„Tolma“ – Versionsunterschied
Erscheinungsbild
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „agrie.“ durch „agr.“ |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
<p>[[tol-]] + [[ | <p>[[tol-]] + [[agr./-ma|-ma]] | grie. [[agr./tólma|tólma]] Kühnheit, Verwegenheit, Dreistigkeit, von uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/telh%E2%82%82- *telh₂-]</em> <span class="mention-gloss-double-quote">“er</span><span class="mention-gloss">tragen"</span></p><p>Der Abstieg der Seelen ist im Rahmen der gesamten Weltordnung eine Notwendigkeit, doch werden sie nicht von einer äußeren Macht dazu gezwungen, sondern folgen einem inneren Drang. Der Faktor, der sie dabei motiviert, ist ihre Kühnheit oder Dreistigkeit ''(tólma)''. Wenn die Seelen absteigen, wenden sie sich nicht grundsätzlich vom Guten ab und dem Schlechten bzw. Schlechteren zu. Sie streben weiterhin stets nach dem Guten, doch suchen sie es nunmehr in Bereichen, wo es in geringerem Maße hervortreten kann.</p> | ||
Version vom 6. Juni 2025, 12:25 Uhr
tol- + -ma | grie. tólma Kühnheit, Verwegenheit, Dreistigkeit, von uig. *telh₂- “ertragen"
Der Abstieg der Seelen ist im Rahmen der gesamten Weltordnung eine Notwendigkeit, doch werden sie nicht von einer äußeren Macht dazu gezwungen, sondern folgen einem inneren Drang. Der Faktor, der sie dabei motiviert, ist ihre Kühnheit oder Dreistigkeit (tólma). Wenn die Seelen absteigen, wenden sie sich nicht grundsätzlich vom Guten ab und dem Schlechten bzw. Schlechteren zu. Sie streben weiterhin stets nach dem Guten, doch suchen sie es nunmehr in Bereichen, wo es in geringerem Maße hervortreten kann.