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„Kalokagathia“ – Versionsunterschied

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'''Kalokagathia''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache altgriechisch] <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλοκἀγαθία</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">[[kalokagathíā]]</span>, abgeleitet aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Krasis Krasis] <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλὸς κἀγαθός</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">kalós kagathós</span> von <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλὸς καὶ ἀγαθός</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">kalòs kaì agathós</span> „schön und gut“) ist die Bezeichnung für ein griechisches [https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Philosophie) Ideal] der körperlichen und geistigen Vortrefflichkeit („Schönheit und Gutheit“). Der Begriff bezeichnet eine Verbindung von körperlicher Schönheit und geistigen Vorzügen, die als gesamthafte Vortrefflichkeit ([https://de.wikipedia.org/wiki/Arete Arete]) der Person erscheint. Der Begriff spielt bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates], etwa in [https://de.wikipedia.org/wiki/Platonischer_Dialog Platons Dialogen], oder mittelbar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Xenophon Xenophons] ''Memorabilien'' (III, 8) eine große Rolle. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Begriff meist für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adel#Antikes_Griechenland Adlige] verwendet, im 4. Jahrhundert v. Chr. allgemein für hervorragende Persönlichkeiten.<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin Friedrich Hölderlin] strebte sowohl in Dichtung als auch im realen Leben nach dieser Kalokagathia.</p>
'''Kalokagathia''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache altgriechisch] <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλοκἀγαθία</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">[[kalokagathíā]]</span>, abgeleitet aus der [https://de.wikipedia.org/wiki/Krasis Krasis] <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλὸς κἀγαθός</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">kalós kagathós</span> von <span lang="grc-Grek" class="Grek">καλὸς καὶ ἀγαθός</span> <span lang="grc-Latn" class="Latn">kalòs kaì agathós</span> „schön und gut“) ist die Bezeichnung für ein griechisches [https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Philosophie) Ideal] der körperlichen und geistigen Vortrefflichkeit („Schönheit und Gutheit“). Der Begriff bezeichnet eine Verbindung von körperlicher Schönheit und geistigen Vorzügen, die als gesamthafte Vortrefflichkeit ([https://de.wikipedia.org/wiki/Arete Arete]) der Person erscheint. Der Begriff spielt bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates], etwa in [https://de.wikipedia.org/wiki/Platonischer_Dialog Platons Dialogen], oder mittelbar in [https://de.wikipedia.org/wiki/Xenophon Xenophons] ''Memorabilien'' (III, 8) eine große Rolle. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Begriff meist für [https://de.wikipedia.org/wiki/Adel#Antikes_Griechenland Adlige] verwendet, im 4. Jahrhundert v. Chr. allgemein für hervorragende Persönlichkeiten.<p>[https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin Friedrich Hölderlin] strebte sowohl in Dichtung als auch im realen Leben nach dieser Kalokagathia.</p>

Aktuelle Version vom 21. April 2025, 06:29 Uhr

Kalokagathia agr.-deu.

Kalokagathia (altgriechisch καλοκἀγαθία kalokagathíā, abgeleitet aus der Krasis καλὸς κἀγαθός kalós kagathós von καλὸς καὶ ἀγαθός kalòs kaì agathós „schön und gut“) ist die Bezeichnung für ein griechisches Ideal der körperlichen und geistigen Vortrefflichkeit („Schönheit und Gutheit“). Der Begriff bezeichnet eine Verbindung von körperlicher Schönheit und geistigen Vorzügen, die als gesamthafte Vortrefflichkeit (Arete) der Person erscheint. Der Begriff spielt bei Sokrates, etwa in Platons Dialogen, oder mittelbar in Xenophons Memorabilien (III, 8) eine große Rolle. Im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde der Begriff meist für Adlige verwendet, im 4. Jahrhundert v. Chr. allgemein für hervorragende Persönlichkeiten.

Friedrich Hölderlin strebte sowohl in Dichtung als auch im realen Leben nach dieser Kalokagathia.

Siehe auch

Literatur

  • Félix Bourriot: Kalos kagathos – kalokagathia. D'un terme de propagande de sophistes à une notion sociale et philosophique. 2 Bände, Olms, Hildesheim 1995, ISBN 3-487-10000-2 (gründliche, umfangreiche Untersuchung)
  • Hermann Wankel: Kalos kai agathos, Würzburg 1961 (Dissertation), Nachdruck New York 1979

Rezeption

  • Ingomar Weiler: Das Kalokagathia-Ideal und der 'hässliche' Athletenkörper. In: Peter Mauritsch (Hrsg.): Körper im Kopf. Antike Diskurse zum Körper. Leykam, Graz 2010, ISBN 978-3-7011-0177-1, S. 95–119
  • Irena Martínková: Three Interpretations of Kalokagathia. In: Peter Mauritsch (Hrsg.): Körper im Kopf. Antike Diskurse zum Körper. Leykam, Graz 2010, ISBN 978-3-7011-0177-1, S. 17–28