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Wortgebrauch

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Wort–Gebrauch

WORTGEBRAUCH[1], m., seit dem späten 17. jh. belegbar. 1) 'die anwendung der wörter hinsichtlich ihrer bedeutung',meist collectiv, vgl. Campe 5, 777b; so wohl schon im frühesten beleg: denn solche knaben haben lange das iudicium nicht, dergleichen wort-gebrauch zu penetriren polit. grillenfänger (1682) 307; er (Homer) bequemte sich also den artikulationen derzunge seiner menschen, den beugungen und dem wortgebrauche der lebenden welt Herder 3, 197 S.; jeder zug echt: gedanken, gesinnung, wortgebrauch, syntax W. Scherer kl. schr. (1893) 2, 275. etwa soviel wie 'terminologie': man wuszte mit dem wortgebrauch umzuspringen, und so brauchte in der terminologie ... nichts umgeändert zu werden Göthe II 6, 195 W. auf einbestimmtes einzelwort bezogen: meine erklärung (des wortes 'nennen' in einer alttestamentlichen stelle) ... ist dem wortgebraucheam ursprünglichsten Herder 6, 185 S. (ältere variante: dem wortverstande). 2) selten in dem ganz allgemeinen sinn von 'sprache, rede':

den wortgebrauch, der uns so nöthig zu dem leben,

hat uns des schöpfers huld zur wahrheit nur gegeben

Petrasch s. lustsp. (1765) 1, 876.

Wortgebrauch (Deutsch)


Singular Plural
Nominativ der Wortgebrauch die Wortgebräuche
Genitiv des Wortgebrauchs
des Wortgebrauches
der Wortgebräuche
Dativ dem Wortgebrauch
dem Wortgebrauche
den Wortgebräuchen
Akkusativ den Wortgebrauch die Wortgebräuche

Worttrennung:

Wort·ge·brauch, Plural: Wort·ge·bräu·che

Aussprache:

IPA: [ˈvɔʁtɡəˌbʁaʊ̯x]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wortgebrauch (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Anwendung/Verwendung der Wörter in Äußerungen

Sinnverwandte Wörter:

[1] Wortnutzung, Wortverwendung

Oberbegriffe:

[1] Sprachgebrauch

Beispiele:

[1] „Zum einen schwankt der Wortgebrauch sehr stark mit Thematik, Zeit, Ort und Stilebene, um nur die vier wichtigsten Dimensionen der Variation zu nennen.“[1]
[1] „Schwedische Kinder lernen, von Anfang an auf diese sozialen Beziehungen zu achten, wenn sie den normgerechten Wortgebrauch erwerben.“[2]
  1. ↑ „WORTGEBRAUCH, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W27104>, abgerufen am 23.01.2024.