Zum Inhalt springen

„fund“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Keine Bearbeitungszusammenfassung
K Textersetzung - „{{Nbnwrtfrm}}“ durch „Nwf.“
Zeile 1: Zeile 1:
[[fun]][[-d]] {{Nbnwrtfrm}} z. ''[[find]]''
[[fun]][[-d]] [[Wortform::Nebenwortform|Nwf.]] z. ''[[find]]''


=== fund<ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1869), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 528, Z. 29.''</ref> ===
=== fund<ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1869), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 528, Z. 29.''</ref> ===

Version vom 17. April 2025, 15:02 Uhr

fun-d Nwf. z. find

fund[1]

für fand, den sg. praet. von finden, ist eine unorganische bildung, die sich aus dem früheren pl. praet. funden (s. d. und fand) eingeschlichen hat und z. b. bei H. Sachs mitunter dicht neben fand vorkommt.

und wie der wiz beweis und lehrsaz fund. Creuz (Frankfurt a. M. 1769) 2, 217.

später erlischt diese form fund, wenn sie nicht etwa bei alterthümlich sein sollendem ausdrucke wieder hervorgesucht wird. noch schlechter aber, als fund, ist das im 17. jh. auch vorkommende funde: es gieng mir eben wie jenem mönch, welcher in einen wald spatzierte und funde in einem hohlen baum etwas honig. Schuppius246. selbst noch zu anfange des 19. jh. mit scheinbarer alterthümlichkeit:

(das herz,) das gern in thränen wohl sein blut vergossen, so lang es einsam weint, den freund nicht funde.

find, finden

fin-d deu. Wrtdtng:: fahndend, suchend oder zufällig auf jemanden oder etwas treten, treffen, stoßen; einen Weg, Pfad, Verfahren, Gedankengang folgend suchend oder zufällig ein Dasein wahrnehmen, bemerken, erkennen;

  • finden Vb. ‘durch Zufall, durch Suchen, durch Nachdenken auf etw. stoßen’,
    • uger. *finþaną;
    • ahd. findan (8. Jh.),
    • mhd. vinden,
    • asächs. fīðan, findan,
    • mnd. mnl. nl. vinden,
    • aengl. findan,
    • engl. to find,
    • anord. swed. finna,
    • got. finþan.
  • Herkunft ungewiß.
    • Vielleicht mit
      • griech. paté͞in (πατεῖν) ‘auf etw. treten’ und
      • lat. pōns (Genitiv pontis) ‘Knüppelweg, Brücke’
    • zur Wurzel uig.*pent(h)- ‘treten, gehen, worauf treten, antreffen, finden’ (s. auch fahnden).

fand,find,finde,findet,gefunden

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1869), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 528, Z. 29.