Wald
wal + -d | ml. ‘große, dicht mit Bäumen bestandene Fläche, Forst’, ahd. wald (8. Jh.), mhd. walt ‘Wald, Waldgebirge, Baumbestand, Holz, die laubigen Äste und Zweige eines Baumes’,
asächs. wald, mnd. wolt, mnl. wout, nl. woud, aengl. (wsächs.) weald, (angl.) wald, engl. wold ‘Ebene, Moor’, älter auch ‘Wald’, anord. vǫllr ‘Ebene, Feld, Wiese’, schwed. vall ‘Rasen, Weide’ setzen einen alten u-Stamm (ger. *walþu-) voraus.
Weitere Anschlußmöglichkeiten sind unsicher. Vielleicht (über uig. *u̯oltu-) zu verbinden mit grie. lásios (λάσιος, aus *ϝλατι̯ος, uig. *u̯ḷti̯os) ‘dicht behaart, zottig, wollig, dicht bewachsen’, air. folt (uig. *u̯olto-) ‘Haar’, lit. váltis ‘Haferrispe’, russ. (älter) vólot’ ‘Faser, Ähre’ (uig. *u̯olti-),
so daß von einer Zahnlauterweiterung einer Ww. uig. *u̯el(ə)- ‘Haar, Wolle’, auch ‘Gras, Ähre, Wald’ bzw. *u̯el- ‘reißen, rupfen’ (s. Wolle) ausgegangen werden kann.
Aber auch Anschluß an lat. saltus ‘gebirgiger, waldiger Landstrich, Waldschlucht, Engpaß’ (aus *su̯al-) wird erwogen.