Teil
teil | einzelnes Dasein; ‘Stück eines Ganzen, Einzelheit, Anteil’; was jemand von einem Ganzen hat (Anteil); zu einem größeren Ganzen gehörende Menge, Masse oder Ähnliches (Stück, Menge von etwas);
¦⊕¦ Dasein, mit anderem zusammen ein Ganzes bildet (eigentlich dann Anteil), oder das Ganze ist; können einzeln vom Ganzen (allem) verteilt, geteilt sein, oder als Ganzes fortbestehen und nur anteilig Anspruch, Nutzung oder ähnlich haben (Gemeingut, Gemeinbesitz...);
¦⊗¦ ‘Stück eines Ganzen, Einzelheit, Anteil’
¦√¦ uig. *dā(i)-, *dī̌- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’; *dʰayl- (“Teil, Wendepunkt”);
¦↵¦ ugerm. *dailiz; germ. *dail-; ahd. (8. Jh.), mhd. theil, teil ; ahd. teila f. ‘Teilung’ (9. Jh.); mhd. teile f. ‘Teilung, Zugeteiltes’, asächs. dēl m., mnd. dēl m. n., mnl. nl. deeln., aengl. dǣl m., engl. deal, got. dails f. sowie ahd. teila f. ‘Teilung’ (9. Jh.), mhd. teile f. ‘Teilung, Zugeteiltes’, anord. deilaf. ‘Teilung, Zwiespalt, Streit’, got. daila f. ‘Teilnahme’ (ger. *dail- mit unterschiedlicher Stammbildung) und aslaw. dělъ ‘Teil’, russ. (älter) del (дел) ‘Teilung’ sind Bildungen mit l-Suffix, die mit lit. dailýti ‘teilen’ zusammenstimmen. Weitere Verknüpfungen bleiben unsicher. Zu einer Wurzel uig. *dā(i)-, *dī̌- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’? Oder stammt der germ.-baltoslaw. Ausdruck aus einer Substratsprache?