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Geschichte

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Geschicht + -e, Vorlage:dt. 'was geschehen war, ist, was geschieht

Wrtdtng:: das, dass sich ereignet; eigentlich bezieht es sich Geschichte auf das gegenwärtige geschehen und erst als Kunde oder Wissenschaft auf die Vergangenheit; man schreibt an sich keine Geschichte - man lebt sie;

  • Geschichte f.
    • ‘Ereignis, Erzählung, Wissenschaft von der Entwicklung der Gesellschaft
      • (im weiteren Sinne auch von der Natur)
      • in der Vergangenheit’,
    • ahd. giskiht (um 1000),
    • mhd. geschiht ‘Geschehen, Ereignis, Zufall, Umstände’,
    • mhd. auch ‘(göttliche) Schickung, Folge der Ereignisse, Angelegenheit, Eigenschaft, Art und Weise’,
    • ist ein nur im Dt. bezeugtes ti-Abstraktum zu dem unter geschehen (s. d.) behandelten Präfixverb
      • und bedeutet eigentlich ‘was sich ereignet’.
    • Seit dem 16. Jh. steht es für eine
      • ‘mündliche oder schriftliche Erzählung von etw. Geschehenem oder Erdachtem’.
    • Neben das endungslose Fem. mhd. geschiht (s. oben)
      • stellt sich im 13. Jh. ein Neutrum
        • mhd. (md.) geschicht(e) (vgl. mnd. geschicht(e) f. n.).
    • Aus dem Plur. Geschichten ‘denkwürdige, sich auf einen Gegenstand, Ort, ein Land, Volk, eine Person beziehende Ereignisse’ (14. Jh.),
      • der zunächst als Aneinanderreihung sich folgender Ereignisse, Vorgänge verstanden wird,
      • entwickelt sich im 17. Jh. ein neuer fem. Sing. Geschichte
        • (vgl. die teutsche Geschichte und Sprache, 1644),
        • der sowohl den ‘zusammenhängenden Bericht dieser Ereignisse’
        • als auch die ‘Ereignisse in ihrem chronologischen Ablauf’ umfaßt.
    • Im 18. Jh. (Kant, Herder, Schiller) wird der Sing. Geschichte als ‘Wissenschaft von Geschehenem’ präzisiert.
    • – geschichtlich Adj. (17. Jh.).