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lings

aus AufEinWort, der freien Forschung
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ling + -s | -lings umstandswörtliches Wortbildungsglied, im älteren Niederhochdeutsch. und in den Mundarten recht hervorbringend.

Nur wenige dieser Ableitungen (in der Regel von einer nominalen Basis) sind heute noch allgemein sprachüblich; sie dienen der modalen Kennzeichnung einer Handlung (vergleich blindlings, jählings, meuchlings, rittlings), gelegentlich darüber hinaus auch der Richtungsangabe (besonders im Anschluß an Körperteilbezeichnungen, vergleich bäuchlings, rücklings, früher ebenso ärschlings, häuptlings, köpflings u. ä.).

Neben -lings (mit der verbreiteten, aus erstarrten Wesfall übernommenen Umstandswortendung -s), das auf hd. Boden seit Anfang des 15. Jhs. bezeugt ist und vielleicht auf nd. Einfluß beruht (vgl. bereits mnd. körtelinges ‘kürzlich’, ruggelinges ‘rücklings’, willinges ‘absichtlich’ u. a.), finden sich im Frühniederdeutsch (namentlich obd.) die Formen -ling, -lingen; sie setzen mhd. -lingen (z. B. in niuwelingen ‘kürzlich’, rückelingen ‘rücklings’, vinsterlingen ‘im Finstern’), ahd. -lingū̌n, -lingon (z. B. in arselingūn ‘rücklings’, blintilingon ‘blindlings’, stuzzelingūn ‘planlos’) fort.

Im Kern stimmen sie wahrscheinlich überein mit dem bei männlichen Hauptwörtern vorkommenden, die Zugehörigkeit ausdrückenden Sprachsilbe ger. -inga-, -unga-, das in ahd. -ling, ing, mhd. -linc, -inc, nhd. -ling, ing begegnet (z. B. Fremdling, Häuptling, Jüngling, Lehrling sowie Hering, König, Pfennig).

Wortherkunftabfolge: uig. *-ōną +‎ *-gō.  uger. *-ungō, uger. *-ulingaz von (*-ilaz +‎ *-ingaz),  uger. *-lingaz, uwger. -ling, uital. *-linga, ' ahd. -ling,  mhd. -linc,