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doch

aus AufEinWort, der freien Forschung
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do + -ch | "du, der, die, aber, und, auber ... auch"; Ahd. thoh, thō, mhd. doch,

asächs. thō̌h, mnd. mnl. nl. doch, aengl. þēah, engl. though, anord. þō, got. þauh

stehen in ihrem ersten Bestandteil im Ablaut zu aind. tú, tū́ ‘doch, nun, aber’, das sich wohl aus dem ursprünglichen Pers.pron. der 2. Pers. Sing. (uig. *tū̌, s. du) zur hervorhebenden und auffordernden Partikel entwickelt hat (jedoch wird auch Anschluß an den Pronominalstamm uig. *te-, *to- erwogen.

Der zweite Bestandteil, die in got. -uh, -h ‘und’ erhaltene Verstärkungspartikel, entspricht der enklitischen Partikel lat. que, griech. te(τε) aus ie. *ku̯e- ‘und’, die aber auch der Verstärkung des indefiniten Sinnes bestimmter Pronomina dient (vgl. lat. quisque ‘jeder, wer immer’).

doch drückt als Bw. wie aber, dennoch, trotzdem einen Gegensatz aus (er versuchte alles, doch es mißlang); seltener ist der mit Inversion verbundene kausale Gebrauch (verzweifelt resignierte er, hatte er doch alles versucht). Als Bw. ist doch betont.

Der modern stark verbreitete unbetonte umstw. Gebrauch hat doch von seiner Ursprungsbedeutung weit entfernt. Es steht als Verstärkung (komm doch mit!, es ist doch herrlich hier!), als Zeichen der Verwunderung und Entrüstung (das ist doch unmöglich!), in Wunschsätzen (käme er doch!), als positive Antwort auf eine verneinend formulierte Frage (du gehst wohl nicht mit? Doch.).