. frz. marquer, dem unter ↗Marke (s. d.) angeführtes anord. merki ‘Kennzeichen’ zugrunde liegt.

markier,markiere,markiert,markierte,markierten,markiertes,markierter,markierend,