-ik
i- + -k | -ik wandelt jeweils ein Eigenschaftswort mit der Endsilbe -isch, -ig zu dem die Eigenschaft entsprechenden Wortbegriff z.B. pragmatisch wird zu Pragmatik (20. Jh. adt.)
-ik weibl. Eigenschaftswortendung grie. -ikē (zu ergänzen téchnē, ‘Kunst, Geschick’), lat. -ica (zu ergänzen ars ‘Kunst, Handwerk’) beruhenden Begriffsendung -ik (s. Klassik, Romantik, Technik).
Was das -ig bei von Deutsch abstämmigen Wörtern ist, ist vergleichsweise das -ik in griechisch -ikós und das -ik oder -ic in lateinisch -icus stämmigen Wörtern, die zusammenziehend, zusammenfassend, sich auf eine Eigenschaft Art, Gestalt beziehen. Die Steigerung ist von ch, zu g, zu c oder k, da c wie k ausgesprochen wird und c in Deutsch an sich kein Buchstabe oder Wortlaut mit eigener Aussprache ist, c in Deutsch durch Rechtschreibreform und Gelehrte zum Bestandteil der deutschen Sprache und Schrift gemacht wurde.
Auf -ig endende Worte zeigen an, dass etwas von der Gestalt wie das Vorangestellte Wort ist und mit -ik endende Worte geben an, dass das dem -ik vorangestellte ein Fachgebiet, ein Sammelbegriff oder eine Art und Weise ist.
Bedeutungen:
- [1] Wortbildungselement femininer Substantive, die ein Fachgebiet bezeichnen
- [2] Wortbildungselement femininer Substantive, die einen Sammelbegriff bezeichnen
- [3] Wortbildungselement femininer Substantive, die das Wesen, die Art von etwas bezeichnen
Herkunft:
- von griechisch -ικε (-ike☆) → grc lateinisch -ica → la[1]
Beispiele:
- [1] Er ist Professor für Wirtschaftsmathematik.
- [2] Für diese Problematik gibt es noch keine Lösung.
- [3] Die Mystik der Region ist legendär.
Wortbildungen:
- siehe ausschließlich: Verzeichnis:Deutsch/Wortbildungen/-ik