-lings
Erscheinungsbild
| Wrtndng |
Adverbien bildendes Formans,
- im älteren —Nhdt. und in den Mundarten recht produktiv.
- Nur wenige dieser Ableitungen (in der Regel von einer nominalen Basis) sind heute noch allgemein sprachüblich;
- sie dienen der modalen Kennzeichnung einer Handlung
- (vgl. blindlings, jählings, meuchlings, rittlings),
- gelegentlich darüber hinaus auch der Richtungsangabe
- (besonders im Anschluß an Körperteilbezeichnungen,
- vgl. bäuchlings, rücklings, früher ebenso ärschlings, häuptlings, köpflings u. ä.).
- (besonders im Anschluß an Körperteilbezeichnungen,
- Neben -lings
- Daß das l- dieses Wortbildungselements erst sekundär angetreten ist
- (wohl analog zu Ableitungen, die zum Wortstamm gehörendes -l- enthalten,
- zeigen die in früher Zeit gleichermaßen nachweisbaren Adverbien auf
- ahd. -ingū̌n, -ingon
- (z. B. ahd. arawingūn, ardingū̌n ‘umsonst, grundlos’, fāringūn ‘plötzlich, aus dem Hinterhalt’),
- mhd. (selten) -ingen
- (z. B. væringen ‘aus dem Hinterhalt’);
- ahd. -ingū̌n, -ingon
- vgl. entsprechendes
- asächs. -ungo,
- mndt. -ingen, -inges,
- aengl. -unga, -inga,
- got. -iggō.
- Diese Adverbialsuffixe haben offenbar in nominalen Flexionsformen ihren Ursprung.
- Im Kern stimmen sie wahrscheinlich überein
- mit dem bei maskulinen Substantiven vorkommenden,
- die Zugehörigkeit ausdrückenden Morphem germ. -inga-, -unga-,
- das in ahdt. -(l)ing, mhdt. -(l)inc, nhdt. -(l)ing begegnet
- (z. B. Fremdling, Häuptling, Jüngling, Lehrling sowie Hering, König, Pfennig).
- Im Kern stimmen sie wahrscheinlich überein