zeiten
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ZEITEN[1], verb.; das alte *zîtên, mhd. zîten zeit, 'reif sein, werden' scheint in der nhd. periode nicht mehr fortzuleben; im folgenden beleg stehtes falsch für zeitigen: und der lentz niemals die früchte des herbstes gezeittet hat Tscherning deutscher getichte frühling (1642) widm. auch in1zeitung, f., reifung (s. d.) wirkt kaum ein verbum *zîtôn reif machen nach. das im nnd. erhaltene tîden, mnd. tîden (s. brem. wb. 5, 61, Woeste 271a) kann bei seiner abweichenden bedeutung nach etwas streben, etwas begehren nicht mit z. verbunden werden. urverwandt aber war das ags. tídan sich ereignen (s. unter 2zeitung).
- ↑ „ZEITEN, verb.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=Z03945>, abgerufen am 12.02.2024.