Dasein
Etwas das wirklich tatsächlich da ist, wäre es nicht da, wäre es ein Nichtdasein; Etwas das aus Können, Sein, Tun, Haben heraus erwirkt oder bewirkt wird ist ein Dasein; ein Dasein besteht dann, wenn es eine Wirkung ausübt und oder aufgrund von Wirkung zur Erscheinung gelangt; die Natur ist im Ganzen ein Dasein, ein Baum in der Natur ist ein Dasein im Dasein; ein Dasein hat einen Daseinszustand als veränderndes oder wandelndes Werden. (HfwB)
da + sein | andauernd, fortbestehen des Dasein in seinem räumlichen Sein, Tun, Haben und Werden.
n. ‘Anwesenheit, Existenz’, Hptwbg. von dasein Vb. (s. da1 und sein1).
Im Sinne ‘Anwesenheit, Zugegensein’ seit dem 13. Jh., geläufig seit dem 17. Jh., als Verdeutschung für Existenz seit Anfang 18. Jh., danach auch für ‘Leben’.
Als Schlagwort in der Verbindung Kampf ums Dasein Übersetzung von engl. struggle for life (Darwin 1859).
Mit Existenz konkurrierend auch als Bestimmungswort in zahlreichen Zusammensetzungen wie Daseinsberechtigung, -kampf (19. Jh.).