Intelligenz
intellig- + -enz | eigentl. wörtlich "Zwischenauswahlsammlung"; durch intelligentes Tun, an sich wörtlich "dem auswählenden ansammeln, einsammeln" einen Kenntnißstand erlangt haben, aus dem man heraus sein Denken und Handeln bestimmt. 21. Jh. ndt.;
¦⊕¦ durch "ausammeln" und Unterscheiden des "Aufgesammelten" zueinander erlangtes Denkvermögen; intelligent als sein zu Intelligenz als Vermögen;
¦⊗¦ ‘geheimes Einverständnis’ (17. Jh., vereinzelt und ohne Nachfolge), ‘gute Auffassungsgabe, Klugheit, Verstand’ (18. Jh., Frühbeleg 16. Jh.), ‘soziale Schicht geistig Schaffender’ (Mitte 19. Jh.), in dieser Bedeutung aktiviert (nach 1945) unter Einfluß von russ. intelligéncija;
¦√¦ uig. *leǵ-"sammeln";
¦↵¦ Entlehnt aus lat. intelligentia, intellegentia ‘Einsicht, Erkenntnis, Verständnis, Verstand’.;